Corona-News für Hamburg

Lernferien in Hamburg: Mathe, Englisch und Deutsch auch in den Sommerferien

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  • Laura-Marie Löwen
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  • Christian Domke Seidel
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Hamburgs Schüler bekommen während der Sommerferien Unterstützung, vor allem in den sozial benachteiligten Stadtteilen. Die Lernferien starten heute und bieten Extra-Stunden in Mathe, Deutsch und Englisch.

  • Bildungsgerechtigkeit in Hamburg wegen Corona gesunken.
  • Lernferien bieten Unterstützung in Mathe, Deutsch und Englisch.
  • Keine neuen Corona-Fälle* in Hamburg*.

Update vom Montag, 13. Juli 2020, 15:40 Uhr: In Hamburg starten am heutigen Montag in vielen Schulen die Lernferien. Damit soll sozial benachteiligten Kindern geholfen und die Bildungsgerechtigkeit in Hamburg erhöht werden. Im Angebot sind in den sozial benachteiligten Stadteilen die Fächer Mathe, Deutsch und Englisch.

Hamburger Lernferien: Unterstützung in Mathe, Deutsch und Englisch während der Sommerferien

Die Sommerferien haben – so sicher das Gefühl vieler Hamburger Schüler – gerade erst begonnen, doch nun müssen sie wieder die Schulbank drücken. Dahinter steckt das Corona-Konzept „Lernferien“, mit dem für mehr Bildungsgerechtigkeit in Hamburg gesorgt werden soll. Diese hat sich nämlich wegen der Corona-Krise verschlechtert, berichtet der NDR. Mit den Lernferien sollen die Kinder unterstützt werden, die aus sozialen Gründen den Anschluss an den Unterricht verloren haben. Dort wo technische Geräte oder Hilfe durch die Eltern fehlt, kann das passieren.

Damit dieser Unterschied nicht im kommenden Schuljahr zunimmt oder den Lernprozess verlangsamt, können Hamburger Schüler nun während der Sommerferien Kurse in Mathe, Deutsch und Englisch machen. Das hat die Hamburger Schulbehörde verordnet. Über zwei Wochen mit drei Unterrichtsstunden pro Tag kann so etwas Stoff nachgeholt werden. Schulen in sozial nicht benachteiligten Stadtteilen können ihre Lernferien freier gestalten und sie in die Herbstferien legen. Bisher haben sich 3.200 Schüler zum Extra-Unterricht angemeldet.

Hamburgs Schüler können in den „Lernferien“ trotz Sommerferien weiterlernen.

Hamburg nimmt 650.000 Euro mit Corona-Strafen ein – 10.000 Anzeigen wegen Maßnahmen-Verstößen

11:30 Uhr: Die Stadt Hamburg hat mit Corona-Strafgeldern inzwischen über 650.000 Euro eingenommen. Das meldet der NDR* am Montagvormittag. Vor allem die Strafen für Kontaktbeschränkungen haben ordentlich Geld in die Hamburger Kassen gespült.

Auch am Hamburger Hafen werden die Corona-Regeln kontrolliert.

Mehr als 650.000 Euro hat Hamburg seit Beginn der Corona-Maßnahmen mit Bußgeldern eingenommen. Knapp 10.000 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Maßnahme hat es bereits gegeben. Über 66 Prozent davon wurden gegen Hamburger ausgestellt, die sich nicht an die Kontaktbeschränkungen gehalten haben und mit Menschen aus anderen Haushalten unterwegs waren. Dafür können bis zu 150 Euro Strafe fällig werden. Aktuell dürfen sich zehn Menschen aus zehn verschiedenen Haushalten in Hamburg treffen.

Laut NDR-Berichten hat die Hamburger Polizei* an Himmelfahrt und Pfingsten verstärkt kontrolliert und in den belebten Vierteln Hamburgs viele Verstöße gegen die Abstandsregeln festgestellt. Aber auch Spielplatz-Strafen haben viele Bußgelder eingebracht. 21.000 Euro wurde mit 230 Strafen für das illegale Betreten von Spielplätzen eingenommen. 259 Anzeigen gab es für Hamburger, die ohne Erlaubnis Sportanlagen betreten haben. 26.908 Euro wurden hier eingenommen.

Die Coronavirus-Zahlen in Hamburg steigen sehr langsam an. Zu Montag meldet die Gesundheitsbehörde keinen neuen Corona-Fall in Hamburg. Insgesamt wurden 5.230 Fälle gemeldet, 4.900 davon werden bereits als geheilt angesehen. Gestorben sind 231 Hamburger am Coronavirus.

Coronavirus-InfektionenBestätigtGeneseneTodesfälle
Deutschland199.950 (+248)184.6229.134 (+3)
Weltweit12.552.763 (+230.370)-- (+5.282)
Hamburg5230 (+0)4.900231 (+0)

UKE-Studie: Coronavirus macht Kinder depressiv – krasse Ergebnisse bei Umfrage in Hamburg

Update vom Freitag, 10. Juli 2020, 17:30 Uhr: Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)* veröffentlicht weitere Ergebnisse zum Thema Corona und Heranwachsende. Eine Umfrage unter Kindern und Jugendlichen bringt tragische Erkenntnisse ans Licht: Das Coronavirus macht Kinder depressiv. 24hamburg.de berichtet über die Studienergebnisse.

Über 70 Prozent aller befragten Kinder und Jugendliche fühlen sich durch die Corona-Krise seelisch belastet. Die Forscher haben herausgefunden, dass die Kinder häufiger gereizt sind – Einschlafprobleme sowie Kopf- und Bauchschmerzen kommen dazu. Auch haben Stress, Angst und Depression bei den Heranwachsenden zugenommen. Zudem essen die Kinder mehr Süßigkeiten, machen weniger Sport und verbringen häufiger Zeit mit Fernsehen oder am Handy.

Die COPSY-Studie des UKE hat über 1.000 Kinder und Jugendliche sowie mehr als 1.500 Erwachsene befragt. Die Erwachsenen haben noch häufiger als die Kinder erwähnt, dass Streit in der Familie öfter eskaliert. Studienleiterin Ulrike Ravens-Sieberer ist laut NDR-Berichten überrascht, wie deutlich die Ergebnisse der Umfrage ausgefallen sind.

Ein Kind mit selbstgenähter Corona-Maske.

Senator Grote entschuldigt sich bei Polizisten für seine illegale Corona-Party

Update vom Mittwoch, 8. Juli 2020, 18:30 Uhr: HamburgHamburgs Innensenator Andy Grote* (SPD) hat sich nach seiner Corona-Party in der Hamburger Hafencity nun auch bei den Hamburger Polizisten entschuldigt. Gefeiert hat Senator Grote die Party mit seinen roten Parteifreunden am Abend des 10. Juni 2020. Laut dem Radiosender NDR 90,3 hat jeder Mitarbeiter der Polizei Hamburg* ein Schreiben von Grote enthalten. In diesem drückt er sein „ganz persönliches Bedürfnis, bei Ihnen um Entschuldigung zu bitten“ aus.

Grote hatte sich bereits bei der Hamburgischen Bürgerschaft und dem frisch ernannten Hamburger Senat entschuldigt. Nach seiner erneuten Ernennung zum Innensenator Hamburgs hatte er mit rund 30 Freunden und Bekannten zu einem Stehempfang in der Hafencity geladen. Dafür gab es viel Kritik, doch Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher will an Grote festhalten.

Andy Grote entschuldigt sich bei der Hamburger Polizei.

Hamburgs Bürgermeister über Reisen: Peter Tschentscher warnt vor zweiter Coronavirus-Welle

Update vom Dienstag, 7. Juli 2020, 13:30 Uhr: Hamburg – Laut Peter Tschentscher komme es nun darauf an, „das niedrige Infektionsrisiko zu halten.“ Der SPD-Mann setze dabei auf die Vernunft der urlaubenden Hamburger. Nach der Devise „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“, hofft Tschentscher sein Revier nun in einer besseren Lage. An Vertrauen in seine Bürger mangelt es ihm offenbar nicht: „Die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger ­­– da bin ich mir sicher – wird sich so verhalten, dass sie die Risiken meiden“, sagt er der Deutschen Presse Agentur (dpa).

Geboren: 20. Januar 1966 (Alter 54 Jahre), Bremen
Ehepartnerin: Eva-Maria Tschentscher
Partei: Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Amt: Bürgermeister von Hamburg seit 2018
Ausbildung: Universität Hamburg (1995), Universität Hamburg

Er selbst steht übrigens auch kurz vorm Urlaub: „Unser Reiseziel steht noch nicht fest. Wir machen es abhängig von den aktuellen Empfehlungen und Bedingungen“, sagt er über seine vorbildliche Urlaubsplanung zu Corona-Zeiten. Eventuell wolle er die drei Wochen sogar „zum ersten Mal“ in Deutschland verbringen. Peter Tschentscher: „Es gibt bei uns ja auch wunderschöne Gegenden – zum Beispiel an der Mosel.“ Sonst sei er immer eher der „Österreich-Typ“ gewesen.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher warnt vor falschen Reiseentscheidungen in Corona-Zeiten.

Tschentscher betont, die Corona-Pandemie müsse bei aktuellen Reiseplanungen immer mitbedacht werden. Heißt im Klartext: „Man sollte jetzt nicht in Länder reisen, in denen es ein höheres Infektionsrisiko gibt. Und wenn man es tut, sollte man besonders auf das Verhalten achten und die Quarantänezeit gleich mit einkalkulieren“, sagt Bürgermeister.

Denn: Viele falsche Reiseentscheidungen könnten eine zweite Corona-Welle nach sich ziehen. Und vor dieser will Tschentscher nochmal ausdrücklich warnen: „Das wäre ein großes Unglück, nicht nur wegen der psychologischen und sozialen Folgen, sondern auch, weil wir die wirtschaftlichen Folgen kaum verkraften würden.“ Und weiter: „Das wäre um ein Vielfaches schlimmer, denn viele Branchen, viele Unternehmen, wurden von der ersten Welle schwer getroffen. Ein zweiter Treffer würde sie in dieser geschwächten Position noch stärker schädigen.“

Hamburg bleibt bei Maskenpflicht – Lockerungen wie in Mecklenburg-Vorpommern kommen nicht

Update vom Sonntag, 5. Juli 2020, 14:30 Uhr: In Hamburg wird die Maskenpflicht nicht fallengelassen. Senatssprecher Marcel Schweitzer sieht darin „eine sehr wirksame Maßnahme [...] gegen die Ausbreitung des Coronavirus.“ Andere Lockerungen können nur auf Basis der Maskenpflicht eingeführt werden. Bis Ende August wolle man daran nicht rütteln.

8:38 Uhr: Hamburg – Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldet, wird mit Mecklenburg-Vorpommern das erste Bundesland die Maskenpflicht im Handel abschaffen.  „Wenn das Infektionsgeschehen so gering bleibt, sehe ich keinen Grund, länger an der Maskenpflicht im Handel festzuhalten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) der „Welt am Sonntag“.

Ende der Maskenpflicht in Norddeutschland: Mecklenburg-Vorpommern prescht vor – Norddeutschland soll folgen

Harry Glawe ist Wirtschaftsminister in Mecklenburg-Vorpommern. Am Dienstag, 4. August 2020, soll dort die Maskenpflicht im Einzelhandel fallen. (24hamburg.de-Montage)

Noch ist der Beschluss aber nicht in trockenen Tüchern. Das Kabinett in Schwerin will erst in seiner Sitzung am Dienstag, 4. August 2020, das Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel beschließen. Der CDU-Politiker prescht in dem Interview auch vor und ergreift für die anderen Bundesländer in Norddeutschland das Wort: „Wir versuchen, für alle norddeutschen Bundesländer eine einheitliche Regelung hinzubekommen. Noch lieber wäre mir ein bundesweites Ende der Maskenpflicht im Handel.“

Mecklenburg-Vorpommern bald ohne Maskenpflicht – keine Maskenpflicht bald mehr in Norddeutschland?

Auch in Niedersachen wird schon offen über das Ende der Maskenpflicht im Handel diskutiert. „Die Maskenpflicht signalisiert eine Gefahr, die es angesichts der regelmäßigen Abstände in großen Teilen des Einzelhandels nicht gibt“, sagte etwa Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU).

Ostsee-Strand: Oma-Urlauberin mit Coronavirus infiziert – Angst vor Corona-Tsunami im Norden

Update vom Samstag, 4. Juli 2020, 9:55 Uhr: Hamburg – Eine Urlauberin am Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein an der Ostsee hat das Coronavirus-Sars-CoV-2. Die 90-Jährige ist aus Düsseldorf angereist, wo sie sich vermutlich ursprünglich angesteckt hat. Das berichten die Lübecker Nachrichten (hinter Bezahlschranke) am Samstag, 4. Juli 2020. Die Urlaubsorte an der Nord- und Ostsee sind auch in Coronavirus-Zeiten sehr beliebt*. Auch bei Hamburgern*. Trotz vieler Auflagen zur Bekämpfung der Pandemie steigt jetzt die Sorge eines größeren Ausbruchs.

Coronavirus-Infektion am Timmendorfer Strand (Ostsee): Urlauberin brachte Erreger aus Düsseldorf mit

Coronavirus-Alarm am Timmendorfer Strand. Eine Urlauberin brachte den Erreger aus Düsseldorf mit. (24hamburg.de-Montage)

Wie die Lübecker Nachrichten weiter berichten, sei die Entdeckung der Coronavirus-Infektion ein reiner „Zufallsfund“ gewesen, da der Rettungsdienst wegen eines anderen Notfalls bei der Urlauberin war. Die Rettungskräfte brachten sie umgehend ins Lübecker Uniklinikum. Kontakt habe die Urlauberin und ihr Partner vor allem mit dem Hotelpersonal gehabt. Das steht jetzt unter Quarantäne.

Ob die Hygienemaßnahmen ausreichend sind und ob sich das Coronavirus in den Urlaubsregionen jetzt stärker verbreitet, wird die örtliche Gesundheitsbehörde genau beobachten. Auch eine Studie in der Urlaubsregion unter den Angestellten im Tourismussektor werde gerade erhoben. In Schleswig-Holstein haben sich bislang 3.154 Menschen mit dem Coronavirus-Sars-CoV-2 infziert. Es gab 152 Todesfälle.

Airbus setzt Norden auf die Straße: Hamburg, Bremen, Stade – 3.160 Mitarbeiter müssen gehen

Update vom Donnerstag, 2. Juli 2020, 20:36 Uhr: Ganze 3.160 Arbeitsplätze will der Flugzeugbauer Airbus im Norden streichen. Nach Hamburg sind auch Bremen und Stade gefährdet. Leiharbeiter mussten bereits die Arbeit einstellen. Airbus kürzt in jedem Bereich und spricht von der schwersten Krise in der Geschichte der Luftfahrt.

Airbus will über 3000 Mitarbeiter in Hamburg, Bremen und Stade kündigen

Für Deutschland hatte Airbus bereits Kündigungen angemeldet, ganze 5.100 Arbeitsplätze soll es in der Bundesrepublik treffen. Nun hat Airbus-Arbeitsdirektor Marco Wagner im Gespräch mit NDR 90,3 bekannt gegeben, wie viele norddeutsche Arbeitsplätze es treffen wird. In Stade sind 350 Stellen betroffen, in Bremen 440 und an Hamburger Standorten von Airbus 2.260 – damit entfällt mehr als die Hälfte aller deutschen Kürzungen auf den Norden. Insgesamt sollen im Norden Deutschlands 3.160 Airbus-Arbeitsplätze wegfallen.

Kann Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann die Kurzarbeit verlängern? (24hamburg.de-Foto-Montage)

Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann hat bereits bekannt gegeben, mit dem Bund über die Möglichkeit einer verlängerten Kurzarbeit zu sprechen. Der Konzern Airbus meint, dass man die Arbeitsplätze nur so retten könne. Die Gewerkschafter der IG Metall Küste sprachen bereits mit warnenden Worten über die Kündigungspläne von Airbus. „Der angekündigte Abbau von Arbeitsplätzen wäre eine Katastrophe für die Menschen und die Standorte“, sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter IG Metall Küste. Bereits vor zwei Wochen forderte die Gewerkschaft ebenfalls eine auf zwei Jahre verlängerte Kurzarbeit

Corona-Fälle in Hamburg, Deutschland und weltweit: Fünf neue Infektionen in Hamburg

11:03 Uhr: Hamburg – Die Hamburger Gesundheitsbehörde meldet fünf neue Infektionen mit dem Coronavirus in Hamburg. Insgesamt beläuft sich die Zahl aller gemeldeten Fälle in Hamburg damit auf 5.211. Die Gesundheitsbehörde spricht von 4.900 geheilten Coronavirus-Infektionen in Hamburg.

Millionen-Verluste bei Hamburgs Unternehmen – schwarze Zukunft für Messe, Elbphilharmonie und UKE

10:29 Uhr: Die Coronavirus-Krise befördert öffentliche Unternehmen in Hamburg in ein großes Minus. Finanzsenator Andreas Dressel spricht insgesamt von Verlusten in Höhe von 350 Millionen Euro.

Besonders stark von der Krise betroffen sind Nahverkehrsunternehmen, das berichtet der Norddeutsche Rundfunk (NDR). Mit 140 Millionen Verlusten rechnen demnach die Hamburger Hochbahn und die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein. Drastische Defizite (etwa 60 Millionen Euro) verzeichnet außerdem die Messe Hamburg. Ähnlich düster sieht es für den Flughafen Hamburg, das UKE und die Elbphilharmonie aus.

In einer eigenen Holding der Stadt Hamburg (HGV) werden Beteiligungen an Unternehmen gebündelt. Schwere Verluste von einigen Unternehmen können somit durch Profite ausgeglichen werden, die andere Unternehmen erzielen konnten. Trotzdem erwartet die Stadt am Ende immer noch hohe Defizite. „Wir setzen sehr stark darauf, dass die Unternehmen jetzt auch ihre Möglichkeiten nutzen, die Verluste so gering wie möglich zu halten“, erklärte Andreas Dressel gegenüber dem NDR.

Hamburgs Finanzsenator Dressel hat millionenschwere Verluste für öffentliche Unternehmen berechnet. (24hamburg.de-Montage)

Corona-Kündigungen bei Airbus – Kurzarbeit kann Hamburger Arbeitsplätze retten

Update vom Mittwoch, 1. Juli 2020, 19:30 Uhr: Airbus will massenhaft Stellen auf der ganzen Welt streichen. 15.000 insgesamt, davon alleine 5.100 in Deutschland. Das bedroht auch Hamburger Arbeitnehmer – vor allem am größten Airbus-Standort Hamburg-Finkenwerden. Nun gibt es einen Appell an die Bundesregierung: verlängerte Kurzarbeit könnte das Unternehmen retten.

Airbus-Hamburg-Arbeitsplätze können mit „Corona-Kurzarbeit“ gerettet werden

Seit Dienstag, 30. Juni ist bekannt, dass der Flugzeugbauer Airbus weltweit 15.000 Stellen streichen möchte. Unter den 5.100 Streichungen in Deutschland werden sich auch viele Hamburger Arbeitsplätze befinden, schließlich betreibt Airbus in der Hansestadt diverse Standorte und Montagehallen. Das Coronavirus schockt die Hamburger Wirtschaft.

Laut NDR-Berichten gibt es nun von Airbus eine große Bitte in Richtung Bundesregierung. Wenn diese die gesetzliche Kurzarbeit auf zwei Jahre verlängert, müsste Airbus deutlich weniger Stellen reduzieren. So könne man rund 1.500 der bedrohten Jobs erhalten. Das sagte Airbus-Vorstandsmitglied Michael Schöllhorn.

Airbus hat erst im letzten Jahr auf die Kritik an der Gehaltsstruktur im Konzert reagiert und das Gehalt des aktuellen Airbus-Chefs Guillaume Faury im Vergleich zum ehemaligen Chef Tom Enders angepasst. Faury verdient nun laut welt.de im Jahr 1,35 Millionen Euro.

Airbus Vorstandsmitglied Michael Schöllhorn will mit Kurzarbeit Hamburger Arbeitsplätze retten. (24hamburg.de-Foto-Montage)

Corona-Fälle in Hamburg, Deutschland und weltweit: drei neue Corona-Infektionen in Hamburg

19:00 Uhr: Die Hamburger Gesundheitsbehörde meldet drei neue Infektionen mit dem Coronavirus in Hamburg. Damit beläuft sich die Zahl aller gemeldeten Infektionen auf 5.206. Bei 4.900 davon geht die Gesundheitsbehörde inzwischen von einer Heilung aus.

Aktuelle Coronavirus-Zahlen für Deutschland, Hamburg und weltweit. (Quelle: COVID-19 pandemic data)

Corona-News für Hamburg: Flugzeugbauer Airbus streicht 15.000 Stellen – Hamburgs Arbeitnehmer in Gefahr

Update vom Dienstag, 30. Juni 2020, 20:00 Uhr: Hamburg – Der Luftfahrt-Konzern Airbus leidet extrem stark unter der Corona-Krise. Laut NDR-Berichten will der Flugzeugbauer nun 15.000 Stellen auf der ganzen Welt streichen. Das könnte die 12.000 Mitarbeiter von Airbus in Hamburg heftig treffen, denn ein Großteil der Stellen wird in Deutschland wegfallen.

Aus dem französischen Toulouse kommen die schlechten Nachrichten am Dienstagabend. Der Flugzeugbauer Airbus will 15.000 Stellen streichen. Davon sollen alleine 5.000 in Deutschland wegfallen. Airbus hat in Hamburg viele Standorte, unter anderem eine Montage in Finkenwerder, diverse Entwicklungsbüros, ein Schulungszentrum und Fertigungsstätten. In Hamburg werden die Flugzeuge der A320-Familie entmontiert.

Airbus-Chef Guillaume Faury hat schlechte Nachrichten für Hamburg. (24hamburg.de-Foto-Montage)

Über 12.000 Menschen arbeiten in Hamburg für Airbus. Ihre Arbeitsplätze sind nun in Gefahr. Airbus-Chef Guillaume Faury kann betriebsbedingte Kündigungen nicht ausschließen. Wie genau der Plan für die Hamburger Arbeitnehmer sein wird, ist aktuell nicht bekannt.

Corona-Lockerungen in Hamburg: Partys, Familienfeiern, Events und Konzerte ab Juli erlaubt

17:00 Uhr: In Hamburg treten ab Juli viele Corona-Lockerungen in Kraft. Diese betreffen das öffentliche und gesellschaftliche Leben. Bis zu 1.000 Menschen können sich wieder treffen. Das Infektionsgeschehen in Hamburg bleibt niedrig, weltweit sind 10,3 Millionen Corona-Fälle gemeldet.

Es sind große Änderungen, die der neue Hamburger Senat am 30. Juni beschlossen hat. Schon zum Juli sollen sie gelten. Gelockert werden vor allem die Kontaktbeschränkungen. Das bedeutet, es können sich mehr Menschen in größeren Gruppen treffen. Das betrifft auch öffentliche Veranstaltungen wie Konzerte in geschlossenen Räumen oder unter freiem Himmel.

Der Hamburger Senat um Peter Tschentscher und Anjes Tjarks lockert die Party-Regeln. (24hamburg.de-Foto-Montage)

Dennoch gilt: „Die grundsätzliche Abstandsregel von 1,50 Metern, die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in bestimmten Bereichen sowie die Hygieneregeln bleiben bestehen“, so der Hamburger Senat. Diese Lockerungen treten ab dem 1. Juli in Kraft:

  • Bis zu zehn Personen aus mehr als zwei Haushalten dürfen sich treffen.
  • 25 Personen dürfen gemeinsam zu Hause feiern.
  • Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen: 1.000 Personen im Freien, 650 in geschlossenen Räumen.
  • Veranstaltungen ohne feste Sitzplätze: 200 Personen im freien, 100 in geschlosenen Räumen.
  • Veranstaltungen mit Alkoholsausschrank ohne feste Plätze: 100 im Freien, 50 drinnen.

 

Corona-Fälle in Hamburg, Deutschland und weltweit: 10,3 Millionen Corona-Fälle bestätigt

13:30 Uhr: Die Hamburger Gesundheitsbehörde informiert am Dienstag über die aktuellen Corona-Fälle in Hamburg. Seit Montag sind drei weitere Fälle gemeldet worden. Damit beläuft sich die Zahl aller gemeldeten Corona-Fälle in Hamburg auf 5.203, wobei man bei 4.900 Fällen von einer Genesung ausgeht. Es gibt keinen neuen gemeldeten Corona-Toten. Weltweit gibt es über 10,3 Millionen Corona-Fälle.

Corona-News für Hamburg: Hamburg Marathon, Triathlon und Cyclassics – Ausfall wahrscheinlich

Update vom Montag, 29. Juni 2020, 17:00 Uhr: Große Sportveranstaltungen in Hamburg können auch mit den neusten Corona-Lockerungen in Hamburg wahrscheinlich nicht stattfinden. Schuld daran sind die vielen Zuschauer. In Hamburg bewegt sich das Infektionsgeschehen weiterhin auf niedrigem Niveau, aktuell sind rund 300 Corona-Fälle in Hamburg gemeldet.

Der Hamburger Senat plant große Corona-Lockerungen ab Mittwoch. Es sollen sich bis zu 1.000 Menschen unter freiem Himmel auf Veranstaltungen treffen können. Dabei müssen bekannte Corona-Regeln wie der Mindestabstand eingehalten werden, was durch Sitzplätze garantiert wird. In geschlossenen Räumen können sich bis zu 650 Menschen treffen, wenn es Sitzplätze gibt. Ohne Sitzplätze dürfen unter freiem Himmel nur 200, in Räumen nur 100 Menschen gemeinsam Veranstaltungen besuchen. Dies gilt allerdings nur für Veranstaltungen ohne Alkohol-Ausschank. Für private Feiern plant der Senat eine Maximalgröße von 25 Personen.

Hamburg Triathlon, Marathon und Cyclassics fallen wahrscheinlich aus.

Coronavirus im Publikum: Hamburg Marathon, Triathlon und Cyclassics fallen aus

Damit können viele Veranstaltungen in Hamburg wieder stattfinden. Eine Art von Event hat es allerdings schwer: Sport. Der Hamburg Marathon, der ITU World Triathlon Hamburg und die Cyclassics Hamburg können wahrscheinlich nicht stattfinden. Darüber berichtete NDR 90,3 am Nachmittag. Das Problem bei den Sportveranstaltungen in Hamburg sind nicht die Sportler, diese sind registriert, mögliche Infektionswege können nachvollzogen werden.

Problematisch sind die vielen Sport-Fans im Publikum. In großen Mengen stehen sie am Straßenrand und schauen den Sportlern zu. Sollte es hier zu einer Corona-Infektion kommen, könne man das Infektionsgeschehen unmöglich nachvollziehen. Innensenator Andy Grote (SPD) kündigte im Gespräch mit dem NDR an, alles Mögliche zu tun. Es ist allerdings nicht wahrscheinlich, dass der Hamburger Marathon, der Triathlon oder die Cyclassics überhaupt stattfinden können.

Corona-Fälle in Hamburg, Deutschland und weltweit: 300 akute Corona-Infektionen in Hamburg

14:00 Uhr: Die Hamburger Gesundheitsbehörde informiert am Montag über neue Corona-Fälle in Hamburg. Aktuell sind 5.200 Fälle gemeldet worden, bei 4.900 davon geht man inzwischen von einer Heilung aus. Das Infektionsgeschehen in Hamburg befindet sich auf einem gleichbleibend niedrigem Niveau. Der Hamburger Senat wird am Dienstag weitere Lockerungen beschließen, die schob ab Mittwoch gelten.

Coronavirus-Infektion auf Demonstration: Experte warnt vor Superspreader - Glücksspiel Ansteckung

Update vom Samstag, 27. Juni 2020, 9:55 Uhr: Die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus-Sars-CoV-2 in Hamburg zeigen Wirkung. „Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person, auf die ich treffe, ansteckend ist, liegt statistisch im Bereich des Lottos mit vier richtigen Zahlen und Zusatzzahl“, rechnet Johannes Knobloch gegenüber der dpa vor. Er ist Mikrobiologe und Leiter der Krankenhaushygiene im Universitätsklinikum Eppendorf.

Das bedeutet, dass nur etwa einer von zehntausend Hamburgern mit dem Coronavirus-Sars-CoV-2 kämpfen muss. Seit Mitte Mai meldet die Hansestadt in der Regel nur eine einstellige Zahl an Neuinfektionen, wie 24hamburg.de im täglichen Coronavirus-Ticker schreibt. Weil das Virus aber nur vier bis fünf Tage übertragbar sei, dürfte aktuell nur etwa einer aus 20.000 Hamburgern ansteckend sein, wie Johannes Knobloch weiter analysiert. Das sind weniger als 100 Menschen in ganz Hamburg.

Proteste, Pop-up-Party, Cornern - Johannes Knobloch vom UKE rechnet vor, wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung mit dem Coronavirus ist. (24hamburg.de-Montage)

Aus diesen Gründen gäbe es auch auf einer Demonstration mit 14.000 Menschen keine besonders hohe Wahrscheinlichkeit sich anzustecken, so Knobloch gegenüber der dpa. Ein Problem würde erst dann entstehen, wenn ein Superspreader unter den Teilnehmern wäre. Also eine Person, die eine besonders hohe Zahl der Krankheitserreger in sich trägt. Johannes Knobloch stellt aber auch klar, dass er keinesfalls Entwarnung geben möchte: „Es ist weiter sinnvoll, solche Großveranstaltungen nicht stattfinden zu lassen.“

In Hamburg kam es am Freitag, 26. Juni 2020, zu einer Demonstration im Schanzenviertel*. Weil es schon in der Vorwoche zu riesigen Corner-Partys* gekommen war, verhängte die Polizei Hamburg* kurzerhand ein Alkoholverbot für die Gegend. Einerseits ging es darum, Szenen wie bei den Krawallen in Stuttgart zu vermeiden, andererseits aber auch darum, die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus-Sars-CoV-2 einzuhalten.

Coronavirus: Experte erwartet weitere Großereignisse wie bei Tönnies - Hamburg auf niedrigem Niveau

Ein weiteres großes Thema für Johannes Knobloch ist die Reisezeit. Schließlich haben am Freitag, 26. Juni 2020, in fünf Bundesländern die Sommerferien* begonnen. Wie die sich auf die Zahl der Neuinfektionen auswirken würden, könne Johannes Knobloch aber nicht seriös vorhersagen: „Ich vermute, dass wir in der Gesamtbewertung der Bundesrepublik und Hamburgs auf sehr niedrigem Niveau sein werden, aber nicht auf das Niveau null herunterfallen. Dann sind wir im Bereich des Zufalls.“ Lokal könnte es aber immer wieder zu dramatischen Ausbrüchen kommen: „Es könnte in Deutschland weitere Großereignisse wie bei Tönnies oder kleinere regionale Ausbrüche geben.“

Fünf Neuinfektionen in Hamburg – Senat prüft Corona-Regeln für Reisende aus Hotspot-Regionen

Freitag, 26. Juni 2020 – 13:00 Uhr: Die Hamburger Gesundheitsbehörde informiert über aktuelle Corona-Fälle in Hamburg. Dabei werden zu Freitag zehn „Altfälle“ aus der Statistik gelöscht. Sie wurden fehlerhaft klassifiziert. Dennoch wurden fünf Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Somit beläuft sich die Zahl aller gemeldeten gültigen Corona-Fälle in Hamburg auf 5.177 – davon geht die Gesundheitsbehörde bei 4.800 Fällen von einer Heilung aus. Gestorben sind in Hamburg am Coronavirus 229 Menschen, kein Toter kommt am Freitag dazu.

Hamburger Senat prüft Corona-Regeln für Reisende aus Hotspot-Regionen – Quarantäne und Tests

Freitag, 26. Juni 2020 – 8:00 Uhr: Der Hamburger Senat plant für den kommenden Dienstag einige Corona-Lockerungen. Dennoch müssen sich die Senatorinnen und Senatoren auch mit Verschärfungen einer Corona-Regel beschäftigen. Für Corona-Hotspots wie Gütersloh, wo sich in einem Tönnies-Schlachthof über 1.500 Menschen infizierten, könnte es bald Reise-Regeln geben.

Bald könnten harte Regeln für Corona-Reisende in Hamburg kommen. (24hamburg.de-Foto-Montage)

Fast alle nördlichen Bundesländer haben sich bereits dazu entschieden, Reisende aus Corona-Hotspots mit harten Regeln zu kontrollieren. Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen gehen strikt gegen mögliche Überträger aus anderen Bundesländern und EU-Staaten vor. Wer aus einer Risiko-Region mit vielen Infektionen kommt, muss in Quarantäne. Nun überlegt auch der Hamburger Senat, solche Regel einzuführen. Anlass dafür sind die vielen Infektionen mit dem Coronavirus in einem Tönnies-Schlachthof* im Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen. Der Münchner Merkur* berichtet über den Corona-Ausbruch.

Die konkreten Corona-Regeln in Hamburg werden noch bekannt gegeben. Möglich sei laut NDR-Berichten ein Beherbergungsverbot. Dann dürfen Hotels nur Gäste aus diesen Regionen aufnehmen, wenn diese einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können. Eine andere sehr wahrscheinliche Möglichkeit ist eine Corona-Quarantäne nach der Einreise. Ohne einen negativen Test dürfen die Reisenden dann ihren Wohnsitz oder ihre Unterkunft in Hamburg nicht verlassen.

Corona-Party von Andy Grote wird Thema beim Innenausschuss – über 9.000 Corona-Tote in Deutschland

Donnerstag, 25. Juni 2020 – 12:00 Uhr: Die Hamburger Gesundheitsbehörde meldet einen neuen Corona-Fall in Hamburg. Damit beläuft sich die Zahl aller gemeldeten Fälle auf 5.172, bei 4.900 davon geht man inzwischen von einer Heilung aus. Die Zahl aller Corona-Toten in Hamburg beläuft sich weiterhin auf 229.

Die Zahl der Corona-Toten in Deutschland erreicht am Donnerstag, 25. Juni 2020 den Wert von 9.003 – soviel Menschen sind seit Anbeginn der Pandemie in Deutschland am neuartigen Coronavirus gestorben. Die deutschen Zahlen liegen deutlich unter denen großer europäischer Nachbarn. In Frankreich und Spanien sind fast 30.000 Menschen verstorben, im Vereinigten Königreich knapp 45.000. Der internationale Höchstwert sind die Zahlen der Corona-Toten in den USA. 121.979 Menschen sind dort (Stand 25. Juni) am Coronavirus-CoVid-19 verstorben.

Andy Grote (SPD) muss sich wegen seiner Corona-Party rechtfertigen.

8:00 Uhr: Am Nachmittag wird der Innenausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft über Andy Grotes (SPD) Corona-Party am Wahlabend sprechen. Rund dreißig Menschen soll der Innensenator Grote nach seiner Wiederwahl in den Hamburger Senat in einer Bar in der Hafencity empfangen haben, berichtet der Norddeutsche Rundfunk (NDR). Die Opposition in Hamburg fordert den Rückzug des Senators.

Der hat bereits selbst gestanden, dass das Treffen ein Fehler gewesen sei. Allerdings habe man auf dem Empfang nicht gegen die Corona-Regeln verstoßen. Hamburgs erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte seinen Ärger über Grotes Corona-Party geäußert, will ihn aber nicht entlassen.

Hamburg Pride 2020 – CSD als Fahrrad-Demo im August

Mittwoch, 24. Juni – 12:45 Uhr: Der Christopher Street Day in Hamburg soll im August mit einigen Änderungen stattfinden. Der Veranstalter hat laut Angaben des NDR einen Antrag eingereicht, die bekannte Demo als Fahrrad-Umzug stattfinden zu lassen. Nun muss die Hamburger Versammlungsbehörde über die Pride-Parade entscheiden.

Am Samstag, 1. August 2020, soll der CSD 2020 unter dem Namen „Hamburg Pride 2020“ stattfinden. Der diesjährige CSD stellt zugleich den 40. Geburtstag der Hamburger Bewegung dar. Das Motto vom CSD 2020 in Hamburg ist: „Keep on Fighting. Together.“

Hamburg: Peter Tschentscher geht bei der Parade zum Christopher Street Day (CSD) 2018 mit.

Corona-Fälle in Hamburg, Deutschland und weltweit: Fast 9.000 Corona-Tote in Deutschland

12:00 Uhr: Der Hamburger Senat meldet am Mittwoch sieben Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Zehn falsch klassifizierte Altfälle aus dem Frühling wurden aus der Statistik entfernt. Die Zahl aller gemeldeten Infektionen beläuft sich auf 5.171, bei 4.800 geht man von einer Heilung aus. Gestorben sind am Coronavirus in Hamburg 229 Menschen.

Die Corona-Fälle in den Schlachthöfen von Clemens Tönnies in Nordrhein-Westfalen haben zu einem großen Lockdown in Gütersloh geführt. Auch in Schleswig-Holstein werden Schlachthof-Mitarbeiter getestet. Dort gibt es 23 positive Fälle. Geht von den umliegenden Tönnies-Schlachthöfen eine Corona-Gefahr für Hamburger Konsumenten aus?

Hamburg: Mit dem Fernbus durch Deutschland und Europa – Blablabus nimmt Betrieb wieder auf

10:00 Uhr: Hamburg – Der Flixbus-Konkurrent Blablabus fährt ab heute wieder in Deutschland. Hamburger können mit den Discount-Fernbussen unter anderem über Bremen und Osnabrück nach Düsseldorf oder nach Berlin und Dresden fahren. Ab dem 9. Juli werden wieder europaweite Fahren angeboten. Eine Fahrt nach Berlin kostet am heutigen Mittwoch weniger als 10 Euro.

Das Warten auf den Bus am Hamburger ZOB.

An Bord der Busse gelten Corona-Regeln. Nur jeder zweite Sitzplatz wird verkauft, damit die Passagiere sich nicht zu nahe kommen. Das Tragen von Mund- und Nasenschutz ist in den Bussen Pflicht. Blablabus informiert auf einer Website über aktuelle Corona-Regeln bei dem Fernbus-Betreiber.

Corona in Hamburg: Reeperbahn Festival findet im September statt – Maskenpflicht am Tresen

Reeperbahn-Festival-Veranstalter Alexander Schulz und Kultursenator Carsten Brosda (SPD) haben sich entschieden. (24hamburg.de-Foto-Montage)

Montag, 22. Juni – 14:00 Uhr: Hamburg – Das Reeperbahn Festival wird vom 16. bis 19. September in Hamburg stattfinden. Die Veranstalter informieren auf ihrer Website, wie sie „ein pandemiegerechtes Festival planen.“ Dabei sprechen sie von den großen Herausforderungen, vor die sie die Planung stellt. Gegen eine Absage des Festivals haben sie sich entschieden, weil das Reeperbahn Festival eine „existentielle Frage für Künstler*innen, Musikwirtschaftende sowie Spielstätten“ sei.

Wer jetzt schon ein Ticket für das Reeperbahn Festival 2020 hat, kann sich entscheiden, ob er in diesem oder im nächsten Jahr gehen möchte. Alle Informationen zu Tickets gibt es beim Veranstalter. Alle Veranstaltungen im großen Saal der Elbphilharmonie werden auf 2021 verschoben. Insgesamt sind rund 350 Konzerte, 30 Programmpunkte in „Arts, Word und Film“ sowie 100 Sessions geplant. Alle Events sind in einer Programmübersicht vom Reeperbahn Festival 2020 zusammengestellt.

Corona in Hamburg: Reeperbahn Festival 2020 wird unter strengen Corona-Auflagen stattfinden

Das Reeperbahn Festival soll als Testprojekt für weitere Kulturveranstaltungen herhalten. Man wolle „herausfinden, ob und in welcher Form Kulturveranstaltungen in den kommenden Monaten umgesetzt und gestaltet werden können.“ Dabei setzen die Veranstalter besonders auf das Verhalten der Besucher und informieren ausführlich über die notwendigen Corona-Regeln auf dem Reeperbahn Festival 2020:

  • Corona-Abstand: Der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen zwei Personen aus unterschiedlichen Haushalten muss eingehalten werden. Maximal erlaubt sind vier Gruppen von vier Personen aus maximal zwei Haushalten. Die dürfen dann doch zusammenstehen. Markierungen auf dem Gelände helfen beim Abstandhalten.
  • Maskenpflicht in Spielorten: Zwischen den Spielorten, wo kein Abstand eingehalten werden kann, gilt die Maskenpflicht. Beispielsweise in den Schlangen, vor den Toiletten, am Tresen oder beim Ticket Desk. Markierungen in den Spielorten zeigen an, wo auf die Maske verzichtet werden kann.
  • Es wird 2 Meter Abstand zwischen Publikum und Bühne geben.
  • Stühle könnten bei einigen Spielorten notwendig sein. Dort gilt dann eine Sitz-Pflicht.
  • Der Einlass für stark betrunkene Personen oder solche mit Krankheitssymptomen ist verboten. Ein Nacheinlass zu Spielorten wie er früher üblich war, ist nicht möglich.
  • In den Spielorten wird ein striktes Taschenverbot gelten, die Garderobe wird geschlossen sein.
  • Alle Spielorte werden nach jedem Programmpunkt geräumt und gereinigt.
  • Mit einer digitalen Lösung wird genau erfasst, welcher Besucher wann bei welchem Spielort war.

Corona-Sicherheit beim HVV: Busfahrer hinter Trennscheiben

11:20 Uhr: Busfahrer der HVV werden jetzt durch Trennscheiben von ihren Fahrgästen getrennt. Etwa zehn Prozent aller Busse haben bereits eine Scheibe eingebaut. 24hamburg.de berichtet über die Trennscheibe in HVV-Bussen.

Hamburgs Busfahrer bekommen eine Trennscheibe zwischen sich und den Fahrgastraum. (24hamburg.de-Foto-Montage)

Corona-Krawalle in ganz Deutschland – So riskant ist das „Cornern“ in Hamburg

8:00 Uhr: Am Wochenende kam es in diversen deutschen Städten zu Ausschreitungen. Besonders in der Innenstadt Stuttgarts gab es heftige Krawalle mit über 500 Personen.* Der Münchner Merkur berichtet. In Hamburg gab es zwar keine Krawalle, aber auch hier hielt sich kaum einer an die Corona-Regeln. 24hamburg.de berichtet über gefährliche Party-Meilen in Hamburg.

Corona-Fälle in Hamburg, Deutschland und weltweit: aktuelle Zahlen

Montag, 22. Juni – 10:30 Uhr: Der Hamburger Senat informiert zum Wochenbeginn über die aktuellen Corona-Fälle in der Hansestadt. Es gibt seit Sonntag keine weiteren gemeldeten Infektionen in Hamburg. Damit beläuft sich die Zahl aller gemeldeten Corona-Fälle weiterhin auf 5.169, wobei man bei 4.800 von einer Heilung ausgeht. Ebenfalls wurde kein weiterer Verstorbener gemeldet.

Festivals wie das Schlagermove (September) fallen offenbar dennoch aus. (24hamburg.de-Foto-Montage)

Hamburg: Verbot von Großveranstaltungen sorgt für Krise

Sonntag, 21. Juni – 14:00 Uhr: Die Hamburger Veranstaltungsbranche ist in einer Krise. Großveranstaltungen sind weiterhin bis Ende Oktober untersagt. Nun äußert sich der Geschäftsführer von Hamburg Tourismus zur aktuellen Situation. Michael Otremba sagte laut NDR, dass die Absage von Veranstaltungen wie den Harleys Days und dem Schlagermove auch für Hotels ein Problem sei. Nur für den Schlagermove kämen rund 300.000 Menschen nach Hamburg.

Corona in Hamburg: Sieben neue Corona-Fälle am Sonntag

11:23 Uhr: Der Hamburger Senat meldet auch am Sonntag einige neue Corona-Fälle in Hamburg. Seit Samstag sind sieben neue Fälle dazugekommen. Damit beläuft sich die Zahl aller gemeldeten Corona-Infektionen in Hamburg auf 5.169. Davon geht man bei rund 4.800 von einer Heilung aus. Kein weiterer Corona-Tote wurde seit Samstag gemeldet.

Im UKE läufts rund, bei den Hamburger Schaustellern nicht so sehr.

Hamburger Politik blockiert Schausteller – Erste Ergebnisse bei UKE-Kinderstudie

Samstag, 20. Juni – 6:30 Uhr: Hamburg – Bittere Neuigkeiten für Hamburgs Schausteller. Die Bezirksämter blockieren ihre Fahrgeschäfte in der Innenstadt. Lediglich Fressbuden sollen möglich sein, es gibt bereits Planungen für Standorte. Das Coronavirus-Sars-CoV-2 in Hamburg sorgt für wirtschaftliche Probleme. Gute News kommen aus dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)*: Bisher haben sich kaum Kinder in Hamburg mit dem Coronavirus angesteckt.

Corona in Hamburg: Nur Absagen für Hamburgs Schausteller – Kein Autoscooter an der Elbe

Hamburgs Schausteller kämpfen um ihre Existenz. Ob Fressbuden, Autoscooter oder Riesenrad, bisher ist die Situation in Hamburg schwierig. Die Bezirksämter sind von der Finanz- und Wirtschaftsbehörde dazu aufgefordert worden, nach Standorten für Fahrgeschäfte und Futter-Buden zu suchen. So soll die wirtschaftliche Existenz der Hamburger Schausteller gesichert und der Ausfall des Hamburger Doms* abgefangen werden.

Laut Berichten von NDR 90,3 am Samstagmorgen gibt es bisher vor allem Absagen. Das Bezirksamt Altona hat beispielsweise ein Riesenrad am Fischmarkt und ein Karussell in Ottensen abgelehnt. Die Begründung ist knallhart: Fahrgeschäfte werden weiterhin verboten, nur Fressbuden sind möglich. Sogar der Hamburger Fischmarkt kann eventuell wieder öffnen*.

Der Bezirk Mitte geht konstruktiv mit dem Dilemma um und hat bisher 23 Orte in der Stadt vorgeschlagen. Nach Angaben des NDR* wolle die Verwaltung dort „großzügig prüfen“. Weitere Anträge sind in Harburg (4) und in Eimsbüttel (8) eingegangen. Der Großteil bezieht sich auf Verpflegung. Es könnte also bald mehr Schmalzkuchen, Bratwurst und Fisch auf Hamburgs Straßen geben.

Corona-Fälle in Hamburg, Deutschland und weltweit

Der Hamburger Senat informiert am Samstag über neue Coronavirus-Infektionen. Seit Freitag sind drei weitere Corona-Fälle in Hamburg gemeldet worden. Die Zahl aller gemeldeten Infektionen beläuft sich nun auf 5.162. Bei rund 4.800 davon geht man inzwischen von einer Heilung aus.

Stationär versorgt werden inzwischen nur noch 22 Menschen. Davon 12 auf Intensivstationen in Hamburger Kliniken. Seit Freitag wurden keine Todesfälle gemeldet, der Hamburger Senat gibt die Zahl der Corona-Toten in Hamburg mit 229 an.

Corona in Hamburg: UKE-Kinderstudie – Katastrophe bei den Kleinsten abgewendet

Freitag, 19. Juni – 19:00 Uhr: Hamburg – Die Kinderstudie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zu Coronavirus-Infektionswegen bei Kindern und Jugendliche bringt erste Ergebnisse zutage. Ania Muntau, die Leiterin der Kinderklinik des UKE stellt die Ergebnisse laut Berichten des NDR am Freitagnachmittag vor. Eine „Katastrophe bei Kindern“ blieb aus, sagte Muntau. Bei nur 1,5 Prozent aller untersuchten Kinder konnte man eine Coronavirus-Infektion nachweisen. Bezogen auf den Coronavirus-Lockdown in Hamburg folgert Muntau, „dass die Lockdown-Maßnahmen für die Kinder und Jugendlichen erfolgreich waren.“

Die aktuellen Ergebnisse können noch keine Aussage darüber treffen, wie infektiös Kinder und Jugendliche sind. Die Ansteckungsgefahr von Kindern könne man erst nach einer zweiten Infektionswelle beantworten, da diese Daten bei der ersten nicht erhoben worden sein.

„SARS-CoV-2 ist ein Multiorganvirus“: Tobias Huber vom UKE leitet die Studie.

Die UKE-Kinderstudie* ist im April in Hamburg gestartet. Es ist die größte Studie über das Coronavirus in Hamburg. Die Wissenschaftler wollen rund 6.000 Kinder und Jugendliche testen und auf Antikörper gegen das Coronavirus untersuchen. Damit wollen die Mediziner herausfinden, wie das Coronavirus Kinder infiziert und wie junge Menschen das Virus verbreiten. An der Studie sind neben den Ärzten des UKE auch viele Kinderärzte beteiligt.

Corona in Hamburg: Eltern und Kinder protestieren auf dem Gänsemarkt

Am Freitag gab es auf dem Hamburger Gänsemarkt große Proteste von Eltern und ihren Kindern. 50 Demonstranten von der Elterninitiative „Familien in der Krise“ sind nach Angaben des NDR zusammengekommen, um eine bessere Planung von Kitas und Schulen für eine mögliche zweite Corona-Welle in Hamburg zu fordern.

Die Eltern der Initiative möchten gemein mit Erziehern, Lehrern und Politikern nach Lösungen suchen. Viele Eltern haben ihre Kinder zu dem Protest mitgebracht. Eine Demonstrantin fordert, dass im „Dialog und nicht von oben herab“ nach Verbindlichkeiten für die Zeit nach den Schulferien gesucht wird. Die Sommerferien in Hamburg beginnen am 25. Juni und enden am 5. August. Seit dem 18. Juni gilt der eingeschränkte Regelbetrieb an Hamburger Kitas.

Kindern und Eltern protestieren für besseren Corona-Unterricht in Hamburg.

Corona in Deutschland: Schlachthof-Skandal bei Schalke-Chef, kommt der NRW-Lockdown?

Der Corona-Skandal im Juni: Durch einen Corona-Ausbruch auf einem Schlachthof von Schalke-Chef Clemens Tönnies* wurden 803 (Stand: Freitag, 19. Juni) Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Darüber berichtet der Münchener Merkur. Das ganze Werk am Standort Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh ist unter Quarantäne. Das gilt auch für alle Mitarbeiter sowie die Menschen in ihrem Haushalt. Clemens Tönnies, Aufsichtsratsvorsitzende des Bundesliga-Klubs FC Schalke 04 ist in Arbeitsquarantäne. Er darf, wie viele seiner Mitarbeiter, nun zwischen Arbeit und Wohnung pendeln.

Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, schließt einen regionalen Lockdown wegen der Corona-Infektionen nicht aus. Noch könne man das Infektionsgeschehen lokal eingrenzen. Wenn das nicht mehr möglich ist „kann auch ein flächendeckender Lockdown in der Region notwendig werden“ sagte Laschet am Freitag. Er nennt den Fall Tönnies „das größte, bisher nie dagewesene Infektionsgeschehen in Nordrhein-Westfalen.“

Das NRW-Landeskabinett trifft sich am Sonntag, um über die Corona-Krise im Schlachthof zu beraten. Ein Problem ist die breite Verteilung der Tönnies-Mitarbeiter in NRW. Nicht nur im Kreis Gütersloh, sondern auch in Warendorf, Soest, Bielefeld, Hamm und anderen Orten leben die Mitarbeiter des Schalke-Schlachthofs. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld ermittel bereits wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Körperverletzung sowie wegen möglicher Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz. // Quelle: 24hamburg.de/Hamburg* 24hamburg.de und merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

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