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Corona in Hamburg: Das müssen Eltern von Kita-Kindern für den Herbst wissen

  • Anika Zuschke
    VonAnika Zuschke
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Kitas sind seit einigen Monaten in Hamburg wieder geöffnet. Doch wie wirkt sich der Herbst auf eine Betreuung in Kindertagesstätten aus? Antworten im Überblick.

Hamburg – Kindertagesstätten in Hamburg konnten am 7. Juni 2021 endlich in den Regelbetrieb zurückkehren – jedoch nach wie vor ausschließlich unter Pandemiebedingungen. Das bedeutet, dass insbesondere Hygieneregelungen in Kitas streng aufrechterhalten werden müssen. Im Herbst 2020 sind die Corona-Zahlen wieder rapide in die Höhe geschossen, was erwartet Hamburg dieses Jahr? Wie sicher Kitas momentan sind und wann Ihr Kind dort nicht mehr betreut werden kann, lesen Sie hier.

Einrichtung zur institutionellen Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern durch pädagogische Fachkräfte:Kindertagesstätte
Synonyme/Abkürzung:Kindertageseinrichtung/Kita
Anzahl Kitas in Hamburg:1.100 (Stand: März 2020)

Momentan können Eltern ihre kleinen Kinder wieder in vollem Umfang in Kindertagesstätten abgeben. Lange Zeit war das nicht möglich, da Schulen, Kindergärten und Kitas aufgrund der Corona-Pandemie schließen mussten. Erziehungsberechtigte, besonders berufstätige, hat dies in vielen Fällen vor gewaltige Betreuungs-Probleme gestellt. Experten äußern diesen Herbst die Sorge vor einer „Twindemic“ – bleiben Kitas im Herbst 2021 geöffnet?

Hamburgs Sozialsenatorin und Geschäftsführerin der „Elbkinder“ informieren über Betreuung in Hamburger Kitas

Die Hamburger Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) und Ulrike Muß, Geschäftsführerin von Hamburgs größtem Kitaträger „Elbkinder“, haben in einem Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt Aufschluss über die wichtigsten Fragen von Kita-Eltern gegeben.

Zunächst kann Leonhard über die Sorge eines eingeschränkten Kita-Betriebs Entwarnung geben, denn: „Anders als im letzten Winter haben wir jetzt die Corona-Schutzimpfungen, mit denen sich Beschäftigte und Eltern schützen können“, so die Hamburger Senatorin. Außerdem werde das Infektionsgeschehen tagesaktuell beobachtet und es sei gegenwärtig davon auszugehen, dass der Kitabetrieb auch über den Winter relativ uneingeschränkt gewährleistet werden kann.

Trotzdem gilt: Sollte sich in Hamburg eine neue Dynamik bezüglich des Infektionsgeschehens entwickeln, wird die Situation neu evaluiert und bewertet.

Hamburger Kitas im Herbst: Das sollten Eltern jetzt wissen. (24hamburg.de-Montage)

Corona in Hamburg: Kitas sorgen auch im Herbst mit gewissen Maßnahmen für Schutz vor Covid-19

Um ein hohes Maß an Sicherheit und Schutz vor einer Ansteckung mit Covid-19 zu gewähren, stellt die Sozialbehörde Hamburger Kitas kostenlos medizinische Masken sowie seit Mai 2021 auch Selbsttests zur Verfügung, die mit geringem Aufwand eingesetzt werden können. Die Impfquote von Kita-Beschäftigten liegt außerdem bei über 85 Prozent.

Zusätzlich hat die Stadt Hamburg dieses Jahr den Kitas einen „Corona-Sonderzuschuss“ in Höhe von 2,3 Millionen Euro zur Verbesserung des Schutzes der Kinder und der Fachkräfte bereitgestellt. Dieser sollte die Umsetzung von Hygienekonzepten mithilfe von Luftfiltern oder CO2-Ampeln erleichtern.

Die Mittel können je nach Bedarf von den Kindertagesstätten unterschiedlich eingesetzt werden. Denn ob der Einbau von Luftfiltern sinnvoll ist, hängt immer auch von der Beschaffenheit des Raumes ab. Ulrike Muß legt jedoch fest: „Luftfilter ersetzen nicht die Lüftungsregeln!“

Betreuung in Hamburger Kitas im Herbst: In diesen Fällen muss Ihr Kind zu Hause bleiben

Trotz der inzwischen entspannteren Corona-Situation in Kitas ist es Kindern in einigen Fällen noch verboten, eine Betreuung in Anspruch zu nehmen. Ein Kind muss mindestens 48 Stunden gesund und symptomfrei sein, erklärt Melanie Leonhard dem Hamburger Abendblatt, schon mit einem Husten müssten die Kinder zu Hause bleiben.

Eine Ausnahme bildet dabei chronisches Husten, Asthma oder eine Allergie – also sämtliche Fälle, in denen eine Corona-Infektion mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Bei erhöhter Temperatur ab 38 Grad Fieber, Halsschmerzen, Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden müssen die Kleinen jedoch vorerst zu Hause bleiben.

Wann muss mein Kind in Quarantäne? Diese Regeln gelten in Hamburger Kitas

In Anbetracht der momentanen Herbstferien – es gibt übrigens für Kinder einen Hamburger Ferienpass, der abwechslungsreiche Aktivitäten anbietet – erscheint auch eine Beleuchtung der Quarantäne-Regeln sinnvoll. Ein symptomloses „Kontaktperson-Kind“ kann sich nach sieben Tagen mit einem Antigen-Schnelltest freitesten lassen. Das ist sogar kostenlos in der Kita möglich.

Geschwister von Kindern, die sich in Quarantäne befinden, dürfen unter gewissen Umständen nach wie vor in die Kita kommen: Beispielsweise wenn sich ein Kind als Kontaktperson in Quarantäne befindet, gibt es Konstellationen, nach denen die Geschwister ihre Kita trotzdem besuchen dürfen. Sollte sich ein Mitglied der Familie jedoch tatsächlich mit Corona angesteckt haben, ist es den Kindern verwehrt, in einer Kita betreut zu werden.

Folgen einer Covid-Erkrankung bei einer Kita-Beschäftigten in Hamburg

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Aber was passiert, wenn sich eine Kita-Beschäftigte mit dem Coronavirus angesteckt hat? In dem Fall müssen das zuständige Gesundheitsamt sowie die Kita-Leitung unverzüglich informiert werden und die erkrankte Person muss sich in Isolation begeben. Anschließend ermittelt das Gesundheitsamt alle Kontaktpersonen der infizierten Person und verhängt davon abhängig weitere Quarantäne-Maßnahmen.

Vollständig Geimpfte oder Genesene müssen dabei unter Umständen keine Quarantäne in Kauf nehmen. Dies ist einer von vielen Vorteilen, der geimpften oder genesenen Hamburgern in der Hansestadt unter 2G begegnet. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Friso Gentsch/Annette Riedl/dpa

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