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Corona-Inzidenz schießt in die Höhe: Machen Hamburgs Schulen jetzt dicht?

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Von: Jan Knötzsch

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Die Omikron-Variante des Coronavirus ist in Hamburg weiter auf dem Vormarsch. Die Inzidenzwerte erreichen Rekordniveau. Mit Konsequenzen für Hamburgs Schulen?

Hamburg – Alle Welt hofft auf ein Ende der Coronavirus-Pandemie. Doch auch wenn eine gerade veröffentlichte Studie sagt, dass es mit Corona bald vorbei ist: Vorerst gibt’s nicht nur in der Hansestadt Hamburg kein Drumherumkommen um dieses Thema. Und das nicht nur, weil in Hamburg die Corona-Demos verboten worden sind und die Diskussionen über dieses Corona-Demo-Verbot in aller Munde sind.

Nein, vor allem die Meldungen über fast täglich neue Rekord-Inzidenzen sorgen in Hamburg für Angst – auch wenn der Hamburger Senat locker bleibt, was einen möglichen Lockdown betrifft. Die immer weiter steigenden Corona-Werte, die einen Höchstwert nach dem anderen bescheren, bringen auch eine Frage mit sich: Was ist mit Hamburgs Schulen? Müssen sie sich angesichts der hohen Zahlen sogar auf Schließungen einstellen? 24hamburg.de gibt die Antwort.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Einwohner:1,841 Millionen
Schulsenator:Ties Rabe (SPD)

Corona in Hamburgs Schulen: Sorgen Omikron-Variante und steigende Inzidenzwerte bald für leere Klassenräume?

Es ist einfach nicht wegzudiskutieren: Das Coronavirus hat Hamburg im Griff. Egal, wohin man schaut. Die Omikron-Variante macht in Hamburg mittlerweile 90 Prozent aus. Die wirklichen Inzidenz-Werte in Hamburg sind höher als die, die die Behörden bekanntgeben – weil man schlicht und einfach nicht mehr nachkommt. Das gibt die Stadt Hamburg sogar selbst zu. Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Hamburg nehmen zu – der Hamburger Senat hat gerade erst die 2G-Plus-Regeln präzisiert. Und im HVV gibt es vom 15. Januar 2022 eine Pflicht, dass in Bussen und Bahnen des HVV eine FFP2-Maske getragen werden muss.

In einer Schulklasse wird vor den Schülerinnen und Schülern ein positiver Antigen-Test auf das Coronavirus gezeigt.
In Hamburg steigt die Anzahl der Corona-Infektionen und die Inzidenzwerte erreichen immer wieder neues Rekordniveau. Welche Konsequenzen hat das für den Schulunterricht? © Michael Weber/imago

Auch Schulen sind in Zeiten von Corona kein sicherer Ort, hieß es in der Corona-Pandemie in Hamburg bereits mehrfach. Entsprechend der Zahlen wurden auch in den Lehranstalten der Hansestadt die Corona-Maßnahmen immer wieder angepasst. Jetzt hat der Schulausschluss der Hamburgischen Bürgerschaft sich damit befasst, wie in den Schulen auf die aktuell wachsende Zahl an Corona-Infektionen in Hamburg und den Vormarsch der Omikron-Variante des Coronavirus zu reagieren ist.

Corona in Hamburg Schulen: So viele Schüler sind infiziert – Senator Ties Rabe präsentiert neue Zahlen

Die Antwort auf die Frage gibt Hamburgs Schulsenator Ties Rabe. Der SPD-Politiker bekennt zwar, dass die aktuellen Infektionszahlen sowohl unter Kindern als auch Jugendlichen hoch seien – für Rabe allerdings ist das keinerlei Anlass, jetzt „das ganze Schulsystem abzuschalten“, zitiert der Norddeutsche Rundfunk (NDR) Hamburgs Schulsenator, der überdies die neusten Zahlen der Schulbehörde präsentiert: Binnen der vergangenen zehn Tage wurden bei knapp 3.000 Schülerinnen und Schülern Corona-Infektionen festgestellt, so der NDR.

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Das sind 1,2 Prozent aller Schülerinnen und Schüler in Hamburg. Aus seiner Sicht, so Schulsenator Ties Rabe, mache es keinen Sinn, aus diesem Grund die anderen rund 98 Prozent nach Hause zu schicken. Dennoch: Die Stadt Hamburg hat auf die steigenden Zahlen an Corona-Infektionen auch in den Schulen bereits mit weiteren Corona-Maßnahmen reagiert: Im Sportunterricht muss künftig eine Maske getragen werfen, auch komplett geboosterte und geimpfte Schülerinnen und Schüler werden dreimal pro Woche getestet.

Corona in Hamburg: Sollte Wechsel- oder Distanzunterricht nötig werden, ist Hamburgs Schulbehörde vorbereitet

Auch bei den Lehrkräften, so zitiert der NDR Hamburgs Schulsenator, sei die Lage nicht unbedingt die schlimmste. In Hamburg sind weniger als zehn Prozent der Lehrerinnen und Lehrer krankgeschrieben – ein Großteil davon noch nicht einmal wegen einer Corona-Infektion. Insofern sei etwaige Kritik an der Schulpolitik in Sachen Coronavirus nicht richtig, befindet Ties Rabe.

Dennoch: Auch der Schulsenator der Stadt Hamburg kommt nicht umhin, zuzugeben, dass sich die Corona-Lage schnell ändern und verschlimmern kann. Sollte Wechsel- oder Distanzunterricht in Hamburgs Schulen nötig werden, sei man darauf vorbereitet, versichert Ties Rabe. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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