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Corona-Desaster in Hamburg: Inzidenz kratzt an der 500 – wie konnte es dazu kommen?

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Hamburg ist kurz davor, einen neuen traurigen Corona-Rekord zu knacken. Denn die Inzidenz kratzt inzwischen an der 500. Dabei war die Stadt einmal ein Vorbild.

Hamburg – So schnell es kann es gehen. War Hamburg kürzlich noch das Corona-Vorbild, mit niedrigen Inzidenzen und geringer Hospitalisierungsrate. So schreibt das nördliche Bundesland heute schon wieder einen Rekord. Mit 499,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen schrammt die Inzidenz nur noch ganz knapp an der 500 vorbei. Ganze 1965 Neuinfektionen binnen 24 Stunden kamen seit gestern dazu.

Stadt:Hansestadt Hamburg
Corona-Neuinfektionen (5. Januar):1965
Corona-Inzidenz (5. Januar):499,4
Hospitalisierungsquote RKI (5. Januar):2,97

Hamburg schreibt neue Corona-Rekorde: Fast 2000 Neuinfektionen und eine Inzidenz von 499,4

Nie zuvor waren Inzidenz oder die Zahl der Neuinfektionen in der Hansestadt Hamburg höher. Am Dienstag, 4. Januar 2022, kamen 1468 Fälle dazu, der bisherige Rekord lag am 30. Dezember 2021 bei 1622. Im Gegensatz zum Vortag machte die 7-Tage-Inzidenz ebenfalls einen beachtlichen Sprung. Am Dienstag lag sie nämlich noch bei 463,3.

Der Blick auf die Stadt Hamburg und das Coronavirus, mit einem Pfeil der in die Höhe steigt.
Corona-Inzidenz kratzt an der 500 – Todesopfer jetzt mehr als 2000. (24hamburg.de-Montage) © Hoch Zwei Stock/imago & Bihlmayerfotografie/imago

Dazu kommen laut Robert Koch-Institut sieben weitere Menschen, die an oder mit Corona in der Hansestadt Hamburg verstorben sind. Und auch damit hat Hamburg eine traurige Marke geknackt. Erstmals übersteigt die Zahl der Todesopfer die 2000er-Marke und liegt nun laut RKI bei 2004.

Eine gute Nachricht gibt es lediglich aus den Krankenhäusern zu vermelden. Derzeit müssen nämlich „nur“ 69 Menschen aufgrund einer Corona-Infektion in einem Hamburger Krankenhaus auf der Intensivstation behandelt werden. 32 von ihnen, also rund die Hälfte muss zusätzlich invasiv beatmet werden. In Spitzenzeiten mussten weit über 100 Patienten aufgrund einer Covid19-Erkrankung intensivmedizinisch betreut werden.

Hamburg plötzlich mit Rekord-Corona-Zahlen: Liegt es an Omikron?

Gut möglich, dass die rasant steigenden Coronazahlen in Hamburg auf die Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante zurückzuführen sind. Senatssprecher Marcel Schweitzer erklärte in der Landespressekonferenz am Dienstag, 4. Januar 2022, dass davon auszugehen sei, dass Omikron bereits die vorherrschende Variante in Hamburg ist.

Laut aktuellen Studien verbreitet sich Omikron deutlich schneller als ihre Vorgänger-Varianten, sorgt jedoch für eher milde Krankheitsverläufe. Das würde auch die noch moderate Hospitalisierungsrate in der Hansestadt Hamburg erklären. Eigentlich sollte die Hospitalisierungsrate inzwischen wegweisend bei der Entscheidung über Corona-Regeln sein, in Anbetracht der rasant steigenden Infektionszahlen durch Omikron, weicht die Politik derzeit aber von ihrem Weg ab.

Steigende Inzidenzen: Corona-Gipfel am Freitag – Lauterbach für strengere Kontaktbeschränkungen

Doch nicht nur in Hamburg steigen die Corona-Zahlen derzeit wieder rasant an. Selbiges ist deutschlandweit zu beobachten. Deshalb will Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Freitag beim Corona-Gipfel reagieren und hat noch schärfere Kontaktbeschränkungen angekündigt*. Derzeit dürfen sich zweifach Geimpfte noch mit zehn Personen treffen, Ungeimpfte mit zwei.

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„Verschärfungen werden leider notwendig sein, um der schweren Welle, die auf uns zukommt, zu begegnen“, sagte Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Genaueres nannte er nicht. Der Gesundheitsminister wolle sich außerdem für eine schnelle Impfpflicht und die Verkürzung der Quarantänezeit aussprechen. *24hamburg.de und kreiszeitung.de ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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