Live-Ticker

Bundestagswahl 2021 in Hamburg: SPD wird stärkste Kraft

WählerInnen wählen in Wahlkabinen und die Elbphilharmonie in Hamburg
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So wählt Hamburg. (kreiszeitung.de-Montage)
  • Johannes Nuß
    VonJohannes Nuß
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Die Bürgerinnen und Bürger in Hamburg können heute bei der Bundestagswahl 2021 den 20. Deutschen Bundestag wählen. Der Tag im Liveticker.

++ 23:29 Uhr: Die SPD ist bei der Bundestagswahl in Hamburg stärkste Kraft geworden. Nach Auszählung aller Stimmen kam sie laut Ergebnispräsentation des Landeswahlleiters am Sonntagabend auf 29,7 Prozent. Auf die Grünen entfielen 24,9 Prozent, auf die CDU 15,5, auf die FDP 11,4, auf die Linke 6,7 und auf die AfD 5,0 Prozent.

++ 23:00 Uhr:  Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Niels Annen (SPD), hat sein Bundestags-Direktmandat in Hamburg verloren. Der 48-Jährige musste sich im Wahlkreis Eimsbüttel am Sonntag knapp dem langjährigen Hamburger Justizsenator Till Steffen von den Grünen geschlagen geben. Nach Auszählung aller Erststimmen kam der ehemalige Juso-Vorsitzende Annen auf 29,6 Prozent. Der Grünen-Kandidat erhielt 29,9 Prozent. Annen hatte das Mandat seit 2013 gehalten.

In Bergedorf-Harburg verteidigte Metin Hakverdi von der SPD sein Direktmandat. Auch in den übrigen drei Wahlkreisen lagen die SPD-Kandidaten Aydan Özoğuz (Wandsbek), Falko Droßmann (Mitte) und Dorothee Martin (Nord) vorn.

Bundestagswahl 2021: Linda Heitmann (Grüne) holt Direktmandat in Altona

++ 22:32 Uhr: Die Grünen-Politikerin Linda Heitmann hat das Bundestags-Direktmandat in Hamburg-Altona gewonnen. Die frühere Bürgerschaftsabgeordnete setzte sich nach Auszählung aller Stimmen gegen den SPD-Bundestagsabgeordneten Matthias Bartke durch. Auf Heitmann entfielen nach Angaben der Landeswahlleitung 29,6 Prozent. Bartke, der den Wahlkreis seit 2013 in Berlin vertreten hatte, wurde mit 28,6 Prozent knapp geschlagen.

Auch in Eimsbüttel gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem langjährigen Justizsenator Till Steffen von den Grünen und dem Staatsminister im Auswärtigen Amt, Niels Annen, von der SPD. Die Entscheidung ließ am Abend noch auf sich warten. In den übrigen vier Wahlkreisen lagen die SPD-Kandidaten Aydan Özoğuz (Wandsbek), Falko Droßmann (Mitte), Dorothee Martin (Nord) und Metin Hakverdi (Bergedorf-Harburg) deutlich vorn.

Bundestagswahl 2021: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher sieht Deutschland vor Politikwechsel

++ 21:37 Uhr: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher sieht Deutschland vor einem Politikwechsel unter einer künftig von der SPD geführten Bundesregierung. Die Menschen hätten den SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz unterstützt, „weil sie einen Politikwechsel wollen, den wir hoffentlich in den nächsten Wochen und Monaten auch bekommen“, sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend im „Hamburg Journal“ des NDR.

Scholz werde nun „genau das umsetzen, wofür die Wählerinnen und Wähler ihn jetzt gewählt haben, und deswegen ist es eine gute Zeit, die auf das Land zukommt.“ Es stünden „vier schwierige Jahre“ an, „aber hoffentlich mit einer SPD-geführten Bundesregierung, die dann das Land auch voranbringt.“ Tschentscher hatte das Amt des Bürgermeisters 2018 von Scholz übernommen.

Bundestagswahl 2021: Hamburger Hochrechnung sieht SPD klar vorn

++ 20:16 Uhr: In Hamburg wird die SPD einer Hochrechnung zufolge bei der Bundestagswahl stärkste Kraft. Mit 29,7 Prozent könnten die Sozialdemokraten im Vergleich zu 2017 um 6,2 Prozentpunkte zulegen, teilte der Landeswahlleiter auf Grundlage von 30,1 Prozent ausgezählten Stimmbezirken am Sonntagabend mit. Zweitstärkste Kraft würden die Grünen mit 24 Prozent (plus 10,1 Punkte).

Die CDU gäbe hingegen 11,4 Prozentpunkte ab und läge nur noch bei 15,8 Prozent - das wäre das historisch schlechteste Ergebnis bei einer Bundestagswahl in der Hansestadt. Die FDP kommt der Hochrechnung zufolge auf 11,6 (plus 0,8), die Linke auf 6,7 (minus 5,5) und die AfD auf 5,7 Prozent (minus 2,1) der Stimmen.

Bundestagswahl 2021: Hamburgs AfD-Spitzenkandidat Bernd Baumann sieht „solides Ergebnis“

++ 20:13 Uhr:  Der Spitzenkandidat der Hamburger AfD für die Bundestagswahl, Bernd Baumann, sieht im Abschneiden seiner Partei ein „solides Ergebnis“. Trotz heftigem Gegenwindes lägen die Zahlen „in der Nähe der Daten, die wir letztes Mal hatten“, sagte er am Sonntagabend. Gerade in Hamburg sei Wahlkampf für seine Partei nicht möglich gewesen. So habe man keine Großveranstaltungen abhalten können. „Alle Wirte wurden bedroht und mussten absagen“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Bundestagsfraktion. „Dafür haben wir ein recht gutes Ergebnis.“

++ 19:43 Uhr: Hamburgs SPD-Chefin Melanie Leonhard sieht im Abschneiden ihrer Partei bei der Bundestagswahl ein „sehr gutes Ergebnis“. Darin seien alle Möglichkeiten enthalten, „was Koalitionsbildungen, was Möglichkeiten betrifft, soziale Politik zu machen“, sagte sie am Sonntagabend bei der Wahlparty der Hamburger Sozialdemokraten auf der Reeperbahn. Das sei ein großer Verdienst von Ex-Bürgermeister und Kanzlerkandidat Olaf Scholz, „aber auch von einer SPD, die geschlossen gekämpft hat wie noch nie zuvor“.

++ 19:27 Uhr: Die Wahlbeteiligung liegt bei dieser Bundestagswahl 2021 in Hamburg über der von 2017. Laut Landeswahlleitung gingen 79,1 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne. 2017 waren es 76 Prozent.

Bundestagswahl 2021: In Hamburg zeichnet sich ein starkes Abschneiden der SPD ab

++ 19:24 Uhr: Bei der Bundestagswahl zeichnet sich in Hamburg nach ersten Ergebnissen ein starkes Abschneiden der SPD von Ex-Bürgermeister und Kanzlerkandidat Olaf Scholz ab. Nach einem von der Landeswahlleitung um kurz nach 19:00 Uhr veröffentlichten Zwischenergebnis auf Grundlage von 83 von 2 059 ausgezählten Gebieten führten die Sozialdemokraten in der Hansestadt mit 28,4 Prozent. Zweitstärkste Kraft werden demnach die Grünen mit 24,1 Prozent.

Die CDU lag bei 16,7, die FDP bei 12,6 und die Linke bei 6,3 Prozent. Die AfD kommt demnach in Hamburg auf 5,3 Prozent. Die Wahlbeteiligung wurde mit 78,7 Prozent angegeben.

++ 19:00 Uhr: Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) steht nach einer ARD-Prognose von Sonntagabend nach vielen Jahrzehnten vor der Rückkehr in den Bundestag. Die von der Fünf-Prozent-Hürde befreite Minderheitenpartei aus Schleswig-Holstein kann demnach einen Abgeordneten nach Berlin schicken.

Als fraktionsloser Abgeordneter könnte der Flensburger Stefan Seidler – ein Vertreter der dänischen Minderheit – ins Parlament einziehen. Der SSW trat zum ersten Mal seit 1961 wieder zu einer Bundestagswahl an. 1949 schaffte Hermann Clausen als bislang einziger Abgeordneter für eine Legislaturperiode den Einzug ins nationale Parlament.

Bundestagswahl 2021: SPD hat in erster Hochrechnung nur einen hauchdünnen Vorsprung vor CDU/CSU

++ 18:53 Uhr:  Hamburgs Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Beck sieht das Abschneiden ihrer Partei bei der Bundestagswahl als gute Voraussetzung für eine Regierungsbeteiligung. „Wir haben alles, alles gegeben und wir haben jetzt unser historisch bestes Ergebnis“, sagte Beck am Sonntagabend bei der Wahlparty der Grünen im Schanzenpark. „Wir sind angetreten, dieses Land zu führen. Und wir werden es sehr wahrscheinlich mit führen – und zwar deutlich gestärkt.“

Beck sprach von einer «sehr starken Verhandlungsposition», um für Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit zu kämpfen. Weder die CDU noch die SPD-Kandidaten könnten sich als eindeutige Sieger feiern. «Das heißt also: Wir können wirklich sehr stark auftreten, um für unsere Themen zu kämpfen.»

++ 18:50 Uhr: Die erste Hochrechnung ist da. Demnach kommen die Unions-Parteien zusammen auf 24,7, die Sozialdemokraten liegen ganz knapp dahinter mit 24,9 Prozent der Stimmen. Es zeichnet sich ein Patt zwischen den beiden Regierungsparteien ab. Die Grünen kommen auf 14,8 Prozent, die AfD auf 11,3 Prozent und die FDP auf 11,2 Prozent. Richtig knapp wird es bei den Linken: Die Partei kommt ganz knapp auf 5 Prozent und muss weiterhin um den Wiedereinzug als Fraktion in den Bundestag bangen.

++ 18:36 Uhr: Der Hamburger CDU-Landesvorsitzende und Spitzenkandidat, Chirstoph Ploß, hat sich nach Veröffentlichung der ersten Prognosen zum Ausgang der Bundestagswahl zurückhaltend geäußert. „Wir werden hier alle noch einen sehr, sehr spannenden Abend erleben“, sagte er am Sonntagabend bei der Wahlparty in der CDU-Landesgeschäftsstelle. Die Zahlen zeigten noch nicht, wohin es gehen werde, „deshalb bleibt uns erst einmal nur das Abwarten“. Er könne nur seine Hoffnung zum Ausdruck bringen, „dass wir am Ende unser Minimalziel erreichen, nämlich vor der SPD zu liegen“.

Nach Prognosen von ARD und ZDF lagen Union und SPD bei rund 25 Prozent eng beieinander.

++ 18:17 Uhr: Miese Stimmung bei der CDU in Hamburg: Direktkandidat Christoph Ploß nimmt die erste Prognose, ohne mit der Wimper zu zucken wahr. Mit versteinerter Miene sieht er das Balkendiagramm über den Bildschirm flimmern, ist auf einem Video zu sehen. Die CDU/CSU fährt nach der ersten Prognose mit rund 25 Prozent ihr historisch schlechtestes Ergebnis der Parteigeschichte ein.

++ 18:05 Uhr: Die ersten Prognosen sind da. Demnach liegen SPD und CDU/CSU gleichauf bei 25 Prozent. Dahinter folgen die Grünen mit einem historischen Stimmanteil von 15 Prozent. FDP und AfD kommen jeweils auf 11 Prozent, die Linke muss um den Einzug in den Bundestag bangen. Sie erreicht in der ersten Prognose lediglich 5 Prozent. Nach einer Sonderregelung für Minderheiten könnte es in dieser Legislaturperiode erstmals wieder einen Abgeordneten des Südschleswigsche Wählerverband geben.

++ 18:00 Uhr: Die Wahllokale haben ihre Pforten im ganzen Land jetzt geschlossen. Nun fangen die Wahlhelfer an, die Stimmen auszuzählen. Bei der vergangenen Bundestagswahl 2017 stand das vorläufige amtliche Endergebnis erst am Montagmorgen um 5:25 Uhr fest. In Kürze werden die ersten Prognosen erwartet.

++ 17:30 Uhr: Die Spannung steigt: Noch sind die Wahllokale 30 Minuten geöffnet. Wer seine Stimme noch abgeben will, muss sich nun sputen. Um 18:00 Uhr schließen alle Wahllokale. Dann wird in Hamburg ausgezählt.

++ 17:26 Uhr: Aktuell zeichnet sich in Hamburg eine wesentlich höhere Wahlbeteiligung als bei der Bundestagswahl 2017 an. Laut Innenbehörde hatten am Wahlsonntag bis 16:00 Uhr bereits 73,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Davon sollen 39,2 Prozent Briefwahlstimmen sein. 2017 hatte die Gesamtwahlbeteiligung in Hamburg bei 76 Prozent gelegen.

++ 16:45 Uhr: Die AfD hat ihre Wahlparty in Wilhelmsburg abgesagt. Bisher sei aber noch nicht bekannt gegeben worden, wo die Party nun stattfinden werde. Der Grund für die Absage ist ein Demonstrationsaufruf gegen die Alternative für Deutschland aus Antifa-Kreisen.

++ 16:00 Uhr: Noch zwei Stunden sind die Wahllokale geöffnet. Schon jetzt zeichnet sich in Hamburg eine hohe Wahlbeteiligung ab. Zur Wahl aufgerufen sind in Hamburg insgesamt 1,3 Millionen Menschen. Landeswahlleiter Oliver Rudolf rechnet am Ende mit einem Briefwahlanteil von gut 50 Prozent. Er hofft auf eine weiter steigende Wahlbeteiligung. 2017 war sie auf 76 Prozent geklettert.

Bundestagswahl 2021 in Hamburg - der Tag im Live-Ticker

++ 15:30 Uhr: Die Wahlbeteiligung in Hamburg liegt inzwischen bei 63,9 Prozent. Bei der letzten Bundestagswahl 2017 wurden 56,5 Prozent gezählt. Letzte Umfragen sahen diesmal die Sozialdemokraten von Ex-Bürgermeister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz in der Stadt vorn, dahinter etwa gleichauf Grüne und CDU. Während die FDP laut Sonntagsfragen auf Zuwächse hoffen kann, zeigten sich für Linke und AfD Verluste.

++ 15:00 Uhr: Der Bundeswahlleiter wird am Nachmittag einen Zwischenstand zur Wahlbeteiligung bekanntgeben. Es wird damit gerechnet, dass diesmal so viele Menschen wie nie zuvor per Briefwahl wählen. Nach Angaben der Bundeswahlleitung könnten es mindestens 40 Prozent sein. 

++ 14:30 Uhr: In Hamburg sind 22 Parteien mit Kandidatenlisten zur Wahl zugelassen. Insgesamt 72 Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich um die sechs Direktmandate in den Wahlkreisen. 16 Hamburger Abgeordnete sitzen im alten Bundestag.

++ 13:45 Uhr: An 1268 über die Stadt verteilten Stellen ist bis noch bis 18:00 Uhr die Urnenwahl möglich, vielerorts auch barrierefrei. In den Wahllokalen gelten Maskenpflicht und 1,50 Meter Mindestabstand. Aus Gründen des Infektionsschutzes hatte die Landeswahlleitung die Wähler aufgefordert, neben einem Personalausweis und einer Maske nach Möglichkeit auch einen Kugelschreiber mitzubringen.

Schon am Vormittag gaben die Kanzlerkandidaten von SPD und Union, Olaf Scholz und Armin Laschet, ihre Stimmen ab. Nach den letzten Umfragen vor der Abstimmung könnte es ein ganz knappes Rennen werden. Und in Hamburg zeichnet sich ein Hammer-Trend ab: Die Wahlbeteiligung ist besonders hoch.

++ 12:55 Uhr: Was für eine tolle Aktion. Manuel Sarrazin, Bundestagskandidat für Bündnis 90/Die Grünen, schwimmt ins Wahllokal und sammelt Spenden für politische Gefangene in Belarus.

Hammer-Trend in Hamburg zur Bundestagswahl

++ 12:15 Uhr: Bis 11:00 Uhr haben bereits 50,2 Prozent der Wahlberechtigten ihre Kreuze für die Bundestagswahl gemacht. 2017 waren es zu diesem Zeitpunkt erst 37,4 Prozent. Ein großer Anteil davon sei auf den verstärkten Rücklauf der Briefwahl zurückzuführen, sagte Landeswahlleiter Oliver Rudolf.

++ 10:00 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft zur Stimmabgabe auf. „Jede Stimme zählt - Ihre Stimme zählt. Daher bitte ich Sie: Gehen Sie heute zur Wahl!“, schrieb Steinmeier.

++ 09:00 Uhr: Zur Wahl aufgerufen sind in Hamburg insgesamt 1,3 Millionen Menschen. Sie können sich mit ihren beiden Stimmen zwischen den Landeslisten von 22 Parteien oder insgesamt 72 Direktkandidaten in den sechs Wahlkreisen entscheiden. Viele Hamburger haben bereits per Briefwahl abgestimmt. Das gute Wetter dürfte aber noch einmal bisher unentschlossene Menschen motivieren.

++ 08:00 Uhr: Es ist so weit: Die Wahllokale haben geöffnet. Gewählt wird der 20. Deutsche Bundestag. Als Kanzlerkandidaten gehen Armin Laschet* (CDU), Olaf Scholz* (SPD) und Annalena Baerbock* (Grüne) ins Rennen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) tritt nach 16 Jahren nicht mehr an.

Erstmeldung vom 26. September 2021: Hamburg/Berlin – Am heutigen Sonntag, 26. September 2021, findet die Bundestagswahl 2021 zum 20. Deutschen Bundestag* statt. Ab 8:00 Uhr öffnen in Hamburg und auf der Insel Neuwerk die Wahllokale, in denen bis 18:00 Uhr dann noch die Stimmen abgegeben werden können. Danach wird alles ausgezählt. 24hamburg.de gibt euch einen Überblick, über das heutige Wahlgeschehen und ist mit einem Newsticker für euch bis zum Ende der Auszählungen live dabei.

Art der Wahl:Bundestagswahl
Datum:26. September 2021
Wahlberechtigte1.298.859 Hamburgerinnen und Hamburger
Kanzlerkandidaten:Annalena Baerbock (Grüne), Armin Lachet (CDU) und Olaf Scholz (SPD)

Bei der Bundestagswahl 2021* sind in Hamburg exakt 1.298.859 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt. Es gibt sechs Wahlkreise, in denen sich laut Landeswahlleitung insgesamt 72 Kandidatinnen und Kandidaten um ein Direktmandat bewerben. 22 Parteien stellen sich mit einer Landesliste zur Wahl auf.

So wählt Hamburg bei der Bundestagswahl 2021: 60.000 Hamburgerinnen und Hamburger erstmals wahlberechtigt

Die größte Altersgruppe stellen bei der Wahl die über 70-Jährigen, von denen es 239.764 Wahlberechtigte gibt. Rund 60.000 junge Hamburgerinnen und Hamburger dürfen zum ersten Mal wählen. 34 Wahlberechtigte feiern am Wahltag ihren 18. Geburtstag.

Der größte Wahlbezirk ist Wandsbek mit 312.319 Wahlberechtigten. Im kleinsten Wahlbezirk auf der Insel Neuwerk leben 18 Wahlberechtigte. Eines der wohl kuriosesten Wahllokale befindet sich in der Windmühle Johanna in Wilhelmsburg, zwei weitere sind in Waschhäusern untergebracht. 16 Seeleute haben sich über ihre Reederei zur Wahl anmelden lassen.

Eine Wahlbenachrichtigung wiegt 17 Gramm. Der Druck der Stimmzettel hat 60 Stunden gedauert – hierfür wurden 27.000 Kilogramm Papier verbraucht. Es wurden 48.800 blaue und 2720 rote Kugelschreiber für die Wahl bestellt. Nach Möglichkeit sollten die Wählerinnen und Wähler jedoch eigene Kugelschreiber mitbringen – zum besseren Infektionsschutz in der Corona-Pandemie in den Wahllokalen*, sagte der Landeswahlleiter Oliver Rudolf. Zusätzlich gibt es 2381 Liter Desinfektionsmittel.

So wählte Hamburg bei der Bundestagswahl 2017: CDU mit 27,2 Prozent stärkste Kraft, SPD mit 23,5 Prozent

2017 war die CDU bei der Bundestagswahl in Hamburg mit 27,2 Prozent stärkste Kraft geworden, vor der SPD* mit 23,5, den Grünen* mit 13,9, der Linken* mit 12,2, der FDP* mit 10,8 und der AfD* mit 7,8 Prozent. Derzeit ist die Hansestadt mit 16 Abgeordneten im Bundestag vertreten: 5 von der SPD, 4 von der CDU, jeweils 2 von Grünen, FDP und Linken sowie einem von der AfD.

Landeswahlleiter Oliver Rudolf rechnet am Ende mit einem Briefwahlanteil von gut 50 Prozent. Auch hofft er auf eine weiter steigende Wahlbeteiligung. 2017 war sie auf 76 Prozent geklettert. Diesmal könnten noch ein paar Prozentpunkte auf knapp 80 Prozent dazukommen, meinte er.

Klaus von Dohnanyi zur Bundestagswahl 2021: Hamburger Ex-Bürgermeister wünscht sich Deutschlandkoalition

Der frühere Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi (93, SPD) würde nach der Bundestagswahl am liebsten ein Bündnis aus SPD, CDU und FDP mit Olaf Scholz als Kanzler sehen. „Aber meine Lieblingskoalition kommt wohl nicht zustande, weil es der SPD kaum zumutbar wäre, eine Mehrheit im Kabinett zu haben, die eher ,schwarz‘ ist“, sagte der Sozialdemokrat dem „Hamburger Abendblatt“. Die Liberalen hätten aus seiner Sicht wohl mit einem Dreierbündnis aus SPD, Grüne und FDP Probleme.

„Rot-Rot-Grün passt auf dem Papier am besten zusammen, aber ich fände es gefährlich, weil in dieser Kombination außer bei Olaf Scholz im Augenblick überhaupt kein ökonomischer Sachverstand zu sehen ist“, so von Dohnanyi. Klare Worte fand er zu den Grünen: „Ich fürchte die Grünen, weil ich bei Frau (Annalena) Baerbock zu viel spontane Naivität sehe. Dass sie Außenministerin würde, kann ich mir wirklich nur mit Schrecken vorstellen.“ * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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