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Corona: Weihnachtsurlaub fällt aus! Diese Regeln gelten in Dänemark, Österreich, Niederlande

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Von: Kevin Goonewardena

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Die Omikron-Variante greift in Europa rasend schnell um sich, viele Länder haben deswegen ihre Corona-Regeln wieder verschärft. Ein Überblick über die Situation beliebter Reiseziele.

Hamburg – Die Weihnachtsfeiertage oder den Jahreswechsel im Kreis von Familie und Freunden verbringen und verreisen, das muss sich nicht ausschließen. Millionen Deutsche nutzten in den vergangenen Jahren die Tage zum Jahresausklang zum Verreisen. Manche zieht es in die Sonne, andere zum Silvester-Kurztipp nach Paris, Amsterdam oder London – zum Weihnachtsshopping nach New York oder zum Skifahren in die Berge. Und manch einer erfüllt sich gar den Traum, das neue Jahr „am anderen Ende der Welt“ zu begrüßen, dort, wo es am frühesten beginnt. Die Büros sind oft dicht, die Kinder haben Schulferien, die Kitas sind geschlossen. Doch seit Corona ist alles anders.

Wohin lässt sich noch vereisen, wohin nicht mehr und was gibt es bei Reisen zu beachten? 24hamburg.de hat einen Überblick über die wichtigsten europäischen Ziele zusammengestellt.

Name:Europa
Fläche:10,18 Millionen km²
Bevölkerung:rund 780 Millionen
Po9litische Organe:Länder-Regierungen, EU-Parlament, -rat und -Behörden

Urlaub in Zeiten von Corona: Die Basis-Vorgaben für den Weihnachtsurlaub 2021

Zu beachten gelten immer die gültigen Einreisebestimmungen der einzelnen Länder und die Bestimmungen Deutschlands für Reiserückkehrer. Diese entscheiden beispielsweise auch darüber, ob sich Reisende bei Ankunft im Ziel oder Herkunftsort in Quarantäne begeben müssen oder nicht und regeln, welche Anforderungen noch erfüllt werden müssen. Dazu gehört unter anderem auch die digitale Anmeldung der Einreise bei den Behörden.

Ein gültiges und anerkanntes Zertifikat über den Impfstatus sollte mitgeführt werden, sofern vorhanden. Auch FFP2-Masken sollten mitgeführt werden. In vielen Ländern herrscht in bestimmten Bereich wieder eine Maskenpflicht.

Weihnachtsurlaub in Dänemark: Corona-Regeln machen Reise schwierig

Im August hatte das skandinavische Land die Maskenpflicht abgeschafft, später die Corona-Regeln weites gehend aufgehoben*. Den Menschen in Deutschlands nördlichem Nachbarstaat war ein Leben wie vor der Corona-Pandemie wieder möglich. Auch trotz bald darauf steigender Inzidenz-Zahlen hielten die Politiker an ihrem Kurs fest, doch dann mussten die „Benefits des Freedom Days“, wie der Zeitpunkt, an dem ein Land Corona-frei ist, genannt wird, zurückgenommen werden. Wegen der sich rasant ausbreitenden Omikron-Variante hat die Regierung in Kopenhagen nun weitere verschärfte Maßnahmen angekündigt. Auch die Bundesregierung reagierte: Dänemark wurde von Deutschland als Hochrisikogebiet eingestuft.

Autos mit Dänemark-Flagge auf einer Autobahn an einer Grenze, im Vorgergrund ein Handy und ein Impfpass mit Corona-Impfzertifikat
Das Reisen nach Dänemark war einige Zeit wieder einfacher. Nun verschärft der skandinavische Nachbar Deutschlands wieder die Corona-Regeln. © Carsten Rehder/Zacharie Scheurer/dpa

Diese drastischen Corona-Regeln machen einen Dänemark-Urlaub zu Weihnachten jetzt schwierig: Wie der NDR berichtet, müssen Theater, Kinos, Zoos, Vergnügungsparks und Veranstaltungslokale schließen. Restaurants sollen nur noch bis 23:00 Uhr geöffnet haben, Alkohol nur bis 22:00 Uhr ausgeschenkt werden. Ein Mund-Nasen-Schutz muss wieder getragen werden, neben Geschäften, kulturellen und behördlichen Einrichtungen auch in Bus, Bahn und auf Fähren.

Das gilt für die Einreise nach Dänemark:

Für vollständig geimpfte Personen aus dem EU- beziehungsweise Schengenraum ist die Einreise ohne Corona-Test und Selbstisolation aktuell noch möglich. Ungeimpfte Personen und Personen aus anderen Ländern müssen sich vor oder nach Ankunft mit einem Schnell- oder PCR-Test testen lassen und 10 Tage in Isolation gehen.

Das gilt für Rückkehrer aus Dänemark:

Wer nicht geimpft oder genesen ist und aus Dänemark nach Deutschland einreist, muss für 10 Tage in Quarantäne und kann sich aus dieser frühestens nach 5 Tagen freitesten. Geimpfte oder Genesene müssen nach ihrer Ankunft in Deutschland binnen 24 Stunden entsprechende Nachweise online hochladen.

Weihnachtsurlaub in den Niederlanden: Nachbarland geht wieder in den Lockdown

Seit dem 19. Dezember gilt ein bis zum 14. Januar 2022 verhängter erneuter Lockdown in den Niederlanden. Geschäfte (mit Ausnahme von Supermärkten), Friseure, Restaurants, Kinos und andere kulturelle Einrichtungen sind davon unter anderem betroffen und müssen zunächst ab 17:00 Uhr schließen.

Das gilt für die Einreise in die Niederlande:

Es wird dringend von nicht notwendigen Reisen in die Niederlande abgeraten. „Reisende ab 12 Jahren aus Deutschland müssen entweder nachweislich geimpft oder genesen sein oder einen negativen PCR (nicht älter als 48 Stunden) oder Antigen-Test (nicht älter als 24 Stunden) vorweisen“, heißt es auf der Seite des Auswärtigen Amts. Für andere gilt die Test- und Quarantäne-Pflicht. Bürger von Nicht-EU-Staaten sind zurzeit mit einem Einreiseverbot in die Niederlande belegt.

Das gilt für Reise-Rückkehrer aus den Niederlanden:

Doppelt-Geimpfte oder genesene Reiserückkehrer sind von der Test- und Quarantänepflicht befreit. Für Nicht-Geimpfte gilt eine Quarantäne für 10 Tage, aus denen sich frühestens nach 5 Tagen heraus getestet werden kann.

Weihnachtsurlaub in Großbritannien und Irland: Herausforderung Virusvariantengebiet

Großbritannien gilt ab dem 20. Dezember zunächst für 14 Tage als Virusvariantengebiet. Londons Bürgermeister hat den Katastrophenfall für die 9-Millionen-Metropole ausgerufen, die Kliniken stehen vor dem Kollaps. Einen Lock- oder Teillockdown gibt es zurzeit noch nicht.

Das gilt für die Einreise:

Die Bestimmungen sind unterschiedlich und hängen wie überall vom Impfstatus, Herkunftsgebiet und anderen Faktoren ab. Sie unterscheiden sich aber auch im Detail noch einmal, beispielsweise müssen nicht- oder nicht-vollständig geimpfte Personen zwei PCR-Tests innerhalb eines bestimmten Zeitraumes vorlegen und zusätzlich in Quarantäne.

Das gilt für Rückkehrer:

Großbritannien und Irland sind nicht nur als Hochrisikogebiet, sondern auch als Virusvariantengebiet eingestuft worden. Das bedeutet, dass alle Reiserückkehrer über 12 Jahren einen negativen Corona-Test vorlegen müssen, sobald sie in Deutschland einreisen (ausgenommen Durchreisen). Und zwar unabhängig von ihrem Impfstatus. Alle Rückkehrer müssen sich unabhängig von Testergebnis und Impfstatus in eine 14-tägige-Quarantäne begeben, die nach 5 Tagen verkürzt werden kann.

Weihnachtsurlaub in Österreich: Skifahren nur für Geimpfte und Genesene

Skifahren oder Snowboarden in Österreich, das ist ohne Selbstisolation kaum mehr möglich. Denn: Wegen der Omikron-Variante haben auch die politisch Verantwortlichen der Alpenrepublik die Einreisebedingungen verschärft. Der erneut verhängte Lockdown, den Österreich als erstes europäisches Land während der vierten Welle ausgerufen hat, ist hingegen beendet.

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Der Winterurlaub dürfte aber auch 2021 nicht so viel Spaß machen, denn: „In der Gastronomie ist um 23 Uhr Sperrstunde (Ausnahme: Silvester). Nachtgastronomie und Après-Ski sind vorerst nicht möglich“, wie der österreichische Tourismusverband schreibt.

Skiorte in Salzburg, Tirol oder Vorarlberg zählen zu den liebsten Wintersportzielen vieler Deutscher.
Skiorte in Salzburg, Tirol oder Vorarlberg zählen zu den liebsten Winterreisezielen vieler Deutscher. Doch in Corona-Zeiten gibt es einiges zu beachten. © Eibner Europa/imago

Das gilt für die Einreise:

Um keine Quarantäne antreten zu müssen, müssen Einreisende vollständig geimpft oder genesen sein und zusätzlich entweder eine Booster-Impfung oder einen negativen PCR-Test vorweisen können. Das berichtet die FAZ. Ausnahmen gelten für Schwangere, Berufspendler oder etwa Kinder.

Das gilt für Rückkehrer: Grundsätzlich ist für Geimpfte und Genesene eine Rückkehr nach Deutschland ohne Test und Quarantäne möglich. Für Nichtgeimpfte ist ein Test und eine Quarantäne, die verkürzt werden kann, notwendig.

Der Weihnachtsurlaub wird also auch im Winter 2021 durch Corona deutlich erschwert. Auch, wenn Reisen grundsätzlich weiterhin möglich sind. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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