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Corona Hamburg: Rabe spricht Klartext – „halte Schulschließungen für Wahnsinn“

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Von: Jan Knötzsch

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Den 6. Juli 2022 haben sich Hamburgs Schüler im Kalender rot angestrichen. Es ist der letzte Schultag. Was erwartet sie nach den Ferien in Sachen Corona?

Hamburg – Die Freude steigt: Sechs Wochen lang nicht zur Schule. Ab Mittwoch, 6. Juli 2022, wird das für die Schülerinnen und Schüler in der Hansestadt Hamburg Wirklichkeit. Endlich! Die Sommerferien stehen auf dem Programm. Sechs Wochen lang Ruhe vor Tests, Klausuren, Lernen und Hausaufgaben. Vielleicht sogar mal weg aus Hamburg. Raus in die weite Welt – wenn es das Chaos am Flughafen Hamburg denn zulässt, dass der Flieger überhaupt pünktlich abhebt und Schülerinnen und Schüler mit oder ohne Eltern am Zielort ankommen.

Doch sechs Wochen später wird all dies vorbei sein. Dann wartet wieder der Alltag in den Schulen in Hamburg. Und womöglich auch wieder das Coronavirus und dessen Gefahren. Wie wird es nach den Sommerferien mit den Corona-Maßnahmen weitergehen? Die Schulbehörde trifft Vorbereitungen.

Hamburgs Schulen bereiten sich auf mögliche Corona-Gefahren nach Ferien vor

Das hat ein Sprecher der Hamburger Schulbehörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erklärt. Demnach würden die Luftfilter-Geräte von Fachkräften in den nächsten Wochen sorgfältig gewartet. Alle Schnelltests würden an den Schulen konzentriert, um auch kurzfristig in die Testverfahren wieder einsteigen zu können. All dies werde in Zusammenarbeit mit den Schulleitungen vorbereitet. Währenddessen hat sich Ties Rabe zu einem Thema geäußert, das in diesem Zusammenhang aktuell heiß diskutiert wird: Schulschließungen: „Ich halte Schulschließungen für Wahnsinn, das ist ein deutscher Sonderweg und ich werde mich dafür einsetzen, dass es nicht wieder dazu kommt“, so der Schulsenator.

Im Hintergrund ein Klassenzimmer, in dem ein Corona-Test auf dem Tisch liegt. Im Vordergrund Hamburgs Schulsenator Ties Rabe.
Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) bezieht klar Stellung. (24hamburg.de-Montage) © Julian Stratenschulte/Marcus Brandt/dpa

Auf die Frage, ob man – wenn es am Ende doch anders kommen sollte – für digitalen Unterricht gut genug gerüstet sei, unterstreicht die Behörde: Hamburgs Schulen seien inzwischen nicht nur technisch bestens ausgestattet, sondern hätten auch bei digitalen Fähigkeiten und Unterrichtseinheiten große Fortschritte gemacht.

Corona-Maßnahmen an Hamburgs Schulen: Bis zu zwei kostenlose Schnelltests pro Woche

Die Schul- und die Gesundheitsbehörde beobachten laut Auskunft die Entwicklung der Infektionslage fortlaufend. So könnten zum Beispiel zu Beginn des neuen Schuljahres oder der kälteren Jahreszeit alle erprobten Schutzmaßnahmen zügig jederzeit wieder eingeführt werden. Sofern insbesondere bei Masken- und Testpflicht der nötige rechtliche Rahmen dann geschaffen ist, berichtet der Sprecher der Schulbehörde via dpa.

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„Zusätzlich bieten Hamburgs Schulen anders als die Schulen in den meisten Bundesländern auch weiterhin noch den Service an, dass sich Schulbeschäftigte jederzeit freiwillig selbst testen können“, heißt es seitens der Schulbehörde in Hamburg, wo die Corona-Inzidenz wieder ungeahnte Ausmaße annimmt und die Corona-Impfung laut einer UKE-Studie extrem hohe Wirksamkeit zeigt. Sie würden laut Schulbehörde dazu bis zu zwei kostenlose Schnelltests pro Woche bekommen: „Anlassbezogen werden darüber hinaus den Schülerinnen und Schülern auch künftig solche Tests zur Verfügung gestellt.“ (mit dpa-Material)

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