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AIDA, TUI & Co: Reisen abgesagt oder umgeleitet – Branche kommt nicht in Fahrt

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Von: Kevin Goonewardena

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Eigentlich zeigten sich die Veranstalter für 2022 zuversichtlich, doch die Coronapandemie setzt der Kreuzfahrtbranche weiter schwer zu. Nun wurden erneut Reisen gestrichen.

Rostock – Vor wenigen Monaten hatten sich die großen Reiseveranstalter noch optimistisch hinsichtlich der Kreuzfahrtsaison 2022 geäußert. Tui & Co würden trotz noch immer anhaltender Corona-Pandemie auf Normalität setzen, so die dpa in einer Mitteilung. Die großen Player der Branche starteten gar in die Wintersaison, im Programm Ziele in nordische Gewässer, etwa Norwegen/Spitzbergen, Färöer oder das Nordmeer. Und für das Frühjahr wurden für Hamburg gar so viele ein- und auslaufende Schiffe wie noch nie angekündigt. Doch die großen Pläne nehmen einfach keine Fahrt auf.

Name:AIDA Cruises
Sitz:Rostock
Gründungsjahr:1996
Flottengröße:13 Schiffe (im Dienst)
Anzahl Mitarbeitende:15.600 (Q: Aida-Website)

Trotz hoher Schutzmaßnahmen: Immer wieder Corona-Fälle auf Kreuzfahrtschiffen

Denn trotz hoher Schutzmaßnahmen vor Corona*, kommt es immer wieder zu Corona-Ausbrüchen auf Kreuzfahrtschiffen unter Passagieren und Besatzungsmitgliedern. Die Kreuzfahrt der AIDAnova endete beispielsweise Silvester in Lissabon, anstatt am 5. Januar auf den Kanarischen Inseln. Das Schiff durfte nach einem Corona-Ausbruch den Hafen der portugiesischen Hauptstadt nicht mehr verlassen. Auch die MS Amera musste Anfang Januar vorzeitig an ihren Zielort Bremerhaven zurückkehren*, auch Mein Schiff 6 des Reiseveranstalters TUI brach die Reise vorzeitig ab. Die Passagiere wurden als reine Vorsichtsmaßnahme aus Dubai gen Heimat ausgeflogen. Die Liste der Schiffsreisen, die früher als geplant aufgrund von Corona-Ausbrüchen zu Ende gingen, ließe sich dabei noch um ein vielfaches weiter führen.

Aida streicht weitere Kreuzfahrten – für ein Schiff ist die Saison beendet

Die Reederei AIDA musste nun zwei weitere Schiffsreisen annullieren, die Passagiere wurden vorzeitig über den Ausfall der Fahrten informiert. Betroffen sind die AIDAbella und die AIDAluna. Die AIDAbella hätte eigentlich jetzt von Dubai aus in See stechen sollen, nach vereinzelten Coronafällen innerhalb der Crew, wie ein Sprecher bekannt gab, wurden alle Reisen des Kreuzfahrtriesen bis zum 5. Februar 2022 abgesagt.

Die Reisenden würden die Kosten vollständig zurückbekommen, hieß es. Für das Schiff AIDAluna ist die Saison gar komplett beendet. Die Reederei wird sich in der Karibik, dem Gebiet, in dem das Schiff eingesetzt wird, auf nur zwei Schiffe der Flotte konzentrieren. Die AIDAluna gehört nicht dazu. Mehrere geplante Reisen vom 29. Januar bis Ende März 2022 wurden gecancelt, wie das Abendblatt berichtet. Darunter ist auch die Fahrt vom 6. beziehungsweise 12. März, die am 30. März in Hamburg hätte enden sollen.

Die AIDAnova im Dezember 2021 in Lissabon
Die AIDAnova im Hafen von Lissabon. Dort endete die Reise des Kreuzfahrtschiffs Ende 2021 vorzeitig. Immer wieder kommt es wegen Corona zu abgebrochenen Kreuzfahrten, Ausfall von Zwischenstopps oder Zielen und veränderten Routen. Nun hat es andere Schiffe der AIDA Cruises, TUI und des Bonner Veranstalters Phoenix erwischt. Ein Überblick. © Soeren Stache/dpa

Betroffene Passagiere könnten allerdings ihre Reisen auf die Schiffe AIDAdiva und AIDAperla umbuchen. Das sind die Schiffe, die das Rostocker-Unternehmen weiterhin in der Karibik im Einsatz hält.

Auch die Reederei Costa Crociere, das berichtet das Abendblatt, stellt den Betrieb eines ihrer Schiffe vorübergehend ein. Zwei Reisen in den Orient der „Costa Firenze“ wurden gestrichen, wie es hieß, aufgrund der „aktuellen, allgemeinen Pandemie-Situation“. Nach der Zwangspause geht es für die „Costa Firenze“ am 5. Februar wieder weiter.

Corona zwingt Reise-Veranstalter zu Änderungen der Routen

Aufgrund der unklaren Lage in vielen Ländern, sehen sich Veranstalter dazu gezwungen geplante Zwischenstopps zu streichen beziehungsweise durch neue Zielhäfen zu ersetzen. „Mein Schiff 1“ lag kürzlich in einem Hafen auf Teneriffa vor Anker und wird von dort aus in die Karibik aufbrechen, Gran Canaria und die Azoren wurden als Zwischenhalte gestrichen.

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Angelaufen werden die Kanaren hingegen von der MS Amadea des Bonner Veranstalters Phoenix. Doch eigentlich sollte die Reise in die Karibik gehen und auf Jamaika enden. Nun, nach dem erkrankte Passagiere und Crewmitglieder von Board gegangen sind, brechen die restlichen Passagiere auf eine alternative Kanaren-Reise, die auch Häfen am spanischen Festland und die Balearen-Inseln Mallorca und Menorca beinhaltet, auf. *24hamburg.de, kreiszeitung.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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