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Corona? Uns egal! Hamburger Club ignoriert sämtliche Regeln, Polizei schließt Laden

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Von: Kevin Goonewardena

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Seit der Einführung des 2G-Models kontrolliert die Polizei wieder verstärkt die Einhaltung der Regeln. Das wurde einem Barmbeker Club nun zum Verhängnis.

Hamburg – Seit das 2G-Modell ausgeweitet wurde, wird auch in Hamburg wieder schärfer kontrolliert, ob die Regeln auch eingehalten werden. So wurden am ersten Wochenende nach Inkrafttreten der neuen Regeln, 400 Betriebe von Ordnungsamt und der Polizei kontrolliert, bei 58 von ihnen konnten Verstöße festgestellt werden, die zu der Einleitung von 71 Verfahren führten. Seit Mitte November gelten in Hamburg die neuen Regelungen. Dem Bridge-Club in Barmbek wurde das Nicht-Einhalten eben jener Regeln nun zum Verhängnis.

Name:Barmbek
Bezirk:Hamburg-Nord
Fläche:3,9 km²
Einwohnerzahl:42.149 (31. Dezember 2020)

Club-Schließung: Anrufer meldet Verstöße der Polizei

Ein Anwohner meldete der Polizei in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag telefonisch, dass bei dem Club, in dem vor allem Afrobeats- und Tropical Sound-Parties stattfinden, keine Einlasskontrollen stattfinden würden. Ob sich dieser an den Petz-Appell des Innensenators Andy Grote zu Herzen nahm? Dieser hatte Hamburger Bürger aufgerufen, Verstöße gegen Corona-Auflagen zu melden, sofern sie von diesen mitbekämen. Die Einsatzkräfte fuhren in Folge des Anrufs am Club vor – und stellten dann weitere Verstöße fest.

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Club-Schließung: Gäste ohne Impfausweise - mangelnde Kontaktnachverfolgung

Rund 600 Gäste trafen die anrückenden Beamten vor Ort in Barmbek an. Mehrere von ihnen hatten keinen Impfausweis dabei und konnten so ihren Impfstatus nicht nachweisen. Auch die Registrierung zur Kontaktnachverfolgung klappte nicht reibungslos, viele der Feiernden waren nicht eingeloggt. Um 02:40 Uhr schloss die Polizei aufgrund der zahlreichen Verstöße den Club schließlich.

Club-Schließung: Aggressive Gäste gehen auf Beamten los – Strafen und Verfahren eingeleitet

Die Polizei kontrolliert Gäste vor dem Bridge Club in Barmbek
Die Polizei kontrolliert Gäste vor dem Bridge Club in Barmbek im Zuge eines Einsatzes wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln. © Sebastian Peters

Das abrupte Ende der Feiernacht wollten nicht alle Gäste auf sich sitzen lassen. Die Stimmung sei aggressiv gewesen, Beamten beleidigt worden sein, so ein Sprecher der Polizei Hamburg und fügte an, dass das mittlerweile dazu gehöre. Von allen Gästen wurden in Folge der Verstöße die Personalien aufgenommen, nun werden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Mindestens 150 Euro Bußgeld wegen des Verstoßes gegen die Corona-Regeln droht jetzt den Gästen, dem Betreiber des Bridge Clubs droht gar eine Strafe von mehreren Tausend Euro. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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