So entgehen Sie den neuen Kosten

Gratis-Corona-Tests: Sozialbehörde geht gegen diese Hamburger Firma vor

  • Kevin Goonewardena
    VonKevin Goonewardena
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Trotz Regeländerung: Eine Hamburger Firma bietet weiterhin kostenlose Corona-Tests an. Nun schreitet die Sozialbehörde ein.

Update vom Mittwoch, 13.10.2021, 16.12 Uhr: Nachdem ein Unternehmen aus Hamburg mit kostenlosen Corona-Tests geworben hatte, obwohl diese nun offiziell kostenpflichtig sind, hat sich jetzt die Sozialbehörde der Hansestadt eingeschaltet. Wie der NDR berichtet, will sie verhindern, dass der Anbieter mit kostenlosen Tests gegen die neue Regelung verstößt.

Das Geschäftsmodell der Hamburger Firma ist simpel: Wer sich einen Selbsttest kauft, kann sich alleine zu Hause testen und dann beim Unternehmen ein Zertifikat für das Ergebnis erwerben. Laut NDR sehen sich die Initiatoren, darunter Jurist Dr. Can Ansay, im Recht. Schließlich sei nirgendwo vorgeschrieben, dass ein Arzt den Schnelltest direkt vor Ort überwachen müsse.

Hamburger Firma bietet Gratis-Corona-Schnelltests an: Sozialbehörde warnt

Die Sozialbehörde stellte nun klar, dass die Nachweise der Hamburger Firma nicht im Rahmen der 3G-Regel genutzt werden. Wer sich nicht ordnungsgemäß an einer Teststelle testen lässt und nicht geimpft oder genesen ist, hat somit zu Restaurants und Co. keinen Zutritt. Wer es trotzdem versucht, riskiert nach NDR-Informationen ein Bußgeld von 300 Euro.

Eine Hamburger Firma bietet Gratis-Corona-Schnelltests an. Doch nun warnt die Sozialbehörde. (Symbolbild)

Ganz legal: Hamburger Firma bietet weiterhin Gratis-Corona-Schnelltests online für alle

Erstmeldung vom Dienstag, 12.10.2021, 14.46 Uhr: Hamburg – Seit 11. Oktober 2021 ist die Zeit der kostenlosen Corona-Schnelltests Geschichte – nur noch ganz wenige Personen können sich weiterhin auf das Corona-Virus testen lassen, ohne dafür bezahlen zu müssen. Zum Beispiel die, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können. Doch ein Hamburger Arzt bietet die Möglichkeit sich gratis testen zu lassen weiterhin an – für jeden und ohne Ausnahme. Wie geht das? Und wo gibt es die Gratis-Corona-Tests?

StadtHamburg
Fläche755,2 km²
Bevölkerung1,841 Millionen
Erster BürgermeisterPeter Tschentscher

Gratis-Corona-Test: Hamburger Arzt entwickelt Online-Schnelltest: Schon 500 Anmeldungen an einem Tag

Der Hamburger Jurist Dr. Can Ansay sorgte in der Vergangenheit mit digitalen Krankschreibungen für Aufsehen*. Nun gelang Ansay der nächste Coup: Er entwickelte die Idee eines Online-Schnelltests und konnte alleine am Sonntag, 10. Oktober 2021, 500 Interessierte für seinen Service gewinnen. Gegen ein „verstaubtes Gesundheitsestablishment“ und Diskriminierung sei sein Einsatz anzusehen, sagte Cay der Hamburger Morgenpost. Ganz uneigennützig ist sein Engagement natürlich dennoch nicht: mithilfe der Gratis-Tests möchte Cay Kunden für seine kostenpflichtigen Angebote, zu denen auch die Krankschreibungen gehören, gewinnen.

Online-Schnelltest: Sind die Gratis-Corona-Tests legal und anerkannt?

Darüber, ob die per Videochat überwachten Selbsttests legal und anerkannt sind, gibt es wenig überraschend zwei Meinungen. Laut der Hamburger Corona-Schutzverordnung bekommt ein Test als Nachweis seine Gültigkeit, wenn dieser durch einen Arzt oder eine andere berechtigte Person überwacht werde. Dies sei eben auch bei dem von ihm und seinem Team über Videochat überwachten Selbsttest der Fall, argumentiert der Jurist und hat deswegen Rechtsmittel gegen den Ausschluss der Testergebnisse aus der Corona-Warn App eingelegt. Naturgemäß teilt die Hamburger Sozialbehörde diese Meinung nicht. Sie findet:

Ein Testbefund muss von einer Arztpraxis, einer Apotheke oder einem Labor ausgestellt sein

Sozialbehörde Hamburg gegenüber der Mopo.

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Bis jetzt gilt also: Den Test kann jeder und jede machen. In die Corona-Warn-App lässt sich das Ergebnis nicht laden. Und ob das Resultat anerkannt wird, liegt auch an den Stellen beziehungsweise Kontrollen, wo dieses vorgelegt wird. *24hamburg.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Frank Hoermann/Sven Simon/Imago

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