Strenge Regeln

Lockdown in Hamburg: Wann machen Fitnessstudios wieder auf?

  • Jan Knötzsch
    VonJan Knötzsch
    schließen
  • Jens Kiffmeier
    Jens Kiffmeier
    schließen

Der Inzidenzwert sinkt und sinkt. Und Hamburg beschließt Lockerungen: Außengastro und Geschäfte machen auf. Wann sind endlich Fitnessstudios an der Reihe?

Update vom Sonntag, 23. Mai 2021: Hamburg – Während in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern weiter über die Öffnung von Fitnessstudios diskutiert wird, haben einige Bundesländer das Öffnen der Indoor-Fitness-Tempel bereits gestattet. Wo Fitnessstudios schon geöffnet* sind, ist je nach Bundesland unterschiedlich. Mittlerweile steht ein Termin für die Öffnung der Fitnessstudios in Hamburg fest.

Update vom Mittwoch, 12. Mai 2021, 09:29 Uhr: Hamburg – Nach einer Sondersitzung des Hamburger Senats gibt es jetzt neue Hoffnung für Sportfans. Zusammen mit dem Ende der Ausgangssperre treten am 12. Mai 2021 weitere Lockerungen in Kraft. Damit ist dann Sport nicht mehr nur allein im Freien erlaubt, sondern auch in öffentlichen und privaten Sportanlagen. Und das sowohl allein als auch zu zweit und mit Personen eines gemeinsamen Haushalts. Allerdings ist für Trainer und Coaches ein negativer Coronatest Pflicht.

Wann öffnen Fitnessstudios in Hamburg wieder? Die nächsten Öffnungsschritte für den Sport. (24hamburg.de-Montage)

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings noch: Umkleideräume und Duschen müssen weiterhin geschlossen bleiben. Toiletten dürfen nur öffnen, wenn Hygienevorschriften und Mindestabstände eingehalten werden können. Wettkämpfe für Athletinnen und Athleten sowie das Training hierfür müssen weiterhin ohne Zuschauer stattfinden.

Sport im Corona-Lockdown: Lockerungen in Sicht

Update vom Sonntag, 9. Mai 2021, 16:25 Uhr: Hamburg – Sport im Corona-Lockdown, das ist ein Thema für sich. Seit die aktuell gültigen Beschränkungen gelten, ist nicht nur der Amateursport in Hamburg eingestellt. Saunen und Schwimmbäder sind geschlossen. Individualsport im Freien – wie zum Beispiel Joggen – ist unter Auflagen erlaubt. Der Profisport in der Hansestadt, also beispielsweise die Spiele des Hamburger SV und des FC St. Pauli, sind erlaubt. Fitnessstudios hingegen sind seit langem geschlossen.

Wann dürfen sie wieder öffnen, wenn der Hamburger Senat startend mit der möglichen Aufhebung der Ausgangssperre Lockerungen bei Beschränkungen ankündigt? Die schlechte Nachricht: Anders als Restaurants oder aber den Einzelhandel erwähnt der Stufenplan des Senats Fitnessstudios nicht explizit! In dem Plan ist nur die Rede davon, dass – bei weiter sinkendem Inzidenzwert – ab dem 12. Mai 2021 Sport im Freien wieder mit bis zu zehn Kindern möglich sein wird.

Frühestens Ende Mai ist laut dieses Beschlusses damit zu rechnen, dass kontaktfreier Sport in Gruppen mit bis zu zehn Erwachsenen im Freien erlaubt werden könnte. Für den Kindersport gelte dann eine Grenze von 20 Kindern. Erst weitere zehn bis 14 Tage später sieht der Stufenplan weitere Öffnungen im Bereich Sport vor. Dann vielleicht auch für Fitnessstudios? Abwarten.

Lockdown in Hamburg: Sportfanatiker und Fitness-Fans müssen sich in Geduld üben

Update vom Montag, 22. März 2021, 11:05 Uhr: Hamburg – Aufgrund der neuen Corona-Entwicklung werden sich die Sportfanatiker und Fitnessstudio-Fans doch noch weiter in Geduld üben müssen. Um die dritte Welle abzuschwächen und die vom Hamburger Senat sowie von Bürgermeister Tschentscher (SPD) angezogene Notbremse durchzusetzen, sieht es nach dem kurzen Hoffnungsschimmer bei den Besuchen Fitness-Tempeln und Sportstudios wieder zappenduster aus.

Corona-Lockerung für Sportler: Wann öffnen Hamburgs Fitnessstudios?

Erstmeldung vom 23. Februar 2021:

Hamburg – Fit bleiben im Corona-Lockdown? Für Sportfans ist das gar nicht so einfach. Ein bisschen Joggen im Park, Radfahren, vielleicht noch ein wenig Workout auf der heimischen Hantelbank – das war es auch schon. Denn die beliebten Fitnessstudios der Hansestadt Hamburg sind vorerst geschlossen. Doch das könnte sich bald ändern.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)

Wegen des hohen Infektionsgeschehens gilt bundesweit ein strenger Lockdown bis zum 7. März. Darauf hatten sich die Ministerpräsidenten der Länder zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geeinigt. Das betrifft neben dem Hotel- und Gaststättengewerbe ebenso die Sportvereine und Fitnessstudios. Sie alle müssen bis zu diesem Datum den Betrieb einstellen.

Fitnessstudios im Lockdown: Merkel stellt Öffnung in Aussicht

Doch für die Fitnessbranche gibt es ein Zeichen der Hoffnung. Merkel selber – ansonsten eher eine Gegnerin vorschneller Lockerungspläne – stellt den Betreibern der Sportcenter eine Öffnung in den kommenden Wochen in Aussicht. Die Regierungschefin beugte sich lang anhaltender Kritik und skizzierte am vergangenen Montag erstmalig einen Plan für Lockdown-Lockerungen. Sie verstehe die Sehnsucht der Menschen nach Erleichterung bei den strengen Corona-Regeln, so die Kanzlerin.

Sie wollen wieder an den Start gehen: Die Betreiber der Fitnessstudios. (24hamburg.de-Montage)

Merkel plädiert für ein abgestuftes Verfahren. So soll die Reduzierung von Kontaktbeschränkungen oberste Priorität haben, dann folgt die Öffnung von Schulen und Kitas. In Stufe drei sieht der Merkel-Plan dann Erleichterungen für den Bereich Sport vor. Dahinter reihen sich dann Gastronomie, Kultur und Hotels ein. Am 3. März beraten dazu die Ministerpräsidenten der Länder erneut mit Merkel bei einem Corona-Gipfel.

Ob die Fitnessstudios dann geöffnet werden, hängt aber weiterhin von Entwicklung der Inzidenzwerte ab. Bislang sehen die Pläne vor, dass der Betrieb erst wieder hochgefahren werden sollte, wenn der Sieben-Tage-Wert, also die Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, unter 35 liegt. Davon ist Hamburg noch weit entfernt. Derzeit pendelt die Inzidenz bei ungefähr 70.

Trotz des Infektionsgeschehens erwägen einige Bundesländer einen Sonderweg. So wurden etwa in Niedersachsen und Schleswig-Holstein bereits Schulen, Baumärkte und Gartencenter wieder geöffnet. Fitnessstudios hingegen sind deutschlandweit noch dicht.

Corona-Gipfel: Sportverband legt Eckpunkte für Stufenplan vor

In Hamburg vertritt Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) vorerst auch noch einen harten Corona-Kurs. Aus Sorge vor der Ausbreitung neuer Virusmutationen lehnt er eigentlich vorschnelle Lockerungspläne ab. Erst am Dienstag stellte er klar: Es sei nicht klar, ob die Infektionslage so stabil sei, um Öffnungsschritte gehen zu können, sagte er.

Weiterhin müsse man sehr, sehr vorsichtig sein. Jedoch ist Tschentscher bisher auch immer ein Verfechter gewesen, dass die Bundesländer einen einheitlichen Kurs fahren in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Die Beschlüsse der Bund-Länder-Beratungen hatte er bislang immer eins zu eins umgesetzt.

Der Deutsche Sportstudio-Verband (DSSV) jedenfalls will nichts unversucht lassen. Bereits im Vorfeld der anstehenden Beratungen haben die Funktionäre ein Hygienekonzept und eine Bewertung zum Ansteckungsrisiko an das Bundeswirtschaftsministerium geschickt. Nach einem Corona-Wirtschaftsgipfel in der vergangenen Woche hatte die Bundesbehörde die von dem Lockdown betroffenen Branchen aufgefordert, Eckpunkte und Vorschläge für ein Öffnungskonzept einzureichen. Die Papiere sollen am Mittwoch in die Bund-Länder-Beratungen einfließen. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Guido Kirchner/dpa/picture alliance

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare