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Corona in Hamburg: Analyse des Abwassers als Frühwarnsystem

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Von: Kevin Goonewardena

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Im Abwasser finden sich Spuren von Corona früher als anderswo. Nun soll ein Analyseverfahren bundesweit getestet werden. Auch Hamburg macht mit!

Hamburg – Dass das Abwasser der Städte eine Menge über die Gewohnheiten der Bewohner aussagt, ist nicht neu. So sorgen regelmäßig Berichte über den anhand der Abwasseranalyse nachgewiesenen Drogenkonsum der Einwohner deutscher oder europäischer Metropolen für Schmunzeln. Zuletzt wurde bekannt, dass die Hamburger ihren Konsum von Kokain und Meth während Corona verdoppelt haben. Doch nicht nur der Drogenkonsum lässt sich über Ausscheidungen feststellen, auch Viren. Der Umstand könnte im Kampf gegen die Corona-Pandemie helfen.

Name:Hamburg Wasser
Gründung:1. Januar 2006
Anzahl Beschäftigter:rund 2260
Aufsichtsratsvorsitzender:Michael Pollmann (Staatsrat der Umweltbehörde)

Pandemie-Bekämpfung: Coronaviren schon früh im Abwasser feststellbar

Zehn bis 14 Tage früher als anderswo, können Coronaviren im Abwasser nachgewiesen werden. Das berichtet der Norddeutsche Rundfunk. Neu ist diese Erkenntnis keineswegs: Schon im März hatte die EU-Kommission die Regierungen der Europäischen Gemeinschaft dazu aufgefordert, systemische und flächendeckende Kontrollsysteme einzurichten.

Omikron im Abwasser schon länger nachweisbar
Hamburg will mit einem Frühwarnsystem Corona im Abwasser nachweisen. © picture alliance / dpa / Archiv/Symbobild

Doch immer noch gibt es diesbezüglich nur einzelne Projekte, beispielsweise im Berchtesgadener Land. An diesem hatte allerdings die Hamburgische Bürgschaft früh Interesse gezeigt und sich von den Fortschritten regelmäßig berichten lassen.

Abwasser in Hamburg: Dann startet die Analyse

Umweltsenator Jens Kerstan (Die Grünen) und seine Umweltbehörde rechnen nun aber nach eigenen Angaben damit, dass die Stadt Hamburg Teil eines bundesweiten Pilotprojekts zum Thema Abwasseranalyse zur Bekämpfung von Corona wird. Bereits ab Februar 2022 würde dann auch das Abwasser der Hansestadt ständig auf Spuren des Covid19-Erregers untersucht werden.

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An der Kläranlage Köhlbrandhöft/Dradenau im Hamburger Hafen sollen die dafür benötigten Proben entnommen werden, schreibt der Sender. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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