Schule zu Hause

Homeschooling im Corona-Lockdown: Experten-Tipps für Hamburger

  • Natalie-Margaux Rahimi
    vonNatalie-Margaux Rahimi
    schließen

Bund und Länder verlängern den Corona-Lockdown. Das heißt für viele Eltern weiterhin: Homeschooling der Kinder. Mit diesen tollen Tipps klappt der Heimunterricht.

  • Der seit dem 16. Dezember bestehende Corona-Lockdown wird bis mindestens 31. Januar verlängert.
  • Das bedeutet: Die Schulen bleiben in der Notbetreuung – Homeschooling wird empfohlen.
  • Diese Tricks können gestressten Eltern helfen.

Hamburg – Am 05. Januar haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs auf die Verlängerung des Corona-Lockdowns geeinigt. Die Schulen müssen weiter geschlossen bleiben. Für viele Eltern ist das eine extreme Belastung. Besonders für diejenigen, die selbst beruflich im Homeoffice tätig sind. Doch die Maßnahmen sind längst kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Es gibt hilfreiche Tipps, mit denen das Homeschooling gelingt.

Bundeskanzlerin der Bundesrepublik DeutschlandAngela Merkel
Geboren:17. Juli 1954, Hamburg
Amt:Bundeskanzler seit 2005
Partei:Christlich Demokratische Union Deutschlands
Ehepartner:Joachim Sauer (verh. 1998), Ulrich Merkel (verh. 1977–1982)

Homeschooling im Corona-Lockdown: Stellen sie einen Zeitplan für sich und Ihre Kinder auf

Damit das Homeschooling gelingt und sich im Idealfall auch noch mit Ihren Arbeitszeiten vereinen lässt, benötigen Sie unbedingt einen Zeitplan. Einerseits bietet es dem Kind die Strukturen, die es aus der Schule gewohnt ist und zum anderen erleichtert es Ihnen auch die Planung Ihres Arbeitstages. Wenn Ihre Kinder schon größer sind, können Sie den Plan auch gemeinsam aufstellen. Ansonsten bietet es sich an, in denselben Strukturen zu arbeiten wie die Schule.

Corona Lockdown: Mit diesen Tipps klappt das Homeschooling. (24hamburg.de-Montage)

Beginnen Sie also am Morgen und arbeiten Sie in einzelnen Schulstunden. Nach circa 30 Minuten sollten Sie eine kleine Pause einlegen. In der Schule dauert eine Schulstunde zwar üblicherweise 45 Minuten, jedoch fällt es Kindern im häuslichen Umfeld oft schwerer, sich lange am Stück zu konzentrieren. Wenn möglich, könnte es hilfreich sein, wenn Sie sich mit Ihrer Arbeit neben Ihr Kind setzen. So agieren Sie als Vorbild und können bei Fragen direkt helfen. Machen Sie Ihrem Kind aber unbedingt deutlich, dass Sie selbst Aufgaben zu erledigen haben und nicht dauerhaft Hilfestellungen geben können.

Übrigens: Wenn Sie von Ihrem Kind wissen, dass es morgens gerne etwas länger schläft, lassen Sie es ruhig ausschlafen. Auch die Kinder dürfen von den „Vorteilen“ des Homeschoolings profitieren, insofern Ihre Kinder das natürlich wollen. Machen Sie Ihrem Kind nur deutlich, dass es sich wieder umgewöhnen muss, sobald die Schulen öffnen.

Homeschooling in Hamburg: Pausen lassen die Konzentration Ihrer Kinder wieder aufleben

Kleine Pausen zwischendurch können Ihrem Kind dabei helfen, sich im Anschluss wieder besser auf die Schulaufgaben konzentrieren zu können. Hilfreich ist es auch die Pausen aktiv zu gestalten. Verlassen Sie, wenn möglich, kurz den Arbeitsplatz. Körperliche Aktivitäten, die Zubereitung und der Verzehr von Snacks sowie Gespräche abseits von Schulinhalten sind gute Pauseninhalte.

Nach 2,5 Stunden reinem Unterricht sollte eine größere Pause eingelegt werden. Sie können dann zum Beispiel mit Ihren Kindern zusammen Mittagessen. Natürlich können die Kinder die große Pause auch zum Spielen, Basteln oder Toben nutzen. Lassen Sie Ihr Kind entscheiden, worauf es Lust hat. In der Schule würde es schließlich auch selbst entscheiden, wie es die Pause verbringt. Versuchen Sie lediglich, Fernseher oder Computer zu vermeiden, denn diese stellen eine große Ablenkung dar und Ihren Kindern wird es vermutlich schwerfallen, wieder in den Unterricht zurückzukehren.

Eltern mit Kindern im Homeschooling: Befassen Sie sich mit den Lerninhalten Ihrer Kinder

Wenn Sie Ihren Kindern das Lernen erleichtern wollen, befassen Sie sich am Abend vorher mit den Lerninhalten des nächsten Tages. So wissen Sie ganz genau, was Ihr Kind zu tun hat. Wenn Sie der Meinung sind, dass die Schule Ihrem Kind zu viele Aufgaben gegeben hat und Ihr Kind damit überfordert ist, sollten Sie unbedingt mit dem zuständigen Lehrer sprechen. Wenn etwas unverständlich ist, wenden Sie sich ebenfalls an den Lehrer oder schauen Sie, ob es im Internet Tutorials zu dem Thema gibt. Diese können Sie dann auch mit Ihren Kindern gemeinsam anschauen.

Wenn bei Ihrem Kind vermehrt Fragen auftauchen, geben Sie diese an den Lehrer weiter. Möglicherweise kann er Ihnen ergänzende Aufgaben zur Vertiefung geben. Das wird Ihrem Kind sicher helfen. Versuchen Sie verständnisvoll zu sein, auch wenn Sie selbst einmal gestresst sind. Die Kinder sind es gewohnt, dass die Lehrer Ihnen dauerhaft Hilfestellungen geben. Geben Sie unbedingt auch Lob, wenn etwas gut läuft. Kontrollieren Sie die Aufgaben Ihres Kindes und geben Sie Verbesserungsvorschläge.

Homeschooling in Corona-Zeiten: Rituale und Belohnungen können Eltern helfen

Einige Kinder können sich nur schwer mit Ihren Eltern als Lehrer anfreunden. Immerhin war die Schule bisher immer „ihr eigenes Ding“ und plötzlich kommen die Eltern wieder dazu. Deshalb geben Sie Ihrem Kind auch Freiheiten, wenn es nach welchen verlangt. Kontrollieren Sie nicht übermäßig. Außerdem können kleine Rituale den Kindern dabei helfen sich deutlich zu machen, dass sie sich im Schulalltag befinden. Beispielsweise ein Wecker zu Beginn des Unterrichts und den Pausenzeiten. Dieser wird Ihr Kind an die Schulglocke erinnern.

Erfragen Sie andere Schulrituale Ihres Kindes. Sie können morgens vor Beginn auch ein Lied singen, wenn Ihr Kind das so aus der Schule kennt. Versuchen Sie sich darauf einzulassen. Wenn Ihr Kind gut lernt, wird sich das auch positiv auf Ihre eigene Arbeit auswirken. Planen Sie zum Ende eines jeden Schultages eine Feedback-Runde ein, in der auch Ihr Kind sagen kann, was heute gut oder schlecht war. Wenn Ihr Kind etwas besonders gut gemacht hat, können Sie es am Ende des Tages belohnen. Das sorgt für zusätzliche Motivation.

Das Wichtigste ist: Seien Sie nicht zu streng und lassen Sie sich nicht stressen. Es ist für alle eine besondere Situation – auch für Ihre Kinder. Daher muss nicht alles jeden Tag perfekt klappen. Bleiben Sie gelassen und teilen Sie zum Beispiel auch Haushaltsaufgaben, wenn möglich, mit Ihren Kindern auf. Das kann Ihnen zusätzliche Arbeit abnehmen und die Kinder auf andere Gedanken bringen. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Fotostand/Imago Images & Panthermedia/Imago Images

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare