Nach massiver Kritik

Corona-Regeln: Merkel knickt ein und stoppt die Osterruhe!

  • Jan Knötzsch
    VonJan Knötzsch
    schließen
  • Jens Kiffmeier
    Jens Kiffmeier
    schließen

Großes Hin und Her: Die geplante Osterruhe findet jetzt doch nicht statt. Kanzlerin Merkel kippte die Beschlüsse kurzfristig wieder. Die Kritik war zu groß.

Update von Mittwoch, 24. März 2021, 11:59 Uhr: Hamburg – Hammer-Entscheidung in Berlin: Nach massiver Kritik an den jüngsten Beschlüssen des Corona-Gipfels von Bund und Ländern hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die geplante Ruhepause und die damit einhergehenden Corona-Regeln offenbar wieder gestoppt. Das teilte die Regierungschefin den Ministerpräsidenten in einer kurzfristig einberufenen Videoschalte mit, wie die Deutsche Presseagentur unter Berufung auf Teilnehmerkreise berichtet.

Macht eine Rolle rückwärts: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Corona-Lockdown-Beschlüsse zurückgenommen. (24hamburg.de-Montage)

Die Länderchefs hatten erst am Montag in einer zwölfstündigen Marathonsitzung die Osterruhe beschlossen. Um die steigenden Corona-Infektionszahlen besser in den Griff zu bekommen, sollte das öffentliche Alltagsleben vom 1. bis zum 5. April 2021 nahezu vollständig zum Erliegen gebracht werden. Dafür sollten der Gründonnerstag und der Karsamstag zu einem Ruhetag deklariert werden. Hamburg setzte die Beschlüsse umgehend in einer Verordnung um.

Bei der konkreten Umsetzung tauchten aber viele Probleme auf. Ungeklärt war vor allem die Frage, ob Arbeitnehmer frei bekommen und wer für die Kosten des zusätzlichen Urlaubs aufkommen sollte. Kritik entzündete sich auch an der Tatsache, dass Supermärkte nur am Samstag öffnen sollten. Viele Kritiker befürchteten Panikkäufe und Massenandrang. Merkel kam deshalb nun zu dem Schluss, dass Aufwand und Nutzen der Maßnahme in keinem Verhältnis stünde.

Corona-Regeln: Bund und Länder verhängen Ruhepause an Ostern

Update von Dienstag, 23. März 2021, 16:53 Uhr: Hamburg – Lockdown statt Lockerung: Angesichts des angestiegenen Infektiongeschehens in Deutschland haben Bund und Länder den Lockdown erneut verlängert. Bis zum 18. April bleiben die bisherigen Corona-Regeln bestehen, wie die Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beim Corona-Gipfel vereinbarten. In Hamburg hält der Senat deswegen an seinem strikten Kurs fest. Darüber hinaus soll das gesellschaftliche Leben an den Osterfeiertagen fast komplett zum Stillstand gebracht werden. Was das für die Hansestadt bedeutet und welche Regeln für Urlauber und Arbeitnehmer konkret über Ostern gelten, erfahren Sie hier in unserem neuen Überblick.

Update von Freitag, 19. März 2021, 18:20 Uhr: Hamburg – Nach Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen gibt auch Hamburg seine Zurückhaltung beim Astrazeneca-Impfstoff auf. Ab Montag werde das Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers wieder eingesetzt, erklärte Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard. Nachdem die Europäische Arzneimittelbehörde und das Bundesgesundheitsministerium nach dem Aussetzen der Impfungen wieder grünes Licht gegeben hat, sei es gut, den Wirkstoff wieder einsetzen zu können. Was Leonhard zu den Thrombose-Nebenwirkungen sagt, lesen sie hier.

Update von Freitag, 19. März 2021, 9:10 Uhr: Hamburg – Gestern hatte die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) den Impfstoff AstraZeneca als „sicher und wirksam“ eingestuft. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärte bereits am Abend, dass ab heute wieder Impfungen mit dem Wirkstoff möglich seien. Die Bundesländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern kündigten daraufhin an, die AstraZeneca-Impfungen ohne weitere Verzögerungen wieder aufzunehmen. Wie nordbuzz.de* berichtet, drückt auch Bremen auf den Corona-Impf-Turbo. Währenddessen will der Hamburger Senat die unabhängige Einschätzung der Ständigen Impfkommission abwarten, um dann weitere Schritte gegen das befürchtete Impf- und Termin-Chaos in Hamburg einzuleiten. Nach den steigenden Inzidenzwerten der vergangenen Tage und dem heutigen Beschluss die Corona-Lockdown-Notbremse zu ziehen, ist das eine Nachricht, die neben den kostenlosen Corona-Schnelltests Hoffnung macht.

Thrombose bei AstraZeneca-Impfstoff: Greifswalder Forscher finden Ursache für Blutgerinnsel und Behandlungsmethode

Update von Freitag, 19. März 2021, 8:46 Uhr: Hamburg – Greifswalder Forscherteam enthüllt Grund für Hirnthrombosen nach Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff. Hierbei handelt es sich um eine Gerinnung von Blutplättchen im Gehirn, die bei einigen Patienten zu einer Bildung von Blutgerinnseln führen kann. Dieser Prozess tritt im Normalfall nur bei einer Wundheilung ein, wenn eine Wunde sich verschließt. Durch die genaue Identifizierung des Mechanismus, die für die Forscher dank der engen Zusammenarbeit mit dem Paul-Ehrlich-Institut und Ärzten aus Österreich überhaupt erst möglich war, konnte auch eine gezielte Behandlungsmöglichkeit entwickelt werden.

Update von Donnerstag, 4. März 2021, 16:46 Uhr: Hamburg – Einen Tag nach dem Corona-Gipfel arbeitet der Hamburger Senat an der konkreten Umsetzung der Gipfel-Beschlüsse. Trotz eines weiterhin hohen Infektionsgeschehens in der Stadt plant Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) die ersten Öffnungsschritte im bestehenden Lockdown. Dabei werde man sich „eins zu eins“ an dem fünfstufigen Lockerungsplan halten, versicherte er am Donnerstag. Alle Entwicklungen und Informationen zu den geplanten Öffnungen der einzelnen Branchen erhalten Sie in unserem neuen Überblick.

Corona-Gipfel: Lockdown wird mit Ausnahmen bis zum 28. März verlängert

Update von Mittwoch, 3. März 2021, 20:16 Uhr: Hamburg – Der Lockdown geht erneut in die Verlängerung. Das beschlossen die Ministerpräsidenten der Länder in einer Videoschalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), wie es aus Verhandlungskreisen berichtet wird. Demnach sollen die Corona-Regeln grundsätzlich bis zum 28. März weitergelten. Ob es in einigen Bereichen Lockerungen von den bestehenden Maßnahmen gibt, darüber wurde am Abend noch gestritten. Alle aktuellen Entwicklungen finden Sie in unserem Live-Ticker zum Corona-Gipfel.

Corona-Lockdown: Diese Regeln gelten aktuell in Hamburg

Update von Montag, 1. März 2021, 12:49 Uhr: Hamburg – Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat die erneute Verschärfung der Maskenpflicht gegen Kritik verteidigt. Angesichts einer steigenden Pandemie-Müdigkeit sei dem Senat „leider“ keine andere Möglichkeit geblieben, sagte die SPD-Politikerin in einem Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“. Bei der neuen Maßnahme handele es sich lediglich um eine zeitlich und örtliche Einschränkung, betonte Leonhard.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Vorwahl:040
Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)

In Hamburg waren die Infektionszahlen zuletzt wieder gestiegen. Deshalb hatte der Hamburger Senat entschieden, die Maskenpflicht am Wochenende in der Zeit von 10 bis 18 Uhr an besonders belebten Plätzen in der Stadt zu verschärfen. So müssen Spaziergänger oder Jogger beispielsweise an der Alster oder der Elbe eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann. Das betrifft neuerdings auch Eltern auf Spielplätzen und Jogger.

Neue Maskenpflicht: Hamburg verschärft Regeln für Jogger und Eltern

Corona-Lockdown in Hamburg: Die Regeln wurden jetzt noch einmal verschärft. (24hamburg.de-Montage)

Die übrigen Regelungen bleiben von der neuen Maßnahme unberührt. Die Pflichten und Gebote zu Kontaktbeschränkungen, Kitas und Schulen bleiben bis mindestens zum 7. März bestehen. Denn so lange gilt der aktuelle Lockdown. Hier der Überblick, was aktuell in der Hansestadt Hamburg zu beachten ist:

  • Persönliche Kontakte und Reisen sind nach Möglichkeit zu vermeiden.
  • Die grundsätzlichen Kontaktbeschränkungen bleiben bestehen. Treffen mit maximal 1 Haushalt und 1 weiteren Person erlaubt.
  • Maskenpflicht muss weiter eingehalten werden. Sie gilt grundsätzlich in der Öffentlichkeit überall da, wo der Mindestabstand schwer wird. In Bussen, Bahnen, Krankenhäusern und Pflegeheimen sowie beim Einkaufen gilt fortan eine Pflicht zum Tragen medizinischer Schutzmasken nach FFP2- oder OP-Standard. Ein Halstuch, ein Schal oder eine Stoffmaske reicht nicht aus. In Hamburg muss darüber hinaus neuerdings auch an belebten Orten wie Alster oder Elbe eine Maske getragen werden.
  • Mindestabstand von 1,5 Meter zu allen anderen Menschen ist einzuhalten – auch Zuhause, im Freien und auf öffentlichen Plätzen. Ausnahme: Personen des eigenen Haushalts.
  • Homeoffice soll genutzt werden. Der Bund hat eine Verordnung erlassen, wonach Arbeitgeber – sofern es der Job zulässt – seine Beschäftigten daheim arbeiten lassen müssen.
  • Spielplätze sind geöffnet, aber es gelten die Kontaktregeln. Die Kinder dürfen miteinander spielen, aber die Erwachsenen müssen eine medizinische Schutzmaske tragen.
  • Anwesenheitspflicht an Schulen bleibt bis zum 15. März ausgesetzt. Eine Notbetreuung wird aufrechterhalten, ebenso wie ein Distanzunterricht. Danach starten die Grundschulklassen und die Abschlussklassen in einem Wechselunterricht-Modell wieder in den Schulalltag.
  • In den Kitas gilt eine erweiterte Notbetreuung. Diese ist auf dringende Fälle begrenzt. Dazu zählen Berufstätigkeiten der Eltern in wichtigen Bereichen oder individuelle Notfälle. Ob der Regelbetrieb parallel zu den Schulen wieder eingeführt wird, ist derzeit noch offen.
  • Teilweise Besuchsverbote in Krankenhäusern insbesondere für Menschen mit Symptomen. Testpflicht für Besucher in Alten- und Pflegeheimen wird ausgeweitet.
  • Friseure dürfen ab dem 1. März unter Einhaltung von strengen Hygienekonzepten wieder öffnen.

Über das weitere Vorgehen in der Lockdown-Situation wollen die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am kommenden Mittwoch, 3. März 2021, bei einem erneuten Corona-Gipfel beraten. Im Fokus steht dabei die Frage, ob es Lockerungen im Lockdown geben kann. Einige Bundesländer sind bereits vorgeprescht und haben Baumärkte, Gartencenter und Wildparks wieder geöffnet.

Der Hamburger Senat zeigte sich bislang aber eher zurückhaltend. Ausnahmen hat er bislang nur für Friseure, die seit dem 1. März wieder geöffnet haben dürfen, und für Schulen, die ab 15. März wieder teilweise in einen Regelbetrieb zurückkehren sollen, genehmigt. Nach wie vor seien die Zahlen zu hoch, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) unlängst. Man müsse weiterhin sehr vorsichtig sein und dürfe das Erreichte nicht voreilig verspielen.

Corona-Regeln für Hamburg

Update vom 09. Januar 2021, 11.12 Uhr: Hamburg ‒ Seit Freitag, 8. Januar 2021 gilt eine Verschärfung der Corona-Regeln in Hamburg. Außerdem wird der Lockdown nicht wie ursprünglich angekündigt am 10. Januar 2021 aufgehoben. Diese Regeln gelten jetzt:

  • Persönliche Kontakte sind zwingend zu vermeiden.
  • Treffen mit maximal 1 Haushalt und 1 weiteren Person erlaubt. Es gibt Ausnahmen für kompliziertere Sorgerechts-Fälle und Notfallbetreuung.
  • Mindestabstand von 1,5 Meter zu allen anderen Menschen ist einzuhalten ‒ auch Zuhause, im Freien und auf öffentlichen Plätzen. Ausnahme: Personen des eigenen Haushalts.
  • Home-Office soll ermöglicht werden wo praktikabel.
  • Spielplätze sind geöffnet, aber es gelten die Kontaktregeln. Die Kinder dürfen miteinander spielen, aber die Erwachsenen dann nicht zusammenstehen.
  • Maskenpflicht in der Öffentlichkeit überall da, wo der Mindestabstand schwer wird sowie in Bussen, Bahnen, Krankenhäusern, Pflegeheimen, im Gottesdienst, bei beruflich bedingten Veranstaltungen und in der Schule.
  • Kitas sind nur von 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr geöffnet. Eltern sollen, wenn möglich, Kinder nicht in die Kita bringen.
  • Anwesenheitspflicht an Schulen bis 31. Januar 2021 aufgehoben.
  • Uni findet weiter im Hybridunterricht statt.
  • Jugendhilfe ist möglich unter Hygienevorschriften.
  • Ausbildung und Fortbildungen darf stattfinden, dazu zählen auch Integrationskurse, Sprachkurse und Erstorientierungskurse.
  • Teilweise Besuchsverbote in Krankenhäusern insbesondere für Menschen mit Symptomen.
  • Testpflicht für Besucher in Alten- und Pflegeheimen.
  • Regeln für Einzelhandel, Handwerker, Prostitution, Gastronomie, körpernahe Dienstleistungen sowie Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit bleiben wie bisher.

Coronavirus-Regeln in Hamburg: Was im Lockdown 2021 zu beachten ist

Update vom 01. Januar 2021, 11.38 Uhr: Hamburg ‒ Die zum 16. Dezember beschlossenen strengen Bestimmungen gelten nach den Feiertagen auch im Jahr 2021 in Hamburg. An diese Corona-Regeln muss man sich jetzt halten:

  • Jegliche nicht notwendige private Treffen vermeiden.
  • Kontakte reduzieren.
  • Treffen nur mit maximal fünf Personen aus bis zu zwei Haushalten. Kinder unter 14 Jahren nicht mitgezählt.
  • Verzehr von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raum ist weiterhin untersagt.
  • Restaurant und Gaststätten bleiben geschlossen. Bestellung und Abholung ist unter Einhaltung der Abstandsregelung erlaubt.
  • Gottesdienste und ähnliche Zusammenkünfte sind erlaubt ‒ mit Maske und Singverbot.
  • Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen fünf Tage in Quarantäne und das Gesundheitsamt informieren. Es gibt Ausnahmen.
  • Es gilt die Maskenpflicht an Bussen, Taxen, Supermärkten, Wochenmärkten auf vollen Straßen und Plätzen, in öffentlichen Gebäuden, in Krankenhäusern, Pflegeheimen und bei Veranstaltungen an öffentlichen Orten, in Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen, in Arbeits-, Dienst- sowie Betriebstätten.
  • Auch in Schulen und auf dem Schulgelände gilt die Maskenpflicht.
  • An festen Sitzplätzen darf die Maske abgenommen werden.
  • Masken sind stets über Mund und Nase zu tragen. Gesichtsvisiere zählen nicht.
  • Kitas haben geöffnet.
  • Die Uni findet im Hybridunterricht statt.
  • Jugendhilfe ist weiterhin möglich.
  • Ausbildung und Fortbildungen finden statt, dazu zählen auch Integrationskurse, Sprachkurse und Erstorientierungskurse.
  • Einzelhandel: Nur Geschäfte des täglichen Bedarfs haben geöffnet: Drogerien, Apotheken, Reformhäuser, Abhol- und Lieferservices, Getränkemärkte, Tankstellen, Waschsalons und Reinigungen, Tierbedarf, Kioske.
  • Alle anderen dürfen Click & Collect anbieten.
  • Prostitution ist derzeit nicht erlaubt.
  • Handwerker dürfen kommen.

Corona-Regeln in Hamburg: Das gilt noch nach dem 2. Weihnachtstag

Update vom 26. Dezember 2020, 09.53 Uhr: Hamburg ‒ Auch am 2. Weihnachtstag gelten noch die vom Senat beschlossenen Sonderregelungen. Zusammenkünfte im Familienkreis sind also weiterhin möglich. Danach geht es wieder in die alten Bestimmungen zurück. Für die Zeit zwischen den Jahren, also vom 27. bis zum 31. Dezember gilt private Zusammenkünfte dürfen nur mit dem eigenen und maximal einem weiteren Hausstand stattfinden. Die Maximal-Personenzahl ist laut der aktuellen Coronavirus-Regeln des Hamburger-Senats auf 5 beschränkt. Dies gilt auch für Silvester und Neujahr. Einzelhandel und Gastronomie bleiben weiterhin bis zum 10. Januar 2021 geschlossen.

Corona in Hamburg: Weihnachten – welche Regeln jetzt gelten

Hamburg – Nach dem „Lockdown light“ ist vor dem harten Lockdown: Nach dem Corona-Gipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Bundesländer am 12. und 13. Dezember steht fest, dass ab dem 16. Dezember das alltägliche Leben in Deutschland, ähnlich wie schon beim ersten Lockdown im Frühjahr, nahezu zum Erliegen kommen wird.

Nur noch am 14. und 15. Dezember ist es beispielsweise möglich, im Einzelhandel Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Danach gibt es auch hier weitere Einschränkungen. Doch wie sieht‘s eigentlich zu Weihnachten in der Hansestadt Hamburg* genau aus: Was darf man in der Corona-Zeit nun noch? Was nicht?

Corona an Weihnachten in Hamburg: Sonderregelung für das Familienfest

Ein gemeinsam geschmückter Christbaum und die Gemeinsamkeit an der reich gedeckten Tafel, sind das, was das Weihnachtsfest traditionell ausmacht. Dafür hat auch Peter Tschentscher, Hamburgs Erster Bürgermeister im harten Lockdown in Hamburg eine Ausnahme* gemacht. Dennoch gelten für das Weihnachtsfest 2020 in der Hansestadt ganz deutlich abgesteckte Regeln.

Am 24., 25. und 26. Dezember sind anstelle der allgemein geltenden Kontaktbeschränkungen laut Hamburger Senat „auch Zusammenkünfte im Familienkreis im privaten Wohnbereich von Angehörigen eines gemeinsamen Haushalts mit Familienangehörigen und deren Haushaltsangehörigen mit insgesamt bis zu vier zusätzlichen Personen aus weiteren Haushalten zulässig.“ Dabei gilt: Diese vier Personen müssen aus dem „engsten Familienkreis“ kommen. Wer eben genau diesem „engsten Familienkreis“ angehört, ist genauestens fixiert.

Hamburg: Coronavirus an Weihnachten – Innerhalb der Familie sind bei einem Treffen Masken nicht nötig

Der „engste Familienkreis“ umfasst Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nicht-ehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Geschwister-Kinder und deren jeweilige Haushaltsangehörige. Dazu kommen die Kinder all dieser zugelassenen Beteiligten. Das heißt im Umkehrschluss: Es gibt keine feste Obergrenze, wie viele Personen an den Weihnachtstagen zusammenkommen können.

Martin Helfrich, seines Zeichens der Sprecher der Hamburger Sozialbehörde, sagt dazu bei NDR 90,3: „Partnerinnen und Partner einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft gelten als Familie im weitesten Sinne. Auch sie dürfen mit dabei sein.“ Die Regelung, nicht mehr als zwei Haushalte zusammenzubringen, ist dabei untergeordnet. Leben dabei die Kinder zum Beispiel aber in unterschiedlichen Haushalten, so ist die Regelung für das Familientreffen hinfällig.

Corona an Weihnachten: Hamburger Kirchen planen Gottesdienste unter freiem Himmel

Für den einen oder anderen Hamburger wichtig: Was ist mit Gottesdiensten, zu denen es manchen insbesondere zum Fest in die Kirche zieht? Grundsätzlich sind sie erlaubt. Viele Gemeinden sind allerdings bereits dazu übergegangen, dass die Teilnahme an Gottesdiensten nur mit Anmeldung möglich ist. Weil die Plätze begrenzt und von daher natürlich schnell ausgebucht sind, gibt es bereits Kirchen, die mit ihren Gottesdiensten nach draußen unter freien Himmel ausweichen wollen. In den kommenden Tagen, so berichtet der NDR, sollen in diesem Punkt weitere Details bekanntgegeben werden.

Corona in Hamburg: Weihnachtsmärkte gibt es nicht — der Besuch fällt also weg

Bereits seit Wochen ist klar: Den Besuch auf Weihnachtsmärkten wird es anno 2020 nicht geben. Denn: Es gibt in diesem Jahr schlicht und einfach keine Weihnachtsmärkte. Diese wurden, weil sich dort eben viel zu viele Menschen auf engem Raum treffen und sich so das Infektionsrisiko erhöhen würde, bereits frühzeitig abgesagt. So zum Beispiel auch „Santa Pauli 2020“, Hamburgs geilster Weihnachtsmarkt*, im Stadtteil St. Pauli. Zudem ist der Außer-Haus-Verkauf von Alkohol untersagt, damit ist auch der beliebte „Glühwein to go“ verboten. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes

Rubriklistenbild: © Swen Pförtner/dpa/picture alliance & Michael Kappeler/dpa/picture alliance

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare