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Corona Schnelltests: Welche Tests funktionieren, welche nicht?

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Falsche Ergebnisse bei Schnelltests sind keine Seltenheit. Was sollte man beim Kauf eines Antigen-Tests beachten? Welche Tests funktionieren, welche nicht?

Hamburg – Immer wieder hört man auch in Hamburg von falsch positiven oder negativen Schnelltests. Die Tests, die man im Supermarkt kaufen und zu Hause selbst durchführen kann, sind meist die erste Wahl. Genauer sind aber die Schnell- und PCR-Tests in Testzentren. Das sollten Sie beachten, wenn Sie einen Corona-Test zu Hause machen wollen.

Bestätigte Coronafälle in Hamburg233.888 (Stand 27. Januar)
Doppelt Geimpfte in Hamburg1.465.700 (Stand 26. Januar)
Patienten in klinischer Behandlung in Hamburg535 (Stand 26. Januar)
Corona-Tote in Hamburg2095 (Stand 26. Januar)

Seriöse Schnelltests: Diese Zeichen und Auszeichnungen müssen auf der Packung sein

Wer in Pandemie-Hamburg einen Schnelltest kaufen möchte, der wird mittlerweile in fast jedem Discounter, Lebensmittelgeschäft oder in der Drogerie fündig. Allerdings wird immer wieder berichtet, dass es zu falschen Ergebnissen kommen kann. Der Hersteller Genrui rief gerade erst eine Reihe Tests zurück, weil sie vermehrt falsch-positive Ergebnisse anzeigten.

Antigen-Schnelltest vor Ladenzeile und ratloser Mann im Geschäft vor Produktauswahl
Welche Schnelltests aus dem Supermarkt zeigen wirklich verlässliche Ergebnisse? (24hamburg.de-Montage) © IMAGO Images/Westend61 & IMAGO Images/Christian Offenberg

Beim Kauf eines Schnelltests sollte man deshalb auf jeden Fall darauf achten, dass der Anbieter seriös ist und dass der Test ein CE-Siegel mit einer vierstelligen Nummer hat. Damit erklärt der Hersteller, dass das Produkt den geltenden Anforderungen genügt und übernimmt die Verantwortung dafür, dass der Test den Vorschriften entspricht.

Wenn kein CE-Siegel vorhanden ist, sollte sich zumindest eine Sonderzulassung des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte auf dem Test befinden. Besonders bei Online-Käufen ist zur Vorsicht geraten.

Antigen-Schnelltests auf dem Prüfstand: Diese Tests erkennen auch eine niedrige Viruslast

Wer beim Kauf eines Schnelltests auf Nummer Sicher gehen will, der kann auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts nach besonders guten Tests schauen. Das deutsche Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel hat mittlerweile etwa 250 Antigen-Schnelltests geprüft. Davon ist allerdings auch eine hohe Zahl an Tests durchgefallen, weil sie nicht die nötige Sensitivität vorweisen konnte, um die Corona-Viren zu erkennen und ein positives Ergebnis anzuzeigen.

Laut Brisant wurden die Tests, die weniger als 75 Prozent Sensitivität erreichten, von der Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte gestrichen.

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Antigen-Schnelltests von Aldi, Lidl und Co: Wie verlässlich sind Supermarkt-Schnelltests?

Die gängigen Tests, die man bei DM, Rossmann, Aldi oder Lidl bekommen kann, erkennen Infektionen mit hoher Viruslast sehr gut. Infektionen ohne Symptome oder mit leichten Verläufen sind für die Discounter-Tests schwieriger festzustellen.

Die Tests von Hotgen, Boson und MP Biomedicals erkennen eine Infektion mit sehr hoher Viruslast zu 100 Prozent. Infektionen mit einer weniger hohen Viruslast werden nur zu gut 40 Prozent von den Antigen-Schnelltests aus dem Supermarkt erkannt.   

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Besonders gut schnitt der Test Green Spring SARS-CoV-2 Antigen Rapid Test Kit (Colloidal Gold) des chinesischen Herstellers Shenzhen Lvshiyuan Biotechnology ab. Er erkennt sehr hohe Viruslasten zu 100 Prozent und hat bei etwas niedrigeren Viruslasten noch immer eine Sensitivität von 96 Prozent. Das gleiche Resultat erzielten die Tests des französischen Herstellers Toda Pharma und des deutschen Herstellers Ulti Med Products.

Mein Schnelltest ist positiv – was muss ich jetzt tun?

Wenn der eigene Corona-Schnelltest positiv ist, sollte zur Sicherheit noch ein PCR-Test in einem Testzentrum gemacht werden. Ist auch dieser positiv, muss die Person sich umgehend und eigenständig in eine zehntägige Isolation begeben. Der Zeitraum der Isolation beginnt ab dem ersten Auftreten der Symptome. Bei Personen, die einen symptomfreien Verlauf haben, gilt der Tag des Abstrichs als Beginn der Isolation.

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Ab wann man nach einer Infektion nicht mehr ansteckend ist, kann laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nicht genau festgelegt werden. Man geht aber davon aus, dass Infizierte zum Beginn der Symptome am ansteckendsten sind und dass die Ansteckungsgefahr im Verlauf der Erkrankung abnimmt. Die Entscheidung, ob eine Person als genesen und nicht mehr ansteckend gilt, trifft das zuständige Gesundheitsamt. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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