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Corona-Demo Hamburg: 500 Querdenker wollen heute in Bergedorf demonstrieren

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Von: Kevin Goonewardena

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Trotz des Verbots der Großdemo in der Innenstadt wird es am Wochenende in Hamburg zu Protesten gegen die Corona-Politik kommen. Betroffen ist vor allem Bergedorf.

Hamburg – Auch am kommenden Wochenende wird es in Hamburg wieder zu Protesten gegen die Corona-Politik von Bund und Ländern kommen. Nach dem Verbot der Großkundgebungen an der Kunsthalle in der Innenstadt in der Vergangenheit, dass gerichtlich bestätigt wurde, weichen die Querdenker, Impfskeptiker, Schwurbler, Verschwörungs-Ideologen und Pandemie-Leugner auf andere Stadtteile aus. Neben Bergedorf am Samstag, 12. Februar 2022, ist für Sonntag, 13. Februar 2022, eine Demonstration in Eppendorf angemeldet worden.

Bei den Demonstrationszügen und Kundgebungen sind treten immer offener aktive Mitglieder der rechtsextremistischen Szene in Erscheinung. Derweil geht die Justiz mittlerweile gegen Holocaust-Relativierungen durch das Tragen der Ungeimpft-Armbinde vor*, die dem Judenstern, den die von den Nazis verfolgten Juden in der NS-Zeit am Arm tragen mussten, nachempfunden ist.

Zu Gegenprotesten haben derweil insbesondere Parteien aufgerufen.

Name des Stadtteils:Hamburg-Bergedorf
Bezirk:Bergedorf
Fläche des Stadtteils:10,3 km² (Bezirk: 154,8 km²)
Bevölkerung des Stadtteils:36.160 (Bezirk: 130.994)

Corona-Demo Hamburg: Das ist die Route der Querdenker in Bergedorf

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet werden auf Seiten der Querdenker rund 500 Protestler erwartet, 200 Menschen hätten sich für Gegendemonstrationen angemeldet. Um 15:00 Uhr am Samstag wollen sich die Impfgegner auf dem Johann-Adolf-Hasse-Platz vor der Kirche St. Petri und Pauli treffen. Die erste Kundgebung sei dann am Lohbrügger Markt geplant.

Von dort aus führt die Route des Demo-Zuges über Straßen Sander Damm, Ludwig-Rosenberg-Ring, Alte Holstenstraße, Weidenbaumsweg, Bergedorfer Straße und Vierlandenstraße. Anschließend geht es zurück zum Ausgangspunkt Johann-Adolf-Hasse-Platz. Dort sei eine rund halbstündige Abschlusskundgebung geplant, so das Hamburger Abendblatt. Die Polizei Hamburg hat für die betreffenden Straßen kurzfristige Sperrungen angekündigt.

Demo von Corona-Impfgegnern
Die Corona-Kritiker sind in Hamburg wieder auf der Straße unterwegs. Doch dieses mal nicht rund um den Hamburger Hauptbahnhof, sondern im Stadtteil Bergedorf im Osten der Hansestadt. Auch für Sonntag wurden Proteste angekündigt. Unter anderem in Eppendorf. © Georg Wendt/dpa

Corona-Demo Hamburg: Das sind die Versammlungsorte der Gegner am 12. Februar in Bergedorf

An unterschiedlichen Orten an der Strecke, die mit einem Großaufgebot der Polizei Hamburg geschützt werden wird, werden die Qurdenker zumindest Sichtkontakt zu Gegendemosntranten haben. Für die Ecke Alte Holstenstraße/ Serrahnstraße haben sich die „Omas gegen Rechts“ angekündigt, Die Linke wird am Herzog-Carl-Friedrich-Platz stehen, die Grünen mobilisieren am Bergedorfer Markt/Ecke Wiebekingweg. Und auch die Nachwuchsorganisation der SPD, die Jusos, rufen zu Gegenprotesten auf. Sie stehen am östlichen Ende des Sachsentors beim Mohnhof, so das Abendblatt.

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Alle Demonstrationen dauern etwa von 15:00 Uhr bis um 17:00 Uhr an und sind offen für spontane Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) hält ebenfalls eine Kundgebung ab, allerdings etwas abseits und zwar von 14.00 Uhr bis 18:00 Uhr am Fleetplatz am Bahnhof Allermöhe der S-Bahn Hamburg.

Corona-Demo in Hamburg: Proteste am Sonntag auch im Stadtteil Eppendorf

Am Sonntag werden auch in Hamburg-Eppendorf Hunderte Gegner und Gegnerinnen der Coronavirus-Maßnahmen erwartet. Von bis zu 800 Teilnehmern des dortigen Protestzugs ist die Rede. Demonstriert wird unter dem Motto „Freiheit füreinander.“ Eine Kundgebung am Fischmarkt am selben Tag richtet sich gegen das Tanzverbot. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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