Strenge Regeln

Lockdown in Hamburg aktuell: Wann öffnen Fitnessstudios wieder?

  • Jens Kiffmeier
    vonJens Kiffmeier
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Hamburg zieht die Corona-Notbremse und kehrt in den Lockdown zurück. Wann öffnen Fitnessstudios wieder?

  • In Hamburg gilt ein strenger Corona-Lockdown.
  • Fitnessstudios bleiben geschlossen.
  • Die Öffnungsstrategie besagt: Fitnessstudio öffnen ab einer Inzidenz von unter 100 über einen Zeitraum von 2 Wochen. Dann ist ein Besuch nur mit einem tagesaktuellen negativen COVID-19 Schnell- oder Selbsttest möglich.
  • Die Öffnung der Fitnessstudios ab einer Inzidenz von unter 50 über einen Zeitraum von 14 Tagen sollte dann lockerer möglich sein. Wichtig ist kontaktfreier Sport.
  • Kontaktsport in Innenräumen ist frühestens ab 18. April 2021 möglich.

Update vom Montag, 22. März 2021, 11:05 Uhr: Hamburg – Aufgrund der neuen Corona-Entwicklung werden sich die Sportfanatiker und Fitnessstudio-Fans doch noch weiter in Geduld üben müssen. Um die dritte Welle abzuschwächen und die vom Hamburger Senat sowie von Bürgermeister Tschentscher (SPD) angezogene Notbremse durchzusetzen, sieht es nach dem kurzen Hoffnungsschimmer bei den Besuchen Fitness-Tempeln und Sportstudios wieder zappenduster aus.

Corona-Lockerung für Sportler: Wann öffnen Hamburgs Fitnessstudios?

Ursprünglicher Artikel vom 23. Februar 2021:

Hamburg – Fit bleiben im Corona-Lockdown? Für Sportfans ist das gar nicht so einfach. Ein bisschen Joggen im Park, Radfahren, vielleicht noch ein wenig Workout auf der heimischen Hantelbank – das war es auch schon. Denn die beliebten Fitnessstudios der Hansestadt Hamburg sind vorerst geschlossen. Doch das könnte sich bald ändern.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)

Wegen des hohen Infektionsgeschehens gilt bundesweit ein strenger Lockdown bis zum 7. März. Darauf hatten sich die Ministerpräsidenten der Länder zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geeinigt. Das betrifft neben dem Hotel- und Gaststättengewerbe ebenso die Sportvereine und Fitnessstudios. Sie alle müssen bis zu diesem Datum den Betrieb einstellen.

Fitnessstudios im Lockdown: Merkel stellt Öffnung in Aussicht

Doch für die Fitnessbranche gibt es ein Zeichen der Hoffnung. Merkel selber – ansonsten eher eine Gegnerin vorschneller Lockerungspläne – stellt den Betreibern der Sportcenter eine Öffnung in den kommenden Wochen in Aussicht. Die Regierungschefin beugte sich lang anhaltender Kritik und skizzierte am vergangenen Montag erstmalig einen Plan für Lockdown-Lockerungen. Sie verstehe die Sehnsucht der Menschen nach Erleichterung bei den strengen Corona-Regeln, so die Kanzlerin.

Sie wollen wieder an den Start gehen: Die Betreiber der Fitnessstudios. (24hamburg.de-Montage)

Merkel plädiert für ein abgestuftes Verfahren. So soll die Reduzierung von Kontaktbeschränkungen oberste Priorität haben, dann folgt die Öffnung von Schulen und Kitas. In Stufe drei sieht der Merkel-Plan dann Erleichterungen für den Bereich Sport vor. Dahinter reihen sich dann Gastronomie, Kultur und Hotels ein. Am 3. März beraten dazu die Ministerpräsidenten der Länder erneut mit Merkel bei einem Corona-Gipfel.

Ob die Fitnessstudios dann geöffnet werden, hängt aber weiterhin von Entwicklung der Inzidenzwerte ab. Bislang sehen die Pläne vor, dass der Betrieb erst wieder hochgefahren werden sollte, wenn der Sieben-Tage-Wert, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, unter 35 liegt. Davon ist Hamburg noch weit entfernt. Derzeit pendelt die Inzidenz bei ungefähr 70.

Trotz des Infektionsgeschehens erwägen einige Bundesländer einen Sonderweg. So wurden etwa in Niedersachsen und Schleswig-Holstein bereits Schulen, Baumärkte und Gartencenter wieder geöffnet. Fitnessstudios hingegen sind deutschlandweit noch dicht.

Corona-Gipfel: Sportverband legt Eckpunkte für Stufenplan vor

In Hamburg vertritt Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) vorerst auch noch einen harten Corona-Kurs. Aus Sorge vor der Ausbreitung neuer Virusmutationen lehnt er eigentlich vorschnelle Lockerungspläne ab. Erst am Dienstag stellte er klar: Es sei nicht klar, ob die Infektionslage so stabil sei, um Öffnungsschritte gehen zu können, sagte er.

Weiterhin müsse man sehr, sehr vorsichtig sein. Jedoch ist Tschentscher bisher auch immer ein Verfechter gewesen, dass die Bundesländer einen einheitlichen Kurs fahren in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Die Beschlüsse der Bund-Länder-Beratungen hatte er bislang immer eins zu eins umgesetzt.

Der Deutsche Sportstudio-Verband (DSSV) jedenfalls will nichts unversucht lassen. Bereits im Vorfeld der anstehenden Beratungen haben die Funktionäre ein Hygienekonzept und eine Bewertung zum Ansteckungsrisiko an das Bundeswirtschaftsministerium geschickt. Nach einem Corona-Wirtschaftsgipfel in der vergangenen Woche hatte die Bundesbehörde die von dem Lockdown betroffenen Branchen aufgefordert, Eckpunkte und Vorschläge für ein Öffnungskonzept einzureichen. Die Papiere sollen am Mittwoch in die Bund-Länder-Beratungen einfließen. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer/dpa/picture alliance

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