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Coronaausbruch unter ukrainischen Flüchtlingen in Hamburg: Das planen Helfer jetzt

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Von: Sebastian Peters

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Nach der Flucht vor dem Krieg in der Ukraine sind jetzt mehrere Geflüchtete in den Hamburger Messehallen an Corona erkrankt. Das Rote Kreuz plant jetzt Maßnahmen.

Hamburg – Erst vor wenigen Tagen hat der Hamburger Senat bekannt geben, dass in den Hamburger Messehallen eine notdürftige Flüchtlingsunterkunft erreicht werden soll. In einer Art „Eil-Einsatz“ hat das Deutsche Rote Kreuz diese Pläne umgesetzt. 24hamburg.de durfte die Aufbauarbeiten am Samstag, 5. März 2022, exklusiv begleiten. Bereits wenige Stunden später wurde die Notunterkunft schon in Betrieb genommen.

Hamburger Messehallen: Mehrere Geflüchtete positiv auf Corona getestet – das Deutsche Rote Kreuz dachte bereits zuvor an die Gefahr

Es vergingen keine 24 Stunden, da sind bereits die ersten Linienbusse mit ungefähr 460 geflüchteten Ukrainern, hauptsächlich Frauen und Kinder, in den Messehallen angekommen. Die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes nahmen die Geflohenen in Empfang und führten sie in die „Räumlichkeiten“. Nur wenige Stunden später traf bereits eine weitere „Sonderfahrt“ an den Messehallen ein. Wieder strömten hunderte Geflüchtete in die Notunterkunft.

Notunterkunft für Ukrainern in Hamburg
Das Deutsche Rote Kreuz hat bereits beim Aufbau der Notunterkunft an ein Impfangebot gedacht. © Sebastian Peters

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Selbst die Feldbetten, die nur für den Notfall bereitstanden, sollen bereits belegt sein! Am Mittwoch, 9. März 2022, sind die Kapazitäten der Notunterkunft in den Messehallen erreicht. Und jetzt auch noch das. Bei den routinemäßigen Covid-Testungen, die täglich durchgeführt werden, sind mehr als 20 Personen positiv auf den Covid-19-Virus getestet worden. Bei vielen Ukrainern ist der Corona-Impfstatus unklar. Nun wird diskutiert, ob den Geflüchteten ein Impfangebot gestellt wird.

Deutsches Rote Kreuz plante bereits bei der Errichtung der Notunterkunft an eine Impf-Aktion für Flüchtlinge

Somit könnte man den geflüchteten Personen noch in der Notunterkunft ein Impfangebot gegen den Covid-19-Virus anbieten. Ob und wie dieses Angebot aussehen wird, ist noch unklar. Der Plan eines Impfangebotes wurde bereits während des Errichten der Notunterkunft in Betracht gezogen und wird jetzt weiter diskutiert. Zusätzlich zu dem Coronaausbruch unter den geflohenen Ukrainern steht das Deutsche Rote Kreuz vor der nächsten Mammutaufgabe.

Unterkunft in Hamburg für Flüchtlinge
Als „notdürftige“ Lösung stehen in einer Halle noch Feldbetten bereit. © Sebastian Peters

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In den Folgetagen sollen weitere Geflüchtete in Hamburg ankommen und somit das bisherige Angebot der Notunterkünfte komplett ausreizen oder sogar überfordern. Bereits jetzt wurde die Kritik laut, dass in Hamburg es an der Organisation hakt. Um die Lage zu entspannen, können auch Privatmenschen Geflüchteten eine Unterkunft anbieten. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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