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Corona-Ausbruch an Bord: Hamburger Kreuzfahrtschiff muss Tour abbrechen

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Von: Kevin Goonewardena

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Immer wieder kommt es auf Kreuzfahrtschiffen zu Corona-Ausbrüchen, die das Ende der Reise bedeuten. Nun hat es ein Schiff der von Hapag-Lloyd-Cruises erwischt.

Hamburg – Die Reise ans Nordkap ist für die Passsagiere des vergleichsweise kleinen Luxuskreuzfahrtschiffs Hanseatic Spirit vorbei. Das Schiff, dass der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd Cruises gehört, an deren Ex- Muttergesellschaft der HSV-Mäzen Klaus-Michael Kühne Anteile hält, muss frühzeitig zurückkehren. Die Anteile Kühnes sind in der Pandemie übrgens um sagenhafte 400 Prozent in der Pandemie gestiegen sind, wieder vorbei.

Nach einem Corona-Ausbruch innerhalb der Crew musste das Schiff, das eigentlich erst am 4. Februar zurück in Hamburg erwartet wurde, die Reise in die norwegischen Gewässer, die auch Zwischenstopps an den berühmten Fjorden beinhaltete, abbrechen. Es ist einer von fast schon ungezählten Abbrüchen von Kreuzfahrten in den letzten Wochen. Dabei hatte sich die Branche kürzlich noch optimistisch gezeigt, im Sommer wieder auf Vor-Krisen-Niveau kommen zu können.*

Name:Hapag-Lloyd Cruises
Gegründet:1895
Sitz:Hamburg
Mutterkonzern:TUI Cruises (seit 2020)
Mitatrbeitende:rund 240 (in der Verwaltung, 2018)
Umsatz:305 Millionen Euro (Stand 2019)

Hamburger Kreuzfahrtschiff MS Hanseatic Spirit: Wohl rund 40 Crew-Mitglieder mit Corona infiziert

Die Hanseatic Spirit der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd Cruises
Die Hanseatic Spirit der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd Cruises befand sich auf dem Weg ins Nordmeer. Doch für die Reisenden ging es es nach einem Corona-Ausbruch innerhalb der Crew anstatt ans Nordkap schon eine Woche früher als geplant zurück nach Hamburg. © imago

Die Reederei selbst machte zur Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Besatzungsmitglieder zwar keine Angaben, die Bild-Zeitung berichtete aber als erstes Medium über den Fall und schreibt, dass sich von den 165 Crew-Mitgliedern rund ein Viertel infiziert habe. Laut Hapag-Lloyd Cruises seien die mit Corona infizierten Bediensteten bereits an Board isoliert worden und hätten nun „bereit gestellte Quarantäne-Unterkünfte an Land bezogen und werden weiter betreut“, wie das Hamburger Abendblatt berichtet. Weiter hieß es, dass alle Erkrankten keine oder nur milde Symptome aufweisen würden. Die Gäste würden „entsprechend für die abgebrochene Reise kompensiert“, teilte das Unternehmen mit

AIDA, TUI & Co: Immer wieder Corona-Ausbrüche - Veranstalter denken um

Obwohl die Reedereien die Corona-Maßnahmen verschärft haben*, kommt es regelmäßig bei allen Veranstaltern zu Corona-Ausbrüchen. Zuletzt hatte etwa die AIDAnova Anfang Januar 2022 ihre Fahrt vorzeitig in Lissabon stoppen müssen, mehr als 3000 Passagiere und das Schiff mussten infolge von Coronainfektionen an Board des Ozeanriesens wieder umdrehen. Auch der Touristikkonzern TUI mit Sitz in Hannover muss immer wieder Schiffe zurück beordern, etwa die Mein Schiff 6 aus der gleichnamigen Flotte. Und auch die MS Amera des Bonner Veranstalters Phoenix Reisen erreichte ihr Ziel Kanarische Inseln nicht* und musste stattdessen nach Bremerhaven zurückkehren.

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AIDA, TUI und Co müssen infolge der Corona-Ausbrüche mittlerweile nicht nur Kreuzfahrten komplett absagen, sondern auch Zwischenstopps streichen, Schiffe aus dem Fahrplan nehmen und Routen ändern. *24hamburg.de, merkur.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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