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Corona in Hamburg: Grünen-Fraktionschefin bestätigt Ausruf ‚epidemischer Lage‘

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Von: Kevin Goonewardena

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Die bundesweite epidemische Lage ist ausgelaufen, die Zahlen steigen. Nun wird Hamburg erneut die epidemische Lage verhängen. Das bestätigte jetzt die Grünen-Fraktionschefin.

Hamburg - Aufgrund der nach wie vor angespannten Corona-Lage in Hamburg hält Hamburgs Grünen-Fraktionschefin Jennifer Jasberg es für denkbar, dass die aktuellen Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus in der Hansestadt demnächst erneut angepasst werden müssen. Der 7-Tage-Inzidenzwert stieg in Hamburg am Freitag von 243,3 am Donnerstag auf 251,2. Vor einer Woche hatte die Kennzahl noch bei 238,5 gelegen.

Ganz konkret bezog sich die Grünen-Politikerin auf Personen, deren zweite Impfung bereits länger zurück liegt. Das berichtete die Mopo. Aktuell wird eine Dritt-Impfung, die sogenannte Auffrischungsimpfung oder Booster-Impfung ab sechs Monate nach der Zweitimpfung empfohlen. Doch es gibt Überlegungen, den Empfehlungszeitpunk herunter zu setzen.

Name:Freie und Hansestadt Hamburg
Fläche:755,2 km²
Einwohner:rund 1,9 Millionen (Stand Dezember 2020)
Regierungsoberhaupt:Peter Tschentscher (Erster Bürgermeister)

Corona in Hamburg: Grünen-Fraktionschefin ‚Konkrete Gefahr der epidemischen Ausbreitung‘

Zurzeit seien zwar keine weiteren Maßnahmen geplant und das, obwohl mittlerweile auch erste Fälle der sogenannten Omikron-Variante bekannt wurden, aber das könne sich schnell ändern. Zudem fehlt dem Senat auch die Rechtsgrundlage, seit die bundesweite „epidemische Lage“ Ende November unter dem damals noch amtierenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ausgelaufen ist.

Grünen-Fraktionschefin Jennifer Jasberg am Rednerpult
Hamburgs Grünen-Fraktionschefin bestätigt: Die epidemische Lage soll für Hamburg wieder ausgerufen werden. Diese bildet den rechtlichen Rahmen für weitere, aber auch bestehende Corona-Maßnahmen. © Georg Wendt/dpa

Nun liegt es an den Ländern eine eben solche zu Verhängen. Jasberg äußerte sich diesbezüglich gegenüber der Mopo, dass man am kommenden Mittwoch die Corona-Pandemie als eben eine solche „konkrete Gefahr der epidemischen Ausbreitung“ feststellen werde. Und weiter: „Als Bürgerschaft schaffen wir so den Rechtsrahmen, um weiterhin in dieser unübersichtlichen Lage ein hohes Schutzniveau für die Hamburger:innen gewährleisten und auf einen großen Instrumentenkoffer zugreifen zu können.“

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In Hamburg geht es bei der Verabschiedung erst einmal um die Grundlage des an Silvester geltenden erneuten Feuerwerksverbotes. Doch auch schärfere Maßnahmen sind dann wieder möglich. Niedersachsen Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) kündigte noch vor Weihnachten im Alleingang neue verschärfte Kontaktregeln an. Auch sein CDU-Amtskollege Daniel Günther aus Schleswig-Holstein will schon bald neue Regelungen erlassen. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen liegt laut NDR gegenwärtig bei 213,7 und in Schleswig-Holstein bei 157,8. 34.891 Menschen haben sich in der vergangenen Woche in Norddeutschland (inklusive Mecklenburg-Vorpommern) mit dem Coronavirus infiziert. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDDIA.

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