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Corona-Regeln zu Weihnachten: So wird das Fest 2021 möglichst sicher

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Von: Yannick Hanke

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Das zweite Weihnachten im Rahmen der Corona-Pandemie steht vor der Tür. Es sollte einiges an Regeln beachtet werden, um ein Fest frei von Infektionen zu erleben.

Berlin – „Und, was wünschst du dir zu Weihnachten?“ – „Hauptsache, keine Corona-Infektion“. Ein fiktiver Dialog, der wahrscheinlich eines der sehnlichsten Verlangen der Bundesbürger ausdrückt. Schließlich ist das Infektionsgeschehen in ganz Deutschland weiterhin enorm hoch und Intensivstationen samt Personal gelangen an ihre Grenzen.

Nichtsdestotrotz bietet sich vor allem das Weihnachtsfest dafür an, ein paar Tage lang der Pandemie-Realität zu entfliehen. Vorausgesetzt, es wird einiges beachtet.

Feiertag:Weihnachten
Synonyme:Weihnacht, Christfest, Weihnachtsfest, Heiliger Christ
Bräuche:Weihnachtsbaum, Weihnachtsessen, Geschenke überreichen an Heiligabend (mancherorts am Morgen des ersten Weihnachtstages)
Tiere:Ochs und Esel

Corona-Regeln zu Weihnachten: Virusvarianten Delta und Omikron machen Covid-19-Maßnahmen notwendiger denn je

Nicht zuletzt die verschiedensten Mutanten vom Coronavirus, allen voran die Delta*- und die Omikron-Variante, lassen Vorsicht und präventives Handeln zum besten Ratgeber zur Weihnachtszeit werden. Deswegen zeigt 24hamburg.de, was zu Weihnachten grundsätzlich möglich ist und welche Vorkehrungen eigentlich für das gesellige Beisammensein getroffen werden müssen.

Corona-Regeln zu Weihnachten: Das gilt in Bezug auf Maskenpflicht und Kontakbeschränkungen unterm Baum
Diese Corona-Regeln gelten an Weihnachten für ein Fest ohne Ansteckung. © Bernd Weißbrod/dpa

Robert Koch-Institut (RKI) rät zu weiteren Anstrengungen gegen Pandemie – Corona-Regeln an Weihnachten mit Kontaktbeschränkungen

Obwohl zumindest ein leichter Rückgang der bundesweiten Corona-Neuinfektionen zu verzeichnen ist, rät das Robert Koch-Institut (RKI) weiterhin zu stärkeren Anstrengungen gegen die Pandemie. Schließlich würde die hohe Infektionsgefahr angesichts der großen Fallzahl weiterhin Bestand haben. Dadurch könnte ein vergleichsweise sorgenfreies Weihnachtsfest in Gefahr geraten.

„Nur durch eine Intensivierung der kontaktbeschränkenden Maßnahmen und rasche Erhöhung der Impfraten kann die Situation verbessert werden“, heißt es vom RKI. Ohne, dass konkrete Zahlen genannt werden, schließt sich die Politik wie beispielsweise in Niedersachsen mit der neuen Corona-Verordnung der Empfehlung vom RKI an.

Täglicher Corona-Test vor Weihnachten: Virologin empfiehlt auch vollständige Geimpften präventive Testungen – Niedersachsen denkt an Vereinfachung von 2G-Plus für Familienfeiern

Um beim Besuch der Verwandten zu Weihnachten kein großes Risiko eingehen zu müssen, empfiehlt es sich, vorher täglich einen Test durchführen zu lassen. Dazu rät beispielsweise die Virologin Daniela Huzly vom Uniklinikum Freiburg. Vor allem bei einer beginnenden Corona-Infektion würden diese Tests oftmals falsch-negativ sein. Derweil denkt Niedersachsen daran, 2G-Plus über Weihnachten für Familienfeiern zu erleichtern.

Doch gelte auch: „Am Tag danach sind sie dann mitunter positiv“. Bereits gegen das Coronavirus geimpfte Menschen sollten sich von dieser Empfehlung auch nicht ausnehmen. Schließlich ist die Viruslast bei ihnen, sobald eine Infektion erfolgt, auch hoch. Damit ist diese Personengruppe ähnlich infektiös wie Ungeimpfte, die sich anstecken. Doch sinkt die Viruslast bei Geimpften in der Regel wieder viel schneller als bei Ungeimpften.

Corona-Regeln an Weihnachten: Schnelltests, um Opa und Opa zu schützen – Kinder davon nicht ausgenommen

Weihnachten, das ist auch das Fest, an dem viele Menschen nach längerer Zeit ihre Großeltern wiedersehen. Auch mit Blick auf den Besuch bei Oma und Opa gibt es laut Virologin Daniela Huzly einiges an Corona-Regeln zu beachten. Denn ältere Menschen haben auch nach ihrer Booster-Impfung im Vergleich zu jüngeren Immungesunden einen nicht so optimalen Schutz vor einem schweren Corona-Krankheitsverlauf im Falle der Ansteckung.

Auch deswegen sei es auf jeden Fall ratsam, dass sich alle Personen, die im Rahmen von Weihnachten zusammenkommen, vorher präventiv testen lassen. Corona-Tests, welche Virologin Huzly selbst für die Kleinsten am reich gedeckten Gabentisch empfiehlt: für Kinder und Jugendliche, die aufgrund der verschärften Corona-Regeln in Schulen und Kitas eh schon wenig zu lachen haben.

Vorsicht bei Antigen-Schnelltests zu Weihnachten: Nicht immer komplett zuverlässig

Corona-Tests zu Weihnachten sollen vorerst das bestimmende Thema bleiben. Hier gilt es zu berücksichtigen, dass nicht alle Antigen-Schnelltests als zu 100 Prozent zuverlässig eingestuft werden können. Das hatte eine Untersuchung vom Paul-Ehrlich-Institut ergeben. Die einzelnen Tests würden sich in ihrer Zuverlässigkeit sehr unterscheiden.

Wie die dpa berichtet, hätten von den 122 geprüften Produkten 26 nicht die geforderte Sensitivität von 75 Prozent geboten. Gemeint ist hiermit die Fähigkeit, das Sars-CoV-2-Virus nachzuweisen. Positiv betrachtet: Viele der 96 Tests, die den Anforderungen gerecht wurden, finden sich vergleichsweise günstig im Sortiment von Discountern und Supermärkten, die für 2022 5D ankündigen*, wieder.

Corona-Regeln zu Weihnachten: Hygieneregeln beachten, Abstand halten, FFP2-Maske tragen, gut lüften

Aber auch grundsätzliche Corona-Regeln gelten ebenfalls zu Weihnachten 2021. Denn ein negativer Schnelltest allein sollte Betroffenen nicht in Sicherheit wiegen. Wem der Infektionsschutz und damit auch Freunde und Familie wichtig sind, hält sich beispielsweise an Abstandsregeln und die Maskenpflicht.

Zu den grundlegenden Hygieneregeln zählen aber auch das regelmäßiges Lüften von Schlaf- und Wohnräumen sowie das Husten in die Armbeuge. Übrigens alles Empfehlungen, die auch im Falle einer durch Corona verursachten Quarantäne befolgt werden sollten. In diesem Fall müssen sich Infizierte komplett von anderen Menschen absondern – und könnte am Weihnachtsfest nur digital, beispielsweise durch einen Videocall, teilnehmen.

Das Tragen der Schutzmaske sei laut Virologin Huzly vor allem für Menschen aus Risikogruppen ein sehr guter, zusätzlicher Schutz vor einer Corona-Infektion. Vor allem dann, wenn vulnerable Personengruppen eine gut sitzende FFP2-Maske tragen. Eine Studie von Forschenden am Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation hatte zumindest ergeben, dass die Gefahr hierdurch erheblich gesenkt wird.

Corona-Impfung vor Weihnachten: Laut RKI kann noch vor Heiligabend Schutz gegen Covid-19 aufgebaut werden

Wenig überraschend kommt die nächste Information: eine Impfung gegen das Coronavirus ist immer noch der beste Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf und minimiert schon das Infektionsrisiko gegen Covid-19 erheblich. In Zeiten, in denen bundesweit rund ein Drittel der Bundesbürger immer noch nicht geimpft ist und Politiker wie Alice Weidel (AfD) Corona-Lügen verbreiten, erscheint diese Erinnerung aber wichtiger denn je.

Laut RKI sei auch noch genug Zeit gegeben, um den Impfschutz nach der Spritze und vor dem Weihnachtsfest aufzubauen. „Personen mit hohem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf sollten unbedingt selbst geimpft sein und nur Kontakt zu Geimpften oder Genesenen mit negativem tagesaktuellem Testergebnis haben“, heißt es in dieser Hinsicht vom RKI.

Weihnachten bei Freunden und Verwandten: PCR-Test als probates Mittel – wenn Besuch nicht länger als einen Tag dauert

Noch einmal der Schwenk zurück zu Corona-Tests vor dem Weihnachtsfest. Oftmals wird auf Antigen-Schnelltests gesetzt. Scheiden die deutlich sensibleren PCR-Tests* damit kategorisch aus? Je nach Anbieter werden hierfür zwischen 40 und mehr als 100 Euro verlangt.

Virologin Daniela Huzly weiß auch hierzu ihre Einschätzung abzugeben. Wer zu Weihnachten für einen Tag lang eine Person aus einer Risikogruppe besucht, könne gut auf einen PCR-Test zurückgreifen. Wird jedoch länger als 24 Stunden bei der Person verweilt, wie beim traditionellen Weihnachtsessen ja manchmal üblich, ist auch das Ergebnis des PCR-Tests nicht mehr zuverlässig.

Quarantäne vor Weihnachten: Schutz durch Selbstisolation – mit schulpflichtigen Kindern jedoch nur schwer umsetzbar

Die vermeintlich letzte Option: sich mindestens eine Woche vor Weihnachten selbst zu isolieren. Menschen mit schulpflichtigen Kindern stoßen bei diesem Vorhaben natürlich an ihre Grenzen. Schließlich beginnen die Weihnachtsferien in vielen Bundesländern erst am 23. Dezember und damit nur einen Tag vor Heiligabend. Auch der Gottesdienst an Weihnachten wäre damit zu meiden. Stage hat bereits in Hamburg die Musicals zu Weihnachten abgesagt.

Oder werden die Weihnachtsferien 2021 in Form einer Weihnachtsruhe inklusive Warnstufe 3 in Niedersachsen womöglich? Für viele Schulpflichtige wäre dies mit Sicherheit das erste Geschenk vor der großen Bescherung. * kreiszeitung.de, 24hamburg.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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