Schietwetter zur Restaurant-Öffnung

Corona in Hamburg: Zelte für Außengastro – okay oder verboten?

  • Natalie-Margaux Rahimi
    vonNatalie-Margaux Rahimi
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Die Außengastronomie darf wieder öffnen – doch das Wetter in Hamburg spielt nicht mit. Viele Gastronomen greifen zu Zelten. Probates Mittel oder rechtswidrig?

Hamburg – Weil die Corona-Inzidenz in Hamburg seit Wochen sinkt, darf in der Hansestadt Hamburg seit Pfingsten die Außengastronomie wieder öffnen. Das lockte natürlich viele Hamburger direkt in die Cafés und Restaurants. Einzig und allein das Hamburger Schietwetter machte vielen Menschen einen Strich durch die Rechnung. Es stürmte, regnete und gewitterte am Wochenende in der Elbmetropole. Die Restaurant-Betreiber machten es sich einfach und bauten Zelte auf ihren Terrassen auf. Aber ist das überhaupt erlaubt?

Stadt in Deutschland:Hansestadt Hamburg
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)
Vorwahl:040
Sehenswürdigkeiten:Hamburger Hafen, Michel, Alster, Elbe

Corona-Regeln in Hamburg: Zu schlechtes Wetter für Außengastronomie – Restaurants stellen Zelte auf

Der Hamburger Senat und der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher gehen bei den Corona-Regeln für Hamburg streng vor. Daher werden Lockerungen auch eher zaghaft beschlossen. Trotzdem wurde die Öffnung der Außengastronomie aufgrund des positiven Infektionsgeschehens vorgezogen. Seit 22. Mai 2021 dürfen Restaurantbetreiber und Gastronomen ihre Gäste trotzdem nur im Freien wieder bewirten. Und das hat seinen Grund.

Corona-Regeln Hamburg: Zelte in der Außengastronomie erlaubt? (24hamburg.de-Montage)

Draußen ist es erwiesenermaßen unwahrscheinlicher, sich mit dem Coronavirus zu infizieren als drinnen. Experten sprechen sogar von einem 19 Mal niedrigeren Risiko einer Coronainfektion, wenn sich die Menschen im Freien aufhalten. Wegen des schlechten Wetters stellten Gastronomen in Hamburg am vergangenen Wochenende aber Zelte auf ihre Terrassen. So blieben die Gäste vor Wind und Regen geschützt. TV-Koch Tim Mälzer bewirtete seine Gäste im Restaurant Bullerei ebenfalls unter einem Zelt.

Corona-Regeln in Hamburg: Fällt die Bewirtung im Zelt noch unter „Außengastronomie“?

Aber gilt das noch als Außengastronomie? Jeder, der schon einmal in so einem Zelt gesessen hat, weiß, dass es da drin extrem stickig werden kann. Und stehende Luft erhöht das Risiko einer Corona-Infektion enorm. Besonders brisant: In Hamburg gilt im Restaurant derzeit, wie auch in Geschäften, keine Testpflicht. Sitzt unter den Gästen also ein Infizierter, erhöht sich das Risiko für die anderen Gäste im Zelt um ein Vielfaches.

Auf Nachfrage der Mopo erklärte der Hamburger Senat dazu, dass Zelte erlaubt seien, sofern das Zelt maximal über zwei Seitenwände verfüge. Eine bloße Überdachung sei demnach problemlos möglich, so der Senat. Insgesamt sei entscheidend, dass der Luftdurchzug trotz des Zelts gewährleistet wird. Der ein oder andere Restaurantbetreiber in Hamburg muss seine Zeltkonstruktion nun vielleicht noch etwas anpassen. In Schleswig-Holstein ist derzeit in der Außengastronomie übrigens nur eine einzelne Seitenwand zulässig. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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