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So viele Geboosterte liegen derzeit im UKE Hamburg auf der Intensivstation

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Die Omikron-Welle rollt weiter über Hamburg hinweg. Doch wie ist die Lage derzeit auf der Intensivstation? Das Hamburger UKE über aktuelle Corona-Fälle und Verläufe.

Hamburg – Die Omikron-Welle hat die Hansestadt Hamburg weiter fest im Griff. Inzwischen liegt der Sieben-Tage-Inzidenzwert über 2000 – täglich meldet die Hamburger Gesundheitsbehörde mehrere tausend Neuinfektionen. Gut nur, dass die Krankenhaus-Zahlen nicht im selben Maße explodieren. So sind die Patientenzahlen in den Hamburger Krankenhäusern derzeit noch recht moderat. Am 27. Januar 2022 mussten zwar insgesamt 501 Menschen aufgrund des Coronavirus in einem Hamburger Krankenhaus behandelt werden, jedoch nur 65 intensivmedizinisch.

Stadt:Hamburg
Corona-Patienten im Krankenhaus (27. Januar 2022):501
Auf der Intensivstation (28. Januar 2022):78
Invasiv beatmet (28. Januar 2022):42

Ein Blick ins Hamburger UKE zeigt: Intensivpatienten mehrheitlich nicht geboostert

Laut inzwischen zahlreicher Studien soll die Omikron-Variante des Coronavirus zwar deutlich ansteckender sein als ihre Vorgänger, dafür aber mehrheitlich mildere Krankheitsverläufe auslösen. Zeigt sich dieses Bild auch auf den Intensivstationen in der Stadt? Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) hat sich zur Beantwortung dieser Frage mit Christoph Burdelski, Oberarzt im UKE, unterhalten.

Das Hamburger UKE und ein Bett auf einer Intensivstation.
Geboostert auf der Intensivstation: So ist die Lage im UKE in Hamburg. (24hamburg.de-Montage) © Chris Emil Janßen/Max Stein/imago

Er arbeitet im Zentrum für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Universitätsklinikums und meint: „Im Gegensatz zur Delta-Variante ist es jetzt momentan so, dass wir zunehmend Patienten haben, die nicht dieses klassische Bild einer Covid-Erkrankung zeigen, mit Lungenversagen und Pneumonie, sondern wir haben auch ein buntes Bild an anderen Erkrankungen“.

Wie Burdelski dem NDR mitteilte, liegen derzeit 20 Menschen aufgrund ihrer COVID-19-Erkrankung auf der Intensivstation im UKE. Nur zwei von ihnen seien geboostert, heißt es.

Viele Patienten wegen Corona im Krankenhaus – aber nur wenige auf der Intensivstation

Dass derzeit zwar viele Patienten wegen einer Coronavirus-Infektion in einem Krankenhaus behandelt werden müssen, aber nur wenige auf der Intensivstation, zeichne sich laut des Berichts auch im UKE ab. Derzeit behandelt das Universitätsklinikum etwa 50 Patienten aufgrund von COVID-19. In Hamburg mussten am 27. Januar 2022 nur 12,97 Prozent aller wegen Corona im Krankenhaus befindlichen Patienten intensivmedizinisch betreut werden.

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Die Patientenzahlen auf den Intensivstation sind in Anbetracht der förmlich explodierenden Fallzahlen noch recht moderat. Zum Vergleich: In der Corona-Welle im März vergangenen Jahres lag die Inzidenz stets unter 200, dennoch mussten zeitweise über 120 Patienten intensivmedizinisch betreut werden.

Impfung schützt mehrheitlich vor schweren Verläufen: Können die Corona-Regeln bald fallen?

Eine Auswertung von DIVI und RKI hatte kürzlich ergeben, dass rund zwei Drittel aller Patienten auf der Intensivstation ungeimpft sind. Daraus könne zwar nicht automatisch abgeleitet werden, dass Geimpfte gut vor einer schweren Erkrankung geschützt sind, doch deuten die aktuellen Fallzahlen im Krankenhaus und wissenschaftliche Erkenntnisse darauf hin. Dänemark lässt in Anbetracht dessen trotz recht vieler Fälle nun alle Maßnahmen fallen. Ist dies bald auch in Deutschland möglich?

Derzeit gelten in Hamburg noch strenge Corona-Regeln, eine Lockerung der Maßnahmen sei laut Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) derzeit noch nicht geboten. Allerdings machen bereits viele Experten und Virologen Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pandemie. So deutete Hamburgs Top-Virologe Jonas Schmidt-Chanasit entspanntere Zeiten in ein bis zwei Monaten an. Er sei guter Dinge, dass dann auch die Rückkehr in ein normales Leben bald wieder möglich sei, so der Virologe. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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