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Das fordern Hamburgs Mediziner von Neu-Gesundheitsminister Karl Lauterbach

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Von: Jan Knötzsch

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Hamburgs Ex-Bürgermeister Olaf Scholz hat entschieden: Der designierte Bundeskanzler macht Karl Lauterbach zum Gesundheitsminister. Hamburger Mediziner reagieren.

Hamburg – Der Blick ging von Hamburg aus etwas weiter nach rechts auf der Deutschland-Karte. In östliche Richtung also. Genauer gesagt: In die Bundeshauptstadt Berlin. Dort, wo mit der ehemalige Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz nach dem erfolgreichen Abschluss aller Koalitionsverhandlungen und der Unterschrift des Koalitionsvertrags* demnächst als Bundeskanzler wirken wird. In Berlin hat Scholz die Minister vorgestellt, die er aus seiner Partei – der SPD – installieren will. Mit dabei: Karl Lauterbach, der nun doch Gesundheitsminister werden wird*.

Eine Ernennung, die auch in der Hansestadt Hamburg ihre Folgen hat. Nicht nur den gespannten Blick aus dem Norden in die Hauptstadt. Was fordern Hamburgs Mediziner vom künftigen Gesundheitsminister der Bundesrepublik Deutschland?

Deutscher Politiker, Mediziner und Gesundheitsökonom:Karl Wilhelm Lauterbach
Geboren:21. Februar 1963 (Alter 58 Jahre) in Düren
Ehepartnerin:Angela Spelsberg (verheiratet 1996 bis 2010)
Partei:Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Amt:zukünftig: Gesundheitsminister, Mitglied des Deutschen Bundestags seit 2005

Hamburg steht in Corona-Zeiten vor Herausforderungen – Hoffnung auf Neu-Gesundheitsminister Karl Lauterbach

Dass aktuell nicht nur Hamburg in Zeiten der Coronavirus-Pandemie gerade auf dem Gesundheitssektor, dem erklärten Spezialgebiet von Karl Lauterbach vor großen Herausforderungen steht, ist hinlänglich bekannt. Das Virus und der Schutz vor ihm bestimmen nach wie vor das Leben – und dies wird auch noch eine Zeit lang so bleiben. Von den neuen 2G-Regeln im Einzelhandel über 3G-Kontrollen des HVV, die Fragen, ob Ungeimpfte einkaufen dürfen und welche Dokumente bei 3G am Arbeitsplatz im HVV gebraucht werden bis hin zur Diskussion um ein Silvesterfeuerwerk in Hamburg.

Im Hintergrund der Eingangsbereich des UKE in Hamburg. Im Vordergrund der künftige Gesundheitsminister Karl Lauterbach.
Der neue Gesundheitsminister Karl Lauterbach ist noch nichtmal richtig im Amt, da gibt‘s schon die ersten Ansprüche, die er erfüllen soll – auch aus Hamburg. (24hamburg.de-Montage) © Hanno Bode/imago & Future Image/imago

Auf der Reeperbahn sorgt derweil die neue 2G-Plus-Regel für Frust. Ebenfalls wegen der Corona-Pandemie weiterhin auf der Tagesordnung: die Impfdiskussion. In Hamburg gibt es in Zeiten der Booster-Impfung 20 neue Impfzentren. Zudem können sich Hamburgerinnen und Hamburger hier kostenlos darauf testen, ob sie mit Corona infiziert sind oder nicht. Ganz interessant in Sachen Corona, Ansteckung und Impfung: eine neue Studie von Berliner Wissenschaftlern, die besagt, dass Ungeimpfte an neun von zehn Infektionen beteiligt sind. Die kennt ganz sicher auch Karl Lauterbach.

UKE-Chef beglückwünscht Karl Lauterbach auf Twitter – Mediziner mit Wunschliste an den neuen Minister

Logisch also, dass die Wunschliste der Hamburger Mediziner an den neuen Gesundheitsminister Karl Lauterbach nicht gerade kurz ist, wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtet. Die Erwartungen an den Mann, der unter Hamburgs Ex-Bürgermeister Olaf Scholz die Gesundheitspolitik gestalten soll, sind hoch. Burkhard Göke, Chef des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) twitterte direkt: „Glückwunsch – dann mal los!“ Und Pedram Emani, der Präsident der Hamburger Ärztekammer fordert laut NDR, dass Lauterbach im Sinne guter Entscheidungen Menschen in Gesundheitsberufen mehr einbindet, sich nicht von Polemik und Druck beeinflussen lässt.

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Jana Husemann, die Vorsitzende des Hamburger Hausärzteverbandes will „endlich eine Aufklärungs- und Impfkampagne, die den Namen verdient.“ Laut des NDR verlangt Husemann vom neuen Gesundheitsminister Karl Lauterbach, dass die Politik und die Ständige Impfkommission (Stiko) sich absprechen und nicht voreinander hertreiben. Martin Sielaff hofft als Geschäftsführer der Hamburgischen Pflegegesellschaft derweil auf bessere Unterstützung für Pflegepersonal und Einrichtungen. Kurzum: mehr Geld, weniger Belastung – und dass alle Menschen in Deutschland sich gute Pflege leisten können, wenn sie sie brauchen, so der NDR. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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