1. 24hamburg
  2. Hamburg

Boris Herrmann: Sein Heimathafen ist Hamburg

Erstellt:

Von: Ute Laukner

Kommentare

Der sympathische Einhandsegler Boris Herrmann bewältigt mit seiner Rennyacht erfolgreich weltweite Rennen und lebt mit seiner Familie in Hamburg.

Hamburg – Wer träumt in Hamburg wohl nicht davon, mit einer Rennyacht, um die Welt zu segeln? Der in Hamburg lebende Boris Herrmann verwirklicht seinen Traum. Was das Segeln für ihn und sein Racing-Team bedeutet, darüber berichtet der Profisportler den Menschen, die ihn weltweit danach fragen. Und das sind viele Fans!

Boris Herrmann
geboren:28. Mai 1981 , in Oldenburg
Wohnort:Hamburg

Boris Herrmann: Segeln around the World, was will er noch mehr?

Boris Herrmann setzt sich mit seinem Können für engagierte Projekte ein. Da bleibt es auch nicht aus, im Jahr 2019 die junge Greta Thunberg klimafreundlich über den Atlantik zum New Yorker Klimagipfel auf seiner Rennyacht Malizia mitzunehmen und sicher wieder an Land zu bringen. Eine gelungene Aktion mit weltweitem Aufsehen. Zu seinen Partnern zählen beispielsweise der Yacht Club de Monaco, EFG International, Zurich Deutschland, Kuehne+Nagel, MSC Mediterranean Shipping Company, Hapag-Lloyd und Schütz.

Malizia Ocean Festival mit Boris Herrmann in Hamburg

Malizia Ocean Festival: In Hamburg wurde am 6. September 2022 das neue Schiff namens Malizia-Seaexplorer im Traditionsschiffhafen der Hamburger Hafencity getauft. Begleitet von einer Menge Segelfans fuhr Boris Herrmann mit seiner Crew die Elbe entlang zum Hamburger Hafen. Extra für ihn und sein Team wurde die Mahatma-Ghandi-Brücke vor den Augen der zahlreichen neugierigen Zuschauerinnen und Zuschauer geöffnet.

Auf der Elbphilharmonie-Plaza standen die Besucherinnen und Besucher in 37 Meter Höhe und bestaunten das Einfahren der Rennyacht Seaexplorer. Der Wind meinte es gut an dem Tag und er legte sicher im Sandtorhafen der Hafencity an. Rings umher saßen und standen unzählige weitere Zuschauer. Ein bewegender Moment für alle.

Boris Herrmann, Weltumsegler (M), steht in der HafenCiy nach der Taufe der Rennyacht „Malizia – Seaexplorer“ mit seinem Team an Bord. Weltumsegler und sein Team Malizia haben am Mittag ihr neues Boot getauft.
Boris Herrmann, Weltumsegler (M), steht in der HafenCiy nach der Taufe der Rennyacht „Malizia – Seaexplorer“ mit seinem Team an Bord. © Daniel Bockwoldt/dpa

Der Wahl-Hamburger hatte sich die Hansestadt Hamburg ausgesucht, um die neue Rennyacht zu taufen. Das ließen sich die Hamburgerinnen und Hamburger nicht nehmen. Sie standen Spalier auf allen Seiten und applaudierten vom Herzen. Zwei Festival-Tage voller Teamspirit. Den Sponsoren freute es, die Beliebtheit des Profiseglers von den Fans und das enorme Interesse mitzuerleben. Auch der DLRG war mit einem Infostand vertreten.

Wer hat die letzten Erlebnisse seiner Welttour nicht noch in Erinnerung? Kurz vor Ende der letzten Etappe kam das unerwartete Desaster. Doch ein Rennboot ist im Endeffekt eben doch nur so gut, wie das Material den Wogen des Meeres standhalten kann. Egal, nach dem Segelrennen ist vor dem Segelrennen und so stehen die nächsten Touren bereits im Rennkalender des Oldenburgers.

Boris Herrmann und seine nächsten Segelrennen sind bereits geplant.

Im Frühjahr 2023 nimmt die Malizia-Seaexplorer am Etappenrennen „The Ocean Race“ teil.

Im Herbst 2024 steht die nächste Vendée Globe an.

Boris Herrmann: Open Art Fotoausstellung auf dem Überseeboulevard

Einige Stationen seiner Segelerlebnisse hat der Berufssegler in seinen Fotos festgehalten. Auch seine Malizia Racing-Crew hat fleißig mit fotografiert. Die für alle Segelfans unglaublichen Momente aus vier Jahren sind in einer öffentlichen Präsentation vom 6. September 2022 bis 6. April 2023 auf dem Überseeboulevard in Hamburgs Hafencity zu sehen.

Diese Fotopräsentation zählt übrigens inzwischen bereits zur 26. Open Art-Ausstellung im nördlichen Überseequartier. Fast in Sichtweite der Speicherstadt gibt Boris Herrmann auf den Fotos unter anderem Einblicke aus der Forschungsarbeit, Drohnenaufnahmen zeigen Sekunden aus den Segelrennen und sogar Bilder vom Bootsbau der neuen Malizia-Seaexplorer sind dabei.

Boris Herrmann: Bei der Vendée Globe nonstop um die Welt gesegelt

Vom 8. November 2020 an nahm Boris Herrmann als erster deutscher Segler an der Non-Stop-Regatta für Einhandsegler – der alle vier Jahre stattfindenden 80-tägigen Vendée Globe – teil. Zwar wurde er am Ende bei der härtesten Einhandregatta rund um die Welt nur fünfter, aber trotz allem war es für ihn ein erfolgreiches Rennen. Alles, was er nach 80 Renntagen auf See an Erfahrungen gewonnen und von den Auswertungen seiner Rennyacht gelernt hat, fließt heute in seine nächsten Tourrennen mit ein.

Team Malizia – 2016 von Boris Herrmann und Pierre Casiraghi gegründet

Seit der gemeinsamen Gründung des Teams Malizia von Boris Herrmann und Pierre Casiraghi konnten viele Erfolge erzielt werden. Pierre Rainier Stefano Casiraghi ist der Sohn des am 3. Oktober 1990 vor Monaco verunglückten Offshore-Rennbootfahrers Stefano Casiraghi. Neben der Faszination des Segelsports setzt sich das Team für den Schutz der Ozeane ein.

Sein Ozeanlabor „Ocean Pack“ sammelt wichtige Daten die für die Forschung genutzt werden. Auch sein Bildungsprogramm „My Ocean Challenge“ wird weltweit in Schulen umgesetzt, um den Kindern schon früh die Thematik der Ozeane und des Klimas näher zu bringen.

Auch interessant

Kommentare