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Wirtschaftssenator zu China-Deal: „Kein Zugriff auf kritische Infrastruktur“

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Das Containerschiff „Xin Lian Yun Gang“ der chinesischen Reederei Cosco Shipping liegt am Containerterminal Tollerort. Das Bundeskabinett hat sich im Streit um einen chinesischen Einstieg bei einem Containerterminal im Hamburger Hafen auf einen Kompromiss verständigt.
Das Containerschiff „Xin Lian Yun Gang“ der chinesischen Reederei Cosco Shipping liegt am Containerterminal Tollerort. © picture alliance/dpa

Im Deal um den Einstieg der chinesischen Staatsreederei Cosco im Hamburger Hafen hofft Wirtschaftssenator Westhagemann auf eine baldige Zustimmung.

Hamburg – Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann hofft, dass die chinesische Staatsreederei Cosco dem reduzierten Anteilskauf am Containerterminal Tollerort im Hamburger Hafen zustimmt. „Wir hoffen darauf, dass dies der Fall sein wird“, sagte Westhagemann in der aktuellen Hamburg-Ausgabe der Wochenzeitung Die Zeit. „Wir haben gerade einen Einbruch im Hafen beim Umschlag der Ware gesehen. Ob die Diskussion um Cosco dabei eine Rolle gespielt hat, wissen wir nicht.“

Unternehmen:China COSCO Shipping Corporation
Anzahl der Beschäftigten:118.243 (2020)
Umsatz:44,66 Milliarden USD (2020)
Gründung:18. Februar 2016

China-Deal im Hamburger Hafen: Bundeskabinett auf Kompromiss verständigt

Das Bundeskabinett hatte sich im Streit um den Einstieg des chinesischen Staatskonzerns Cosco auf einen Kompromiss verständigt. Demnach wurde eine sogenannte Teiluntersagung beschlossen, wodurch die Chinesen nur einen Anteil unterhalb von 25 Prozent an dem Containerterminal Tollerort erwerben dürfen. Ein weitergehender Erwerb oberhalb dieses Schwellenwertes werde untersagt. Cosco wollte ursprünglich einen Anteil von 35 Prozent erwerben.

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Chinesischer Staatskonzern Cosco: „Keine echte Gefahr“

Den Einstieg Coscos sieht Westhagemann als keine echte Gefahr. „Wir müssen unsere Hochtechnologie und die IT-Infrastruktur schützen. Das sind kritische Felder, aus denen China keine Informationen abziehen darf“, sagte der Wirtschaftssenator der Zeit. „Für das Terminal Tollerort ist diese Sorge nicht berechtigt. Es gibt keinen Zugriff auf kritische Infrastruktur.“ (DPA)

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