Bewohner waren nicht geimpft

Corona-Schock in Hamburger Altenheim: Fast alle Bewohner krank

  • Fabian Raddatz
    vonFabian Raddatz
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In Winterhude gab es einen der bisher schlimmsten Corona-Ausbrüche in einem Hamburger Altenheim: Fast alle Bewohner sind infiziert. Viele sind tot.

  • In einem Hamburger Altenheim kam es zu einem schlimmen Corona-Ausbruch.
  • Rund ein Drittel der Bewohner ist mit Corona infiziert. Zehn sind bereits an den Folgen der Covid-19-Erkrankung gestorben.
  • Die Ursachen für den heftigen Ausbruch sollen nun untersucht werden.

Hamburg – Schock im „Seniorenhaus Matthäus“ in Hamburg-Winterhude: In dem Altenheim an der Maria-Louisen-Straße kam es zu einem schlimmen Corona-Ausbruch. 88 der insgesamt 118 Bewohner der Einrichtung sind infiziert. Auch 26 der 96 Mitarbeiter wurden positiv auf Corona getestet. Zehn Bewohner der Pflegeeinrichtung sind an der Covid-19-Krankheit gestorben. Es ist einer der größten Corona-Ausbrüche in einem Hamburger Pflegeheim seit Beginn der Pandemie. Die Zahlen bestätigte auch die Hamburger Sozialbehörde.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)

Seit Weihnachten haben sich die Altenheim-Bewohner mit dem Corona-Erreger angesteckt, sagte Geschäftsführer-Assistent Jan Hell am Dienstag, 19. Januar 2021. Hell geht davon aus, dass in dem betroffenen „Seniorenhaus Matthäus“ in Hamburg-Winterhude mittlerweile das Schlimmste überstanden ist. So hätten bereits 29 Bewohner die Infektion überstanden und würden nun als genesen gelten. Zudem seien 21 der positiv getesteten Mitarbeiter wieder im Dienst.

Corona-Ausbruch im Hamburger Altenheim: Bewohner waren nicht geimpft

Hell: „Erfreulicherweise kann man sagen, dass beim letzten Test keine weiteren Infektionen dazu gekommen sind. Ich glaube, wir sind an dem Punkt, wo das fast überwunden ist.“ Besuche sind aufgrund der Corona-Infektionen in dem Altenheim derzeit nicht erlaubt. Wann das Hamburger Gesundheitsamt das Verbot wieder aufheben wird, war zunächst unklar. Hell ging davon aus, dass in etwa zwei Wochen wieder Besucher reingelassen werden können.

Das „Seniorenhaus Matthäus“ an der Maria-Louisen-Straße Hamburg-Winterhude: Hier kam es zu einem schlimmen Corona-Ausbruch. Das Altenheim ist für Besucher gesperrt. (24hamburg.de-Montage)

Wie das Corona-Virus in das Hamburger Altenheim gelangen konnte, das sei bislang noch unklar. Die erste Infektion war Hell zufolge am 25. Dezember festgestellt worden. Das Gesundheitsamt und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) seien gerade dabei, das zu erforschen. Geimpft sind die Bewohner des Seniorenhauses bislang nicht. In Häusern mit Ausbruchsgeschehen darf Hell zufolge nicht gegen Corona geimpft werden. „Ich denke aber, die Bewohner werden in Kürze auch einen Impftermin bekommen.“

Corona-Ausbruch im Hamburger Altenheim: 403 Tote im vergangenen Jahr

In der Stadt Hamburg haben Bewohner eines anderen Altenheims bereits die zweite Impfdosis erhalten. Die Hamburger Behörden vermeldeten am Dienstag, 19. Januar 2021, dass der Inzidenzwert weiter gesunken ist*. Doch mit Blick auf die neue, stark ansteckende Corona-Mutation, die mittlerweile auch in Hamburg Fuß gefasst hat, könnten die Zahlen bald wieder in die Höhe schnellen. Gegen eine mögliche Ausgangssperre, wie sie beim Corona-Gipfel zwischen Bund und Ländern besprochen wird, stemmt sich Hamburgs Bürgermeister Tschentscher.

Die Diakoniestiftung Alt-Hamburg betreibt elf Häuser mit etwa 1200 Bewohnern, die von 800 bis 900 Mitarbeitern betreut und gepflegt werden. Der Hamburger Sozialbehörde zufolge sind im vergangenen Jahr 403 Bewohner von Hamburger Altenheimen mit SARS-CoV-2 gestorben, 190 waren es allein im Dezember 2021. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Christian Charisius/dpa

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