Neue Pandemie-Regeln

Lockerungen: Geschäfte und Außengastronomie in Hamburg öffnen

  • Jens Kiffmeier
    vonJens Kiffmeier
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Inzidenzwert sinkt in Hamburg. Deshalb hat Senat mehr Lockdown-Lockerungen beschlossen. Geschäfte und Außengastronomie dürfen öffnen.

Hamburg – Angesichts eines weiterhin sinkenden Inzidenzwertes hat der Hamburger Senat weitere Lockerungen im Corona-Lockdown genehmigt. So dürfen Geschäfte im Einzelhandel sowie Restaurant-Besitzer die Außengastronomie in der Hansestadt Hamburg ab Samstag, 22. Mai 2021, wieder öffnen. Außerdem sollen die strengen Kontaktbeschränkungen gelockert werden. Das teilte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Dienstagmittag im Anschluss an eine Senatssitzung mit.

Die Öffnung der Außengastronomie und der Geschäfte geht mit einer strengen Kontaktnachverfolgung einher. Nach fünf Monaten dürfen sie wieder öffnen, wenn jeder Kunde und jede Kundin sowie jeder Gast seine Kontaktdaten angibt. Auch die Zahl der Personen je nach Ladengröße im Geschäft bleibt beschränkt. Das sind die Corona-Regeln in Hamburgs Geschäften.

Hamburg58 neue Corona-Fälle (Dienstag, 18. Mai 2021)
Niedersachsen238 neue Corona-Fälle (Dienstag, 18. Mai 2021)
Schleswig-Holstein73 neue Corona-Fälle (Dienstag, 18. Mai 2021)
Mecklenburg-Vorpommern45 neue Corona-Fälle (Montag, 17. Mai 2021)

Corona-Zahlen sinken – Hamburger Senat erlaubt Öffnung für Außengastronomie und Geschäfte

„Wir haben einen außerordentlichen Erfolg im Abbremsen des Infektionsgeschehens erzielt“, sagte Peter Tschentscher. Den Angaben zufolge wurden am Dienstag 58 Neuinfektionen gemeldet. Das waren 37 Fälle weniger als am Montag und 87 weniger als am vergangenen Dienstag. Die Inzidenz sank damit von 48,1 auf 43,5. Vor einer Woche hatte der Wert noch 78,2 betragen.

Der Inzidenzwert in Hamburg sinkt: Der Außengastronomie hat der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) deshalb jetzt die Öffnung erlaubt. (24hamburg.de-Montage)

Damit verzeichnet Hamburg nach Schleswig-Holstein die zweitniedrigste Inzidenzzahl in Deutschland. Vor diesem Hintergrund sei es vertretbar, noch vor Pfingsten den zweiten Schritt im vierstufigen Lockerungsplan in Kraft zu setzen, sagte Tschentscher. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Senat den Fahrplan zum Ausstieg aus dem Knallhart-Lockdown vorgelegt. Nachdem bereits mit dem Wegfall der Ausgangssperre die erste Stufe gilt, soll es ab dem kommenden Wochenende weitere Erleichterungen im Alltagsleben der Hamburgerinnen und Hamburger geben. Diese Lockerungen bei den Corona-Regeln sind jetzt im Einzelnen geplant:

  • Kontaktbeschränkungen werden abgemildert. Ab dem 22. Mai dürfen sich fünf Personen aus zwei Haushalten wieder treffen. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgerechnet.
  • Der Einzelhandel wird geöffnet: Es wird keine Testpflicht geben, dafür soll aber die Personenanzahl begrenzt werden und eine (digitale) Kontaktnachverfolgung zur Voraussetzung gemacht.
  • Die Außengastronomie wird geöffnet: Hier gibt es ebenfalls keine Testpflicht, es dürfen jedoch nur maximal fünf Personen aus zwei Haushalten an einem Tisch sitzen, Kontakte werden ebenfalls (digital) nachverfolgt.
  • Kontaktfreier Sport mit bis zu zehn Erwachsenen im Freien wird erlaubt.
  • Kindersport im Freien mit bis zu 20 Kindern wird erlaubt.
  • Kindergeburtstage mit bis zu zehn Kindern dürfen gefeiert werden. Das gilt für Kinder bis 14 Jahre.
  • Körpernahe Dienstleistungen werden wieder erlaubt, hier muss allerdings ein negativer Corona-Test nachgewiesen werden. Das Personal hat eine Testpflicht.
  • Gottesdienste mit mehr als zehn Personen müssen von den Gemeinden nicht mehr im Vorfeld angezeigt werden.
  • Versammlungen im Freien, wie etwa Demonstrationen, können unter Einhaltung von Hygienevorschriften mit bis zu 250 Teilnehmern stattfinden dürfen.
  • Öffnung von Theatern und Veranstaltung von Konzerten sollen ab dem 28. Mai 2021 unter bestimmten Bedingungen wieder erlaubt werden.

Inzidenz in Hamburg: Tschentscher stellt weitere Lockerungen im Lockdown in Aussicht

Angesichts der positiven Entwicklung beim Infektionsgeschehen bedankte sich Tschentscher bei allen Hamburgerinnen und Hamburger für das konsequente Verhalten im Lockdown. Der Rathauschef verteidigte noch einmal den strengen Corona-Kurs, den der Senat in den vergangenen Wochen im Vergleich zu vielen anderen Bundesländern gefahren hatte. „Es hat sich gezeigt, dass es besser war, konsequent und streng vorzugehen“, sagte Tschentscher. Dadurch sei man bei der Verbesserung des Infektionsgeschehens jetzt weiter als viele andere Regionen.

Zugleich kündigte Tschentscher an, das Infektionsgeschehen weiterhin genau zu beobachten. Sollte es sich weiter verbessern, dann werde man nach zehn bis vierzehn Tagen weitere Lockerungsschritte beschließen. In der Stufe drei und vier des Öffnungsfahrplans seien dann Lockerungen für Kitas, Schulen und Sportvereine vorgesehen, ebenso wie die Aufhebung von Beschränkungen für Tourismus, Hotels oder die Innen-Gastronomie. * (Transparenzhinweiß: Im Nachgang ist noch ein Absatz zur Kontaktverfolgung ergänzt worden) 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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