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Corona-Notstand im HVV: Bus-Ausfälle und Verspätungen in Hamburg

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Von: Elias Bartl

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Ein gestiegener Krankenstand durch Corona im HVV zwingt die Hochbahn zum Reagieren – jetzt wird der Krisenfahrplan vorbereitet.

Hamburg – In den letzten Wochen verzeichnete der Hamburger HVV wieder steigende Fahrgastzahlen. Das Niveau vom Sommer 2019 konnte das erste Mal seit Beginn der Corona-Pandemie zu 90 Prozent erreicht werden. Mitten in diesem Fahrgasthoch sorgt die Corona-Sommerwelle für einen Ausfall vieler Kollegen, die an Covid-19 erkrankt sind.

HVV:Hamburger Verkehrsverbund
Kundenservice:040 19449
CEO:Dietrich Hartmann
Hauptsitz:Hamburg
Gründung:29. November 1965
Geografische Abdeckung:Hamburg Metropolitan Area

Corona beim HVV: Urlaub und hohe Infektionszahlen sorgen für Ausfälle und Verspätungen

Die hohen Infektionszahlen haben zur Folge, dass für den angepassten Sommerfahrplan des HVV immer wieder Kollegen aus ihrer Freizeit, oder dem Urlaub einspringen müssen, um erkrankte Kollegen zu ersetzen. Nur so kann ein reibungsloser Ablauf im Fahrplan des HVV gewährleistet werden. „Wie überall steigen auch bei uns die Krankmeldungen“, sagte Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum dem Hamburger Abendblatt. Wie das Abendblatt weiter berichtet, springen sogar Mitarbeiter aus Verwaltungsabteilungen ein, die einen entsprechenden Busführerschein und die nötigen Schulungen besitzen.

Ein Bus des HVV an einer Haltestelle in Hamburg.
Durch die Sommerwelle der Corona-Pandemie musste ein Krisenplan im HVV erstellt werden. © Hanno Bode/imago

Der ausgedünnte Sommerferienfahrplan trage zwar zu einer Entlastung während Corona im HVV bei, es gäbe aber trotzdem Fahrten, die man nicht besetzten könne. Dies betreffe aber lediglich bis zu drei Prozent der geplanten Fahrten, sagte der Pressesprecher weiter. Die Leitstelle der Hamburger Hochbahn könne auf die entsprechende Situation reagieren, in dem Mitarbeiter einen sogenannten „Dienst am freien Tag“ übernehmen.

HVV und die Corona-Pandemie: Krisenfahrplan ist vorbereitet

Wenn sich die Corona-Welle im HVV weiter ausbreiten sollte, sei man aber bestens vorbereitet. Entsprechende Krisenfahrpläne gibt es bereits in Hamburg. In diesem Fall würden einzelne Fahrten aus dem Fahrplan gestrichen, dies wird dem Fahrgast aber rechtzeitig in der HVV-App angezeigt.

Diese Fahrausfälle sollen nur Linien betreffen, die derzeit in einer sehr engen Taktung fahren, wie die Linien 5 von Niendorf Richtung City und dem Hamburger Hauptbahnhof, die im Fünfminutentakt fährt. Buslinien, die bereits jetzt nur alle 20 Minuten fahren, sollen auch diesen Takt beibehalten, um Fahrgäste nicht unnötig unter Stress zu setzen. Dieser Krisenfahrplan greift aber derzeit noch nicht!

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