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Corona Hamburg: Zahlen so hoch wie nie – Senat will verschärfen, Lauterbach lockern?  

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Von: Kevin Goonewardena

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Karl Lauterbach kündigte bereits vor der Bund-Länder-Runde neue Beschlüsse an. Derweil ist die Inzidenz in Hamburg so hoch wie nie. Was kommt auf die Hamburger zu?

Hamburg – Für den kommenden Freitag ist das nächste Treffen der Spitzen von Bund und Länder anberaumt, bei dem die aktuelle Corona-Lage diskutiert werden wird. Schon jetzt ist klar: Die Bundesbürger werden sich auf neue Coronamaßnahmen einstellen müssen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach kündigte neue Beschlüsse für die kommende Woche an.* Gegenüber der Sendergruppe RTL sagte der SPD-Politiker am Sonnabend: „Es wird auf jeden Fall neue Beschlüsse geben, weil wir müssen uns Gedanken dazu machen, wie verändern wir die Quarantäneverordnung.“

Name:Karl Wilhelm Lauterbach
Geburtstag- und -ort:21. Feb. 1963 in Düren
Mitglied der SPD:seit 2001
Mitglied des Deutschen Bundestags:seit 2005 (Wahlkreis Leverkusen-Köln IV)
Aktuellees politische Amt:Bundesgesundheitsminister (seit 2021)

Corona Hamburg: Inzidenz so hoch wie noch nie – Senat denkt über verschärfte Maßnahmen nach

Für Hamburg meldetet das RKI 1035 Neuinfektionen am gestrigen Sonntag, den 02. Januar 2022. Im Vergleich zum Neujahrstag sind das 162 Neuinfektionen mehr, zum Sonnabend der Vorwoche ist ein Anstieg um 325 neu mit Corona infizierten Hamburgern zu verzeichnen. Der Inzidenz für die Hansestadt kletterte derweil auf 406,9 und damit auf einen neuen Rekordwert. Einen Tag zuvor hatte der Inzidenzwert in Hamburg noch bei 389,9 gelegen, am zweiten Weihnachtstag, also dem Sonntag der Vorwoche, bei 354,4. Das berichtete unter anderem der NDR.

Noch vor der angesprochenen Bund-Länder-Runde trifft sich nach NDR-Informationen bereits am Dienstag die Hamburger Landesregierung. Der Senat der Hansestadt wird dabei eine Verschärfung der in Hamburg gültigen Regeln diskutieren. Unter anderem ist nach Medieninformationen die Einführung einer Testpflicht auf das Coronavirus im Breitensport angedacht, um der Corona-Pandemie in Hamburg weiter entgegen zu steuern.

Quarantäneverordnung: Änderungen im Gespräch

Im Mittelpunkt der Überlegungen der Bund-Länder-Runde am Freitag stehen wiederum die aktuellen Regelungen zum Thema Quarantäne und Kontaktbeschränkungen. Hier wird mit einer Anpassung der Regeln gerechnet. Gesundheitsminister Karl Lauterbach nannte im Interview mit der Kölner Sendergruppe exemplarisch die Frage nach der Dauer der Quarantäne für diejenigen, die in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und anderen Stellen der sogenannten kritischen Infrastruktur arbeiten. Das berichtet unter anderem Spiegel Online.
Ob es bei den Überlegungen um die Verkürzung der Quarantäne-Regelungen für Kontaktpersonen derer, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben oder gar um verkürzte Isolationszeiten für Infizierte gehe, ließ der Bundesgesundheitsminister offen. Eine Frage, auf die Lauterbach bereits jetzt eine klare Antwort hat, ist die nach einer möglichen Durchseuchung: „Keine Option.“*

Booster-Impfungen: Auch Fristen für Auffrischungsimpfungen stehen zur Diskussion

Karl Lauterbach bei einer Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage.
Gesundheitsminister Karl Lauterbach kündigte vor dem Corona-Gipfel neue Beschlüsse an. (Archivbild) © Kay Nietfeld/dpa

Wurde die Dritt-, Auffrischungs- oder Boosterimpfung anfangs noch für Menschen über 65 Jahre und frühestens für einen Zeitpunkt von sechs Monaten nach der Zweitimpfung empfohlen, hat die Ständige Impfkommission der Länder (Stiko) mittlerweile ihre Empfehlung auf alle Bürger ab 18 Jahren ausgeweitet und den Zeitraum zwischen Zweit- und Drittimpfung auf drei Monate verkürzt. Da jedoch die Empfehlungen der Stiko nicht bindend sind, ist es den einzelnen Bundesländern möglich eine Boosterimpfung auch für Jugendliche unter 18 Jahren anzubieten. Baden-Württemberg und auch Nordrhein-Westfalen gehöre zu den Ländern, die dementsprechende Angebote geschaffen haben. Die norddeutschen Bundesländer Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen folgen weiterhin der Stiko-Empehlung.

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Boosterimpfung: Gültigkeit der Drittimpfung

Rechtlich gilt die Person als geboostert, deren Drittimpfung 15 Tage zurück liegt.* Ab diesem Tag entfällt auch die Testpflicht für eben jene Bürger. Wie lange eine erstmals erlange Gültigkeit der Boosterimpfung bestand hat, ist nach wie vor umstritten. Das Bundesgesundheitsministerium nennt aktuell den Zeitraum eines Jahres. Das heißt, dass eine Person ein Jahr nach Erhalt der dritten Coronaschutzimpfung als ungeimpft gilt, sollte keine abermalige Auffrischung erfolgt sein – von der aktuell zwar keine Rede ist, doch mit einer Viertimpfung wird allgemein gerechnet. Schon vorher kann die Gültigkeitsdauer jedoch bei einer veränderten Gesamtsituation angepasst werden. Und: Darauf ob andere Länder die Gültigkeit der Drittimpfung verkürzen, hat die Bundesregierung keinen Einfluss. Das ist unter anderem wichtig Auslandsreisende.

Boosterimpfung: So viele Menschen im Norden haben sie

Zum etwas anderen traditionellen Neujahrsempfang ins Hamburger Rathaus, kamen am 01. Januar 2022 rund 1300 Bürger und Bürgerinnen der Hansestadt, wie der NDR berichtete. Grund: Sie wollten sich dort eine Booster-Impfung von Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher persönlich abholen. Der ausgebildete Arzt Tschentscher hatte im Kaisersaal des Hamburger Rathaus selbst zur Impfnadel gegriffen.

Laut RKI haben damit in Norddeutschland insgesamt 6.044.688 Millionen Bürger (Stand 03. Januar 2022) die Boosterimpfung erhalten. In Deutschland sind es zum gleichen Zeitpunkt 32,3 Millionen Menschen. Die meisten Menschen sind demnach in Niedersachsen geboostert, und zwar 3.389.445. Das entspricht einer Impfquote von 42,3 Prozent in diesem Bereich. Das Schlusslicht der fünf norddeutschen Bundesländer bildet Hamburg. In der Hansestadt ist lediglich etwa jeder dritte Bürger bisher geboostert worden. (616.807 beziehungsweise 33,3 Prozent). Einen Überblick über Impftermine und -ortefür eine Boosterimpfung in Hamburg gibt es hier. *24hamburg, kreiszeitung.de, merkur.de und fr.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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