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„Kann Schleimhäute auflösen“: Warnung von Corona-Mittel Chlordioxid

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Seit Pandemiebeginn verzeichnet die Giftnotrufzentrale einen Anstieg der Notrufe wegen des vermeintlichen Corona-Heilmittels Chlordioxid. Experten warnen.

Göttingen – Die Zahl der Notrufe wegen Vergiftungen mit dem vermeintlichen Corona-Heilmittel Chlordioxid hat seit Pandemie-Beginn stark zugenommen. Gab es im Jahr 2019 sieben Notrufe, seien es im vergangenen Jahr 50 gewesen, berichtete der NDR am Mittwoch unter Berufung auf das Giftinformationszentrum Nord in Göttingen. Allein in diesem Jahr seien bereits 24 Notrufe im Zusammenhang mit Chlordioxid eingegangen. Das Giftinformationszentrum Nord erfasst Notrufe für Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein.

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Nach Chlordioxid Anwendung: Zahl der Notrufe seit Pandemiebeginn zugenommen

Die Giftnotruf App des Bundesinstiut fuer Risikobewertung wird auf einem Mobiltelefon angezeigt
Die Giftnotruf App des Bundesinstiut für Risikobewertung © Michael Gottschalk/IMAGO

Das als Desinfektionsmittel genutzte Chlordioxid gelte in der „Querdenker-Szene“ als vermeintliches Heilmittel gegen Krankheiten wie Krebs, Autismus oder Corona, hieß es in dem Bericht. In einigen Fällen gäben auch Eltern ihren Kindern die Substanz, hieß es. Davor warnte der Bremer Toxikologe Bernd Mühlbauer: „Chlordioxid ist eine toxische Substanz. Das kann Schleimhäute auflösen.“ Die Substanz habe im und am Körper nichts zu suchen. Er befürchte eine hohe Dunkelziffer, sagte Mühlbauer. (DPA)

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