Hamburg-Tonndorf

Coronavirus-Bluttat in der Deutschen Bahn (DB): Maskensünder streckt Kontrolleurin brutal nieder

  • Johanna Ristau
    vonJohanna Ristau
    schließen

Sie machte nur ihren Job und wurde dafür brutal zusammengeschlagen. Ein schwarzfahrender Maskensünder hat in einer Regionalbahn nach Ahrensburg eine Zugbegleiterin tätlich angegriffen. Der Täter ist noch auf der Flucht. 

  • Hamburg*-Tonndorf: Mann fährt ohne Maske mit der Regionalbahn nach Ahrensburg.
  • Er improvisiert seinen Mund-Nasen-Schutz mithilfe eines T-Shirts.
  • Als er sein Ticket zeigen soll, rastet er aus.

Hamburg – Diese Zugfahrt endet für eine Kontrolleurin in einem wahr gewordenem Albtraum: Am Samstag, 26. August 2020, ist sie in der Regionalbahn 21388 unterwegs in Richtung Ahrensburg, als es passiert: Gegen 23:20 Uhr weist sie einen Fahrgast zunächst freundlich darauf hin, dass er eine Atemschutzmaske tragen muss. Weil der Reisende keinen herkömmlichen Mund-Nasen-Schutz am Mann hat, wird die Kontrolleurin kreativ und schlägt ihm vor, sein T-Shirt als Maske umzufunktionieren.

Eisenbahnunternehmen:Deutsche Bahn
Kundenservice: 0180 6 996633
Vertrieb: 0180 6 101111
CEO: Richard Lutz (22. März 2017–)
Zentrale: Berlin
Umsatz: 42,7 Milliarden EUR (2017)

Der Mann begibt sich auf die Toilette, um sich sein Oberteil ums Gesicht zu wickeln. Mit seinem improvisierten Mund-Nasen-Schutz kommt er schließlich wieder heraus und setzt sich hin. Doch ganz aus dem Schneider ist er mit seiner T-Shirt-Maske noch nicht. Jetzt will die Zugbegleiterin auch noch seine Fahrkarte sehen. Weil er kein gültiges Ticket vorweisen kann, beschließt er kurzerhand an der Haltestelle Hamburg-Tonndorf das Weite zu suchen und springt aus dem Zug.

Bluttat in Hamburg-Tonndorf: Als die Kontrolleurin sein Ticket sehen wollte, schlug der Maskensünder eiskalt zu. (24hamburg.de-Montage)

DB-Haltestelle Hamburg-Tonndorf: schwarzfahrender Maskensünder schlägt Kontrolleurin blutig

Vom Gleis aus nimmt er die Treppe vom Bahnsteig hinunter, entscheidet sich dann plötzlich, wieder umzukehren und zurück in den noch haltenden Regionalzug zu steigen. Dann brennen ihm offenbar alle Sicherungen durch: Völlig unvermittelt schlägt er zu, trifft die hilflose Zugbegleiterin mitten ins Gesicht und flüchtet erneut. Die Kontrolleurin liegt schwer verletzt am Boden der Regionalbahn, trägt eine stark blutende Wunde von der Aktion davon. 24hamburg.de berichtet auch über den Corona-Tod des Kult-Bordells Pascha in Köln. Auch Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer* spricht in einem aktuellen Podcast über Gewaltverbrechen in Hamburg und die Wichtigkeit der Streifenpolizisten.

Bluttat in Hamburg-Tonndorf: Coronavirus-Maskensünder mit Taxi nach Ahrensburg geflüchtet?

Andere Fahrgäste alarmieren umgehend die Hamburger Polizei * und kümmern sich um die verletzte Frau bis die Beamten und Rettungskräfte am Tatort Bahnhof Hamburg-Tonndorf eintreffen. Der Schläger ist noch immer auf der Flucht. Möglicherweise hat er nach der Bluttat an jenem Abend ein Taxi in Richtung Ahrensburg genommen. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Wer sachdienliche Hinweise geben kann, die zur Ergreifung des Täters oder zur Aufklärung der Bluttat führen könnten, oder wer Angaben zu dem möglicherweise genutzten Taxi machen kann, wird gebeten, sich mit dem Ermittlungsdienst der Bundespolizei Hamburg unter der Rufnummer 040-6699505-600 in Kontakt zu setzen.

Coronavirus in Hamburg: Maskensündern in Linien der HVV oder der Deutschen Bahn (DB) droht dickes Bußgeld

Besonders dramatisch an diesem Vorfall: Die verletzte Kontrolleurin kam dem unberechenbaren Fahrgast mit ihrer Idee, das T-Shirt als Maske zu verwenden, entgegen. Streng genommen hätte sie ihn ein dickes Bußgeld zahlen lassen können. 24hamburg.de berichtet darüber, wie viel Euro Strafe Maskensündern im öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) wie der Deutschen Bahn (DB) oder dem Hamburger Verkehrsverband (HVV*) droht. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

Rubriklistenbild: © Jan-Philipp Strobel/dpa, Daniel Bockwoldt/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare