Zurück zur Normalität?

Corona Hamburg: Supermarkt, Sport, Wochenmarkt – wo dank 2G jetzt die Maske fällt

  • Tomasz Gralla
    VonTomasz Gralla
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Das 2G-Modell erlaubt in Hamburg die Rückkehr zur Normalität. Am Wochenende fallen weitere Corona-Auflagen für viele Veranstalter. Ohne Abstand, ohne Maske – fast wie früher.

Hamburg – Es geht voran, so hat man das Gefühl. Voran in Richtung einer Normalität, nach der man sich nun seit über anderthalb Jahren sehnt. Den Impfungen und insbesondere in Hamburg dem 2G-Modell sei Dank. Denn dieses erlaubt es Veranstalter, auf zahlreiche Coronabeschränkungen zu verzichten – sofern sie nur Geimpfte und Genesene hineinlassen.

Ab dem Wochenende um den 25. September werden die Coronaregeln für 2G-Nutzer noch weiter gelockert. Restaurantbesuch, Bar, Tanzen – all das ohne Maske, ohne Abstand und ohne Teilnehmerbegrenzung. Wo all das nun möglich ist, und darüber, dass nicht alle die 2G-Regel gut finden.

Stadt:Hamburg
Fläche:755,2 Quadratkilometer
Bevölkerung:1,841 Millionen (2019)
Bürgermeister:Peter Tschentscher

Die Maske fällt: Hamburg lockert weiter, immer mehr Veranstalter nutzen das 2G-Modell

Hamburg war das erste Bundesland, das die 2G-Regel Ende August angeboten hatte. Nun wird das Modell erweitert, immer mehr Betreiber von Kinos, Clubs und Restaurants nutzen die Möglichkeit, wieder ein volles Haus zu haben. Ab dem letzten Septemberwochenende ist es in Locations, die an dem 2G-Modell teilnehmen, möglich, ohne all die bekannten Corona-Einschränkungen zu feiern, essen und die Kultur in Hamburg zu genießen.

Immer mehr von Kultureinrichtungen in Hamburg nehmen am 2G-Modell teil und lassen nur noch Geimpfte und Genesene rein.(24hamburg.de-Montage)

Die Resonanz auf die vom Hamburger Senat angekündigten 2G-Erleichterungen war groß. Vergangene Woche allein hätten sich 90 weitere Betriebe für das Modell angemeldet, bestätigt stellvertretende Senatssprecherin Julia Offen der dpa. Auch bei den Veranstaltern stiegen die Anmeldungen von 600 auf fast 700.

2G in Hamburg: Hier darf man ohne Maske und Abstand rein –und hier nicht

Für Betreiber und Veranstalter, die weiterhin am 3G-Modell halten und zusätzlich zu den Geimpften und Genesene auch die negativ Gentesten willkommen heißen, ändert sich erst einmal nichts.

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Wo sich auch nichts ändert, sind die Supermärkte und andere Geschäfte. Hier gestaltete sich eine 2G-Kontrolle schwierig, zudem kann natürlich niemandem verboten werden, Nahrungsmittel zu kaufen. Deswegen: Maskenpflicht und Abstandsregeln im Supermarkt gelten weiterhin.

Viele Clubs und Bars auf der Sternschanze sowie der Reeperbahn nutzen das 2G-Modell bereits. Welche genau das sind, das machen die Veranstalter vor ihren Lokalen ersichtlich, um auch ein möglichst vollen Haus zu haben. Restaurantbesitzer machen es genauso. Auch immer mehr Theater und Kinos in Hamburg springen auf den 2G-Zug auf. In Fitnessstudios und Sportanlagen hingegen bleibt der Zutritt auch mit einem negativen Coronatest möglich.

Zudem soll es nach Informationen der dpa auch auf Wochenmärkten keine Maskenpflicht mehr geben.

2G-Modell in Hamburg: Nicht alle nutzen und sind begeistert von den neuen Corona-Lockerungen

Dass nicht alle Veranstalter sofort das 2G-Modell nutzen, hat unterschiedliche Gründe. TV-Starkoch Tim Mälzer zum Beispiel äußerte sich erst kürzlich zu dem Senatsbeschluss und entschied sich (zumindest vorerst), das 2G-Modell nicht zu nutzen: „Seit Monaten funktioniert 3G bei uns, ohne einen Zwischenfall, sehr gut“, so der Gastronom.

Auch Gästen sehen sich in ihrer Freiheit eingeschränkt, wenn ihre Stammkneipe das 2G-Modell fährt und sie damit außen vor gelassen werden. Besitzer und Veranstalter müssen sich da auf Anfeindungen einzelner Individuen gefasst machen – auch wenn die meisten zum Glück nicht mit einer Bombendrohung rechnen müssen, wie es neulich in Hamburg-Ottensen der Fall war. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jonas Walzberg, Markus Scholz/dpa

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