Pandemie

Corona-Impfung Hamburg: Impfschutz für Supermarkt-Mitarbeiter!

  • Jens Kiffmeier
    vonJens Kiffmeier
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Hamburg zündet den Impf-Turbo: Täglich gibt es mehr als 8000 Corona-Impfungen pro Tag – das ist ein Rekord! Nun sind auch Supermarkt-Mitarbeiter dran.

Update vom Montag, 3. Mai 2021, 10:10 Uhr: Hamburg – Aufatmen für das Personal in Hamburgs Supermärkten. In der Hansestadt sind ab sofort auch die im Lebensmitteleinzelhandel Beschäftigten zum Impfen aufgerufen.

Rund 21.000 Personen können somit Termine für Corona-Schutzimpfungen vereinbaren, berichtet das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Telefonisch sind Termine unter der Nummer 116 117 zu buchen. Online erfolgt dies über die Adresse www.terminservice.de.

Auch das Personal in Hamburger Supermärkten kann sich nun für Termine zwecks Corona-Impfungen anmelden. (24hamburg.de-Montage)

Corona-Impfung Hamburg: Termine für Supermarkt-Personal – Impfpriorisierung bleibt bestehen

Die im Lebensmitteleinzelhandel Angestellten zählen zur Priorisierungsgruppe 3. Diese wurde bisher noch nicht vollständig zum Impfen aufgerufen. Den Diskussionen zum Trotz halte Hamburg vorerst an der nach Gefährdung festgelegten Reihenfolge fest. Dies sagt Sozialsenatorin Melanie Leonhard gegenüber der dpa. „Diese Priorisierung ist kein politischer Kompromiss, sondern eine Empfehlung von unabhängigen Wissenschaftlern und Ärzten“, betont Leonhard.

„Es geht darum, wer erkrankt ist oder durch seine Tätigkeit ein hohes Risiko hat. Und deswegen werden wir in Hamburg jetzt als Nächstes denjenigen priorisiert eine Schutzimpfung anbieten, die jeden Tag für uns an der Kasse sitzen und Regale einräumen“, stellt Sozialsenatorin Melanie Leonhard klar. Sie unterstreicht die Relevanz der Beschäftigten im Lebensmitteleinzelhandel. „Wer das anerkennt, sollte Ihnen auch diese Impfung mit Priorität nicht neiden“.

Corona-Impfung Hamburg: Feste Reihenfolge aufgehoben? Kanzlerin Merkel macht Hoffnung

Update von Montag, 26. April 2021, 21:49 Uhr: Hamburg – Keine feste Reihenfolge mehr bei den Corona-Impfungen? Bund und Länder stellen eine Aufhebung der Priorisierung ab Juni für alle Deutsche in Aussicht. Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Anschluss an eine Bund-Länder-Beratung mit. Die Aufhebung der Rangfolge bedeute zwar nicht, dass jeder sofort geimpft werden könnte, betonte Merkel. Aber ab Juni könne jeder einen Impftermin bekommen.

Ungeachtet dessen wird in Hamburg aber zunächst weiter nach der festgelegten Priorisierung impfen. Das stellte der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im Anschluss an das Treffen mit Merkel klar. Derzeit gebe es noch keinen offiziellen Beschluss zur Freigabe der Impfreihenfolge. Nachdem bislang in Hamburg die Angehörigen der Priorisierungsgruppe zwei aufgerufen waren, können nun seit Montag auch die ersten Personen aus der Gruppe drei einen Termin vereinbaren. Dazu zählen vor allem die Lehrer der weiterführenden Schulen, wie es hieß. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr gehören indes nicht dazu, was dort in der Truppe für Unmut sorgte.

Corona-Impfung Hamburg: Wer gehört zur Impfgruppe 2 – diese Menschen dürfen sich aktuell impfen

Erstmeldung, 13. April 2021, 16:29 Uhr: Hamburg – Nach einem schleppenden Start ist das Impfzentrum in der Hansestadt Hamburg mittlerweile voll ausgelastet. Seit Ostern werden in den Messehallen im Schnitt 7000 Personen mit einer Corona-Schutzimpfung versorgt. Doch jetzt stellten die Ärztinnen und Ärzte einen neuen Rekord auf. Am Dienstag, 13. April 2021, meldete die Hamburger Gesundheitsbehörde 8041 Impfungen – an einem Tag! Ein neuer Höchstwert. Derzeit sind Personen aus der Impfgruppe 2 aufgerufen.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,841 Millionen (2019)
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)

 „In der aktuellen Phase der Pandemie ist es von enormer Bedeutung, dass wir mit dem Impfen schnell vorankommen“, teilte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) mit. So befinde man sich in einem Wettlauf mit dem Virus. Ihren Angaben zufolge wurden mit Stand, 13. April 2021, in Hamburg zirka 280.638 Erstimpfungen und 106.290 Zweitimpfungen durchgeführt.

Corona-Impfung in Hamburg: Diese Personen gehören zur Impfgruppe 2

Bis zu 7000 Corona-Impfungen am Tag: In den Hamburger Messehallen werden jetzt Personen aus Impfgruppe 2 versorgt. (24hamburg.de-Montage)

Nachdem entsprechend der offiziellen Impf-Reihenfolge* bislang in Hamburg die über 80-Jährigen gegen das Coronavirus geimpft worden sind, sind jetzt seit dem Wochenende die Personen aus der sogenannten Priorisierungsgruppe 2 berechtigt, einen Impftermin zu vereinbaren. Doch wer zählt zu dieser von der Deutschen Ethik-Kommission festgelegten Impfgruppe? Hier der Überblick:

  • Alle Personen, die über 70 Jahre alt sind.
  • Personen mit Trisomie 21 oder einer Conterganschädigung.
  • Personen nach einer Organtransplantation.
  • Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung.
  • Menschen mit schwerer psychiatrischer Erkrankung (bipolare Störung, Schizophrenie, schwere Depression).
  • Personen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen.
  • Personen, die unter einer schweren chronischen Lungenerkrankungen leiden.
  • Enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht in einer Einrichtung leben, die über 70 Jahre alt sind, nach Organtransplantation oder die eine der vorgenannten Erkrankungen oder Behinderung haben.
  • Enge Kontaktpersonen von Schwangeren, hier können bis zu zwei Personen benannt werden.
  • Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen und im ambulanten Pflegedienst geistig oder psychisch behinderte Menschen betreuen.
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen einem erhöhten Corona-Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind.
  • Polizei- und Einsatzkräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
  • Soldaten, die bei Auslandseinsätzen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
  • Personen, die im Ausland für deutsche politische Stiftungen, Organisationen oder Vertretungen arbeiten und einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
  • Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege, in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind.
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in besonders relevanten Positionen zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur.
  • Personen, die insbesondere in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen oder in sonstigen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe oder in Frauenhäusern untergebracht oder tätig sind.
  • Personen, die regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind.

Corona-Impfungen in Hamburg: So bekommen Personen aus Impfgruppe 2 einen Termin

In Hamburg wird der Großteil der Impfungen im Zentralen Impfzentrum durchgeführt. Es ist in den Messehallen untergebracht und wird von der Kassenärztlichen Vereinigung betrieben. Alle Impfberechtigten können dort einen Termin vereinbaren, und zwar unter der Telefonnummer 116 117 oder online beim Impfterminservice. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ohne Anmeldung kein Einlass gewährt wird. Die Zugehörigkeit zur aufgerufenen Priorisierungsgruppe wird am Eingang kontrolliert. Menschen mit Vorerkrankungen müssen entsprechende medizinische Nachweise mitbringen.

Versorgt werden die Patienten in Hamburg derzeit mit den zugelassenen Impfstoffen von Biontech und Moderna. Nach dem Thrombose-Skandal rund um Astrazeneca wird auch das Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers weiter in der Hansestadt eingesetzt. Für Personen, die älter als 60 Jahre alt sind, halten Experten den Impfstoff weiterhin für sicher. Parallel zum zentralen Impfzentrum können Impfwillige mittlerweile auch bei Hamburgs Hausärzten versorgt werden. * 24hamburg.de ist und merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Rupert Oberhäuser/imago images & Christian Charisius/dpa

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