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Corona-Demo in Hamburg: Klappe halten – ihr werdet nie die Mehrheit sein!

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Von: Sebastian Peters

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Demo gegen Corona-Maßnahmen
Der Aufzug muss wenige Meter nach dem Start gestoppt werden. Es tragen zu wenige eine Maske! © Sebastian Peters

In Hamburg ziehen mehr als 13.500 „Corona-Kritiker“ durch die Stadt. Ein Anblick, der am „gesunden Menschenverstand“ zweifeln lässt. Ein Kommentar zur Corona-Demo.

Hamburg – Es fehlten nur noch die Fackeln und Mistgabeln. Über 11.500 „Andersdenkende“ sind in der Hamburger Innenstadt am 18. Dezember 2021 auf die Straße gegangen. Am 8. Januar 2022 waren es sogar 13.500 Teilnehmer! Es ging immer um das gleiche: Die „ach so böse Corona-Politik“ in Hamburg! Die mehrmalige Aufforderung, dass der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher sich wegen der Corona-Maßnahmen rechtfertigen soll, wird über mehrere Lautsprecherwagen in den Hamburger Abendhimmel gepustet. Ebenso wie der Sprechgesang „Nazis Raus, Nazis Raus“, der aber erst gar nicht von der Masse aufgenommen wird und schnell wieder verstummt. Warum bloß?

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
EInwohner:1,841 Millionen
Erste Bürgermeister:Peter Tschentscher (SPD)

Kommentar zu der Corona-Demo in Hamburg: Denkt nicht, dass ihr die Mehrheit seid

Leider schafften es die „Corona-Kritiker“ über 13.500 Menschen auf die Straße zu ziehen. Bereits um 15 Uhr, eine knappe Stunde vor dem eigentlichen Start der Demo, haben sich zahlreiche Corona-Kritiker und Maskenmuffel an der Kunsthalle in Hamburg versammelt. Die Maskenpflicht, die durch den Senat auf Demonstrationen beschlossen wurde, wird anfänglich nur widerwillig angenommen. Das war aber auch zu erwarten.

Überraschenderweise fangen immer mehr an, sich eine Maske in das Gesicht zu hängen. Aber für wie lange bleibt die Maske dort? Antwort: Nicht lange! Nachdem der Aufzug gegen 16:30 Uhr losläuft, muss eine Polizeikette den Aufzug stoppen. Der Einsatzleiter möchte, dass die Maskenpflicht beachtet wird. Nach einigen Minuten darf der Aufzug weiter durch die Hamburger Innenstadt ziehen.

Begleitet werden die 13.500 Personen von vereinzeltem Gegenprotest. Die Gegendemonstrationen, die sich am Straßenrand der Hauptroute aufstellen, sind zahlenmäßig stark in der Unterzahl. Ein anschauliches Beispiel dafür, dass die Vernunft nicht immer „siegt“. An der Esplanade wird es kurzzeitig etwas hitziger.

Ohne Maske unterwegs: Polizei schaut bei Corona-Demo in Hamburg leider häufig nur zu

Corona-Kritiker, die aus dem Demozug OHNE Maske die Gegenprotestler grüßen, sorgen für das Entzünden eines Bengalos. Von der Polizei, die hier auf die Maskenpflicht hinweist, fehlt jegliche Spur. Nach dieser „Auseinandersetzung“ wird die Maskenpflicht immer lockerer gesehen. Je später der Abend, desto weniger Masken waren im Gesicht.

Die Masken-Flüchtigen werden in der Dunkelheit mutiger. Sollte doch ein Polizist um die Ecke schauen, wird die Maske schnell wieder in das Gesicht gehängt. Nur wenige werden dabei von den Polizeikräften, die immerhin mit 800 Einsatzkräften vor Ort waren, kontrolliert. Besonders von der Hamburger Polizei habe ich mir ein härteres Durchgreifen gewünscht.

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Als die Corona-Demo sich auf der Lombardsbrücke begegnet, ist das für die Teilnehmer ein Grund zu feiern. Ein verstörendes Bild, wo nur noch die Fackeln und Mistgabeln gefehlt hätten. Für den Gegenprotest ein Moment, der fassungslos macht. Und den Glauben an eine „gesunde Menschheit“ schwinden lässt. Aber eines ist sicher: Ihr werdet nie die Mehrheit sein! Ihr seid lediglich ein mickriger Prozentsatz von Hamburg. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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