Hamburg hält zusammen

Coronavirus: Italienerin näht Schutzmasken für Nachbarn und Freunde in Eimsbüttel

Gisella Pindinello aus Italien hält den selbstgenähten Mundschutz aus Stoff vor ihren Mund. Aus buntem Stoff und Gummischlaufen schneidert sie in ihrer Wohnung Schutzmasken und verschenkt ihre „Mascherinas“ (italienisch für „Masken“) an alle, die sich in der Corona-Krise vor einer Tröpfcheninfektion schützen wollen.
+
Gisella Pindinello mit selbstgemachtem Mundschutz

Schutzmasken sind in Zeiten der Corona-Krise heiß begehrt und vielerorts ausverkauft. Eine italienische Schneiderin in Hamburg-Eimsbüttel hilft aus.

Hamburg - Für ihre Nachbarn und Freunde in Hamburg-Eimsbüttel hat Gisella Pindinello (79) schon mehr als hundert Schutzmasken genäht. Die gelernte Schneiderin aus Racale, einer kleinen Gemeinde in Süditalien, ist seit rund drei Wochen im Dauereinsatz. Aus buntem Stoff und Gummischlaufen schneidert Pindinello in ihrer kleinen Eimsbüttler Wohnung Schutzmasken - und verschenkt ihre „Mascherinas“ (italienisch für „Masken“) an alle, die sich in der Coronavirus-Krise vor einer Tröpfcheninfektion schützen wollen.

Coronavirus in Hamburg: Mundschutz für die Nachbarn und Freunde in Eimsbüttel

„Ich habe gesehen, dass es keine Mascherinas in Italien mehr gibt. Dann dachte ich mir, ich kaufe mir ein bisschen Stoff und mache die selbst“, erzählt Pindinello. Die letzte Stofflieferung hat sie geschenkt bekommen, erzählt sie. In allen Größen und Motiven habe sie schon Mundschutze gegen das Coronavirus genäht - mit Einhörnern und Blümchen drauf, für Jung und Alt. Ihre Tochter, die normalerweise ein italienisches Restaurant im Haus betreibt, gibt die Masken weiter.

In der Werkstatt von Gisella Pindinello

Weil Pindinello selbst Diabetikerin ist, bleibt sie zurzeit in ihrer Wohnung in Hamburg-Eimsbüttel. „Jeden Tag mache ich mein Fenster auf und lasse die frische Luft und die Sonne rein“, sagt die Seniorin. Sie hoffe, dass die Leute in Deutschland sich an das Kontaktverbot halten. Es sei wichtig, dass jetzt alle Zuhause bleiben, damit die Situation nicht so schlimm werde wie in Italien.

dpa/lno

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare