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Corona: Omikron-Variante ist in Norddeutschland angekommen – Fall bestätigt!

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Von: Jens Kiffmeier

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Eine Hand hält eine Spritze für eine Corona-Impfung. Im Hintergrund ist Omikron auf einem Plakat zu lesen.
Die Omikron-Variante greift um sich: In Niedersachsen hat sich ein erster Verdachtsfall bestätigt. © Pavlo Gonchar/dpa

Sie gilt als hochansteckend: die Omikron-Variante vom Coronavirus. Jetzt ist die aggressive Mutante auch in Norddeutschland nachgewiesen worden. Weitere könnten folgen.

Hannover – Die Corona-Lage in Niedersachsen spitzt sich zu: Nachdem zuletzt das Infektionsgeschehen stark gestiegen ist, greift jetzt auch die neue Omikron-Variante* in dem Bundesland um sich. So wurde am Freitag der erste Fall nachgewiesen. Das bestätigte das Landesgesundheitsamt laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa. Nach dem Bekanntwerden des Verdachtsfalls habe die Sequenzierung ergeben, dass es sich um eine Infektion mit der Virusvariante B.1.1.529 handele, hieß es. Zugleich gibt es noch einen weiteren Verdachtsfall. Hier stehen die Untersuchungsergebnisse aber noch aus.

Virus:Coronavirus, Covid-19
Krankheitserreger:SARS-CoV-2
Erster bekannter Fall:1. Dezember 2019
Neuentdeckte Variante aus dem südlichen Afrika:Variante Omikron (B.1.1.529)

Corona: Erster Omikron-Fall in Niedersachsen bestätigt – Weiterer Verdachtsfall wird untersucht

Der erste Verdachtsfall im Land war am Montag bekanntgeworden. So waren bei einem Mann aus dem Landkreis Wolfenbüttel Erkältungssymptome aufgetreten. Zuvor war er von einer Reise aus Südafrika nach Niedersachsen zurückgekehrt, wo die Virusvariante zum ersten Mal entdeckt worden war. Ein Schnelltest als auch ein anschließender PCR-Test bestätigte dann eine Infektion mit SarsCov2.

Die zuerst im südlichen Afrika nachgewiesene Variante B.1.1.529 wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „besorgniserregend“ eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Variante hat, steht aber noch nicht fest.

Coronavirus: RKI und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warnen vor Omikron-Virusvariante

Ungeachtet dessen gibt es auch einen weiteren Verdachtsfall – ebenfalls im Landkreis Wolfenbüttel. In diesem Fall handelt es sich um eine Frau, die ebenfalls von einem Aufenthalt in Südafrika zurückgekehrt war. Die Probe ihres Tests muss aber noch analysiert werden. Laut dem Gesundheitsministerium soll das Ergebnis Anfang der Woche vorliegen.

Experten gehen davon aus, dass sich die Variante rasch in Deutschland verbreiten wird. Omikron sei in Deutschland angekommen und könne noch ansteckender sein als die Delta-Variante und auch Geimpfte und bereits Genesene leichter infizieren, warnte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) Lothar Wieler am Freitag in Berlin bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem scheidenden Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Beide riefen die Bevölkerung zu einer Schutzimpfung auf.

Corona-Regeln: Zahlen steigen – Niedersachsen plant neue

Die im internationalen Vergleich geringe Impfquote in Deutschland bereitet der Politik nach wie vor große Sorge. Am Donnerstag verschärften Bund und Länder bereits die Corona-Regeln und verhängten für Ungeimpfte einen Lockdown. So sollen Zutritte zum Einzelhandel oder in Kinos und Theatern nur noch Geimpften und Genesenen (2G-Regel) möglich sein. In Niedersachsen sollen die Maßnahmen nun rasch in einer neuen Verordnung angepasst werden. Bereits ab Dienstag soll sie beschlossen werden. * kreiszeitung.de und merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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