Zu großer Einfluss befürchtet

Peter Tschentscher spricht sich für Bündnis von Cosco und HHLA aus

Für Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher stellt eine Beteiligung des Terminalbetreibers Cosco Shipping Ports am Containerterminal Tollerort kein Problem dar.

Hamburg – Obwohl die Beteiligung des chinesischen Terminalbetreibers Cosco Shipping Ports am Hamburger Containerterminal Tollerort (CTT) von Insidern eher kritisch gesehen wird, setzt sich Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher dem entgegen. Der SPD-Politiker sagte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Es gibt dazu keine politischen Vorgaben, aber was unternehmerisch sinnvoll ist, muss auch praktisch möglich sein und gemacht werden“.

Unternehmen: COSCO Shipping Ports
Hauptsitz: Hongkong
Gründung: 26. Juli 1994
Tochtergesellschaften:unter anderem Piraeus Container Terminal S.A., Cosco Pacific Management Co. Ltd., Florens Maritime Limited

Seiner Ansicht nach müsse Hamburg bei der Wettbewerbsfähigkeit der nordeuropäischen Seehäfen auf Höhe der Zeit bleiben. Hamburg ist der drittgrößte Seehafen Europas. Und China mit Abstand wichtigster Handelspartner damit das auch so bliebe.

Peter Tschentscher: Bündnis von Reederei und Terminalbetreiber funktioniert – Cosco und HHLA daher unproblematisch?

Seit nahezu 40 Jahren laufen Schiffe der Reederei Cosco Shipping das HHLA-Terminal Tollerort an. Warum sollten sie sich also nicht am Terminal beteiligen? Kritiker fürchten einen zu großen Einfluss Chinas auf den Hamburger Hafen. Für Tschentscher hingegen ist klar: „Es hat gute Gründe, weswegen Cosco und andere Reedereien Interesse haben an einer Terminalbeteiligung“ Stimmten die Konditionen, könnten Terminalbeteiligungen für beide Partner wirtschaftlich sinnvoll sein.

Vorteile sieht der Hamburger Bürgermeister unter anderem darin, dass die Auslastung verbessert werden könnte und die Reedereien sich zuverlässige Anlaufpunkte sichern könnten. Deswegen arbeiteten Reedereien und Terminals in beinahe allen Häfen zusammen wie Rotterdam, Antwerpen, Marseille.

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher begrüßt eine eventuelles Beteiligung des Terminalbetreibers Cosco Shipping Ports am HHLA-Terminal „Tollerort“. (24hamburg.de-Montage)

Die Reederei Hapag-Lload und die HHLA arbeiten bereits eng am HHLA-Terminal Altenwerder zusammen. Am Unikai sei es Grimaldi. Das Prinzip würde also funktionieren. Tschentscher führte weiter aus: „Reedereien wollen hohe Effizienz, niedrige Hafengebühren und geringe Terminalkosten.“ Aber ihnen sei bewusst, dass ihre Zukunft in der klimafreundlichen Logistik liege, und das sei einer der größten Standortvorteile des Hafens, den Hamburg weiter stärken wolle.

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