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Corona Hamburg: Verpetzer-Appell von Andy Grote – Bürger sollen 2G-Verstöße melden

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Von: Jan Knötzsch

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Hamburg weitet die 2G-Regeln aus. Und will die Einhaltung härter kontrollieren. Nicht nur die Polizei soll auf 2G-Verstöße achten, sagt Innensenator Andy Grote.

Hamburg – Die Entscheidung ist gefallen: Um dem Coronavirus in der Hansestadt Hamburg Einhalt zu gebieten, wird in Hamburg – wo inzwischen eine Rekord-Inzidenz erreicht wurde – die 2G-Regel extrem ausgeweitet. So finden unter anderem alle Weihnachtsmärkte in Hamburg jetzt unter 2G-Regeln statt und es heißt adé 3G. Die neuen 2G-Regeln stellte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Dienstag, 16. November 2021, auf der Landespressekonferenz offiziell vor.

Diese neuen 2G-Regeln in Hamburg müssen natürlich auf ihre Einhaltung überprüft werden. Eine Aufgabe, die in erster Linie der Polizei Hamburg zukommt. Doch Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) hat einen besonderen „Wunsch“.

Deutscher Politiker:Andy Grote
Geboren:14. Juni 1968 (Alter 53 Jahre), Dissen am Teutoburger Wald
Partei:Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Aktuelle Tätigkeit:Senator der Behörde für Inneres und Sport

Corona in Hamburg: Ab dem 20. November gelten die neuen 2G-Regeln – Innensenator Andy Grote äußert sich

Während sich Hamburger in ihrer Stadt hier kostenlos mit Schnelltest darauf testen lassen können, ob sie mit dem Coronavirus infiziert sind oder nicht, zeigt eine neue Corona-Studie, wer besonders gefährdet ist. Zudem ist in der Diskussion, ob ungeimpfte Personen ihre Behandlung in Krankenhäusern bald selbst zahlen müssen – so wie es in Singapur bereits der Fall ist. Die Krankenhäuser sind, auch in Hamburg, wieder enorm ausgelastet – es droht sogar die Triage, wie ein Top-Mediziner des UKE bereits warnt.

Entsprechend des Gangs der Dinge, die die Inzidenzzahlen und das Cronavirus nehmen, war klar, dass der Hamburger Senat mit schärferen 2G-Regeln um die Ecke kommen würde. Der nun beschlossenen Ausweitung der 2G-Regeln. Andy Grote hatte diese als Senator für den Sport bereits knallhart angekündigt. Und auch Schulsenator Ties Rabe (SPD) hatte zuletzt seine Meinung über Ungeimpfte klar kundgetan. Die flächendeckenden 2G-Regeln waren also die logische Folge, mit der man in Hamburg rechnen musste.

Hamburgs Innen-und Sportsenator Andy Grote vor Menschen bei einem Weihnachtsmarkt und einem Zettel mit den 2G-Regeln
Hamburgs Innen- und Sportsenator Andy Grote fordert alle auf, 2G-Regelbrüche zu melden. (24hamburg.de-Montage) © Georg Wendt/Roland Weihrauch/Vanessa Reiber/dpa

Corona in Hamburg: Andy Grote nach „Pimmelgate“ wieder im Blickpunkt – das sagt er zu Hinweisen durch Bürgerinnen und Bürger

Entsprechend dürfen Bereiche mit erhöhtem Infektionsrisiko wie Kneipen, Kinos oder auch Sporthallen ab Samstag, 20. November 2021, nur noch mit einem entsprechenden Nachweis betreten werden. Dass genau diese 2G-Regeln auch eingehalten werden, will Innensenator Andy Grote in Hamburg härter als bislang überprüfen. „Wir geben uns ja die Regeln, um durch die noch mal kritischere Phase der Pandemie auch gut durchzukommen“, so Grote auf der Pressekonferenz am Dienstag, 16. November 2021. Logisch also, dass „natürlich auch kontrolliert werden“ müsse, ob die 2G-Regeln eingehalten werden.

Noch besser ist es, wenn wir das als Information bei den Polizeidienststellen hinterlassen, die gehen dem dann auch nach.

Andy Grote, SPD-Politiker und Hamburger Senator für Inneres und Sport

„Vielfach führen wir die Kontrollen durch aufgrund von Hinweisen, die wir bekommen. Das ist auch wichtig, da sind wir auch dankbar“, sagt Andy Grote, der zuletzt durch die „Pimmelgate“-Affäre im Blickpunkt gestanden hat und setzt dabei nicht nur auf die Polizei Hamburg, sondern auch auf achtsame Bürgerinnen und Bürger in Hamburg. Diese sollen laut Grote, bei dessen Aufruf man überspitzt auch von einem „Verpetzer“-Appell sprechen könnte, mutmaßliche Verstößen den Behörden zu melden.

Corona Hamburg: Innensenator Andy Grote kündigt härtere Kontrollen an – so sieht die bisherige Bilanz aus

„Das ist immer gut, wenn wir uns das gegenseitig erzählen. Noch besser ist es, wenn wir das als Information bei den Polizeidienststellen hinterlassen, die gehen dem dann auch nach“, zitiert Spiegel online den Innensenator der Hansestadt Hamburg, der von bereits 2000 Kontrollen zur Einhaltung der 3G- und 2G-Regeln seit Ende August berichtet: „Wir intensivieren die Kontrollen jetzt noch mal, allein in der vergangenen Woche sind 600 Kontrollen durchgeführt worden, allein am letzten Wochenende 230.“

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Bei den Kontrollen am vergangenen Wochenende hätten die Beamtinnen und Beamten 40 Verstöße festgestellt, sagte Grote. 17 Betriebe seien wegen Coronaverstößen in der vergangenen Woche geschlossen worden. In den Ämtern der Stadt Hamburg werde an Dutzenden Verfahren gearbeitet, die jeweils mehrere tausend Euro Bußgeld zur Folge haben könnten. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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