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CDU fordert Ausweitung des weihnachtlichen Waffenverbotes am Hauptbahnhof

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Von: Steffen Maas

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An den Adventswochenenden machte die Bundespolizei aus dem Hamburger Hauptbahnhof eine Waffenverbotszone. Die CDU will jetzt eine dauerhafte Einrichtung.

Hamburg – Der Hamburger Hauptbahnhof gilt – nicht zu Unrecht – seit Jahrzehnten als Hotspot für Kriminalität. Zuletzt läutete der Hamburger Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft die Alarmglocken, weil die Anzahl der Straftaten im und um den Hamburger Hauptbahnhof über das Vor-Corona-Niveau gestiegen sei. Das bestätigte auch die Bundespolizei und verhängte für die Adventswochenenden eine Waffenverbotszone rund um Bahnhöfe von Hamburg, Bremen und Hannover, um „die Lage zu beruhigen“. Geht es nach der CDU Hamburg, soll das keine weihnachtliche Besinnlichkeit bleiben, sondern dauerhafter Standard werden.

Name:Hamburg Hauptbahnhof
Erbaut:1912
Gleise:16
Reisende:rund 500.000 Reisende täglich

Waffenverbotszone am Hauptbahnhof: CDU will dauerhaftes Verbot

Einen entsprechenden Antrag will die CDU-Fraktion im kommenden Jahr in der Hamburgischen Bürgerschaft einbringen, wie die Partei am Sonntag mitteilte. Konkret fordern CDU-Fraktionschef Dennis Thering und Co., „dass die bisher nur an den Adventswochenenden angeordnete temporäre Waffenverbotszone rund um den Hauptbahnhof analog zur Reeperbahn zu einer dauerhaften Waffenverbotszone ausgeweitet wird.“

Dennis Thering (CDU) vor dem Hamburger Hauptbahnhof und Waffenverbotsschilder
Dennis Thering (CDU) fordert ein dauerhaftes Waffenverbot am Hamburger Hauptbahnhof. © Christian Charisius/Bodo Marks/dpa/Christoph Hardt/imago/Montage

Thering ist überzeugt, dass man so dem kriminellen Aufwärtstrend entgegensteuern und für eine deutliche Verbesserung der Situation sorgen könne. „Hamburgs Hauptbahnhof muss für Hamburger und Touristen wieder ein Ort werden, an dem man jederzeit gerne und sicher ankommt!“, unterstreicht der Fraktionsvorsitzende.

CDU Hamburg will Sicherheitsmaßnahmen: Mehr Polizei, mehr Licht, mehr Videoüberwachung

Bereits im Oktober hatten die Hamburger Christdemokraten mit einem Antrag im Landesparlament versucht, die Lage rund um den Hauptbahnhof zu verbessern. Die Maßnahmen, die dabei vorgeschlagen wurden, halten Dennis Thering und seine Parteikollegen auch weiterhin für sinnvoll: mehr Polizeipräsenz, der Einsatz eines privaten Sicherheitsdienstes oder eine bessere Ausleuchtung des Parks.

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Zudem solle auch die Installation von Videotechnik geprüft werden, die dazu beitragen könnte, nicht nur „das subjektive Sicherheitsempfinden der Menschen“ zu erhöhen, „sondern auch objektiv die Lage beruhigt“, wie es sich laut CDU unter anderem am Hansaplatz deutlich gezeigt habe. 

Waffenverbot auf der Reeperbahn und dem Hansaplatz schon seit 2007

Am Hansaplatz und auf der Reeperbahn wurde bereits 2007 vom damals angepassten Waffengesetz der Bundesrepublik Gebrauch gemacht und vom Hamburger Senat an beiden Orten eine Waffenverbotszone eingerichtet. Während der Adventszeit galt diese nach einem Erlass der Bundespolizei auch an Wochenenden für den Hamburger Hauptbahnhof.

Der Hamburger Landesverband der CDU wünscht sich vom Senat nun nicht nur eine dauerhafte Einführung dieser Waffenverbotszone für den Hauptbahnhof, sondern auch eine Prüfung, ob das in St. Georg ebenfalls möglich ist. Auch aufgrund steigender Obdachlosenzahlen hatte sich die Situation etwa im August-Bebel-Park zuletzt verschlechtert – zudem nimmt das Drogenelend weiter zu.

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