Gefangene und Arbeiter infiziert

Corona-Ausbruch in Hamburger Untersuchungshaft: Knast in Quarantäne

  • Natalie-Margaux Rahimi
    vonNatalie-Margaux Rahimi
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In der Untersuchungshaftanstalt in Hamburg ist Corona ausgebrochen. Mehrere Mitarbeiter und Gefangene sind infiziert – Stationen unter Verschluss.

Hamburg – Corona-Alarm im Knast! In der Untersuchungshaftanstalt am Holstenglacis sind acht Mitarbeiter und vier Gefangene positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daraufhin mussten die betroffenen Stationen umgehend isoliert und unter Quarantäne gestellt werden, das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf eine Sprecherin der Justizbehörde am Mittwoch, 14. April 2021.

Corona-Ausbruch in der Untersuchungshaftanstalt Hamburg. (24hamburg-Montage)

Darüber hinaus sollen sich nun alle weiteren Mitarbeiter und Gefangenen der isolierten Stationen auf Corona testen lassen. Der Corona-Ausbruch in zwei Gebäude-Flügeln hatte unter anderem dazu geführt, dass eine geplante Urteilsverkündung in einem Strafprozess abgesagt werden musste. Eine Sprecherin der Justizbehörde wies im Gespräch mit der dpa trotz des Ausbruchs auf ein gut funktionierendes Hygienekonzept hin. Bisher sei es seit Beginn der Pandemie nur vereinzelt zu Corona-Infektionen in dem Hamburger Gefängnis gekommen.

Nicht nur in der Untersuchungshaftanstalt: Hamburg meldet viele Corona-Neuinfektionen

Zu Corona-Ausbrüchen kam es ganz offenbar nicht nur in der Untersuchungshaft. Denn in der Hansestadt stecken sich weiterhin viele Menschen mit dem Coronavirus an. Zwar sank die Inzidenz am 15. April 2021 von 150,0 auf 147,4 Neuninfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Allerdings steckten sich seit dem Vortag erneut 458 Hamburg mit dem Virus an. Und das trotz hartem Lockdown und Ausgangssperre.

Berlins Bürgermeister Michael Müller hat Ausgangssperren in der ZDF-Talkshow mit Markus Lanz kürzlich scharf kritisiert. Diese sei ein harter Grundrechtseingriff, hatte er gesagt. Währenddessen hielten die SPD-Politiker Olaf Scholz und Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher weiter an der Wirksamkeit dieser Maßnahme fest. Auch das Joggen und Spazierengehen nach 21 Uhr soll in Hamburg nun wegen der Bundeseinheitlichkeit untersagt werden. Bisher ist das in der Hansestadt noch erlaubt gewesen. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jürgen Ritter/imago images

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