1. 24hamburg
  2. Hamburg

Corona-Patienten zwingen Hamburgs Kliniken dazu, OPs zu verschieben

Erstellt:

Von: Kevin Goonewardena

Kommentare

Steigende Corona-Zahlen, weniger Betten in den Krankenhäusern – es droht neues Chaos. UKE-Mediziner rechnen damit, dass zahlreiche OPs verschoben werden müssen.

Hamburg – Die rasant ansteigenden Corona-Zahlen können schon seit Wochen nicht mehr verbergen: Die vierte Corona-Welle ist in ganz Deutschland in vollem Gange. Am Freizag, 5. November 2021 stieg der Inzidenzwert in Hamburg auf 141,6. In der Hansestadt Hamburg wurden 543 Neuinfektionen gemeldet.

Die Zahlen werden eine Reihe weiterer Probleme nach sich ziehen, so prognostiziert der Chef der Intensivmedizin des UKE die Notwendigkeit, geplante Operationen wegen der steigenden Corona-Zahlen abgesagt werden müssen.

Name:Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Adresse:Martinistraße 52, 20251 Hamburg
Mitarbeitende:14.100
Anzahl der Betten:1738

Corona in Hamburg: Intensivmediziner aus dem UKE zeichnet dunkles Szenario für Operationen

Prof. Stefan Kluge leitet die Intensivmedizin an der größten Klinik der Stadt Hamburg. Gegenüber der „taz“ sagte er zwar, dass es noch keine Fälle am UKE gebe, bei denen geplante OPs aufgrund von steigenden Zahlen von Infektionen mit dem Coronavirus und der damit einhergehenden Corona-Patienten in den Krankenhäusern, gebe. Aber: „Wenn ich mir die Zahlen anschaue, gehe ich davon aus, dass auch in Hamburg in den kommenden Wochen OPs verschoben werden“, so der Mediziner gegenüber der Tageszeitung.

Corona-Inzidenz
In Hamburg droht wegen steigender Coronazahlen ein Szenario, in dem in Krankenhäusern weniger dringliche Operationen verschoben werden müssen. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

In Hamburg vertritt derweil abseits von Kluges OP-Ansicht mit dem Ärzte-Chef Walter Plassmann ein Mediziner die Meinung, dass es im Zuge der Boosterimpfungen in Hamburg keine Wiedereröffnung des Impfzentrums in den Messehallen brauche. Ärger in Corona gibt es derweil an Schulen und bei der Feuerwehr – wegen eines großen Dilemmas mit Corona-Schnelltests, die falsche Ergebnisse angezeigt hatten.

Corona in Hamburg: Mehr Intensivpatienten mit Coronavirus – weniger dringliche OPs müssen warten

Zurzeit liegen in Hamburg die steigenden Corona-Zahlen vor allem an den ungeimpften Patienten. Da diese eher schwere Verläufe erwarten, als geimpfte Personen, die sich mit dem Coronavirus infizieren, würde durch die steigenden Zahlen auch die Zahl derer, die wegen Corona-Erkrankung auf der Intensivstation behandelt werden müssen, steigen. So erklärt es UKE-Mediziner Kluge. Andere Patienten müssten so auf weniger dringliche OPs warten, denn die Betten- und personellen Kapazitäten würden für die Corona-Patienten mit schweren Verläufen benötigt werden.

24hamburg.de Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

Das Klinikum selbst stand in der Vergangenheit mehrfach in der Kritik. Unter anderem wandten sich die Mitarbeitenden der Notfall-Ambulanz und der Intensivstation jeweils in Brandbriefen an die Leitung der Klinik und beklagten die Zustände, die dort herrschen sollen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare