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Blackout noch diesen Winter? Polizei Hamburg bereitet sich auf Stromausfall vor

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Von: Bona Hyun

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Wird es einen Blackout in Hamburg geben? Die Polizei Hamburg rüstet sich für einen möglichen Stromausfall. Die Vorbereitungen laufen seit Sommer.

Hamburg – Die Polizei Hamburg bereitet sich seit Sommer auf einen Stromausfall in der Stadt Hamburg vor. Die interne Arbeitsgruppe „Energiesicherheit“ arbeitet an einem Maßnahmenkatalog im Falle eines solchen Szenarios. „Die Erarbeitung umfasst Sachstandserhebungen, Problemstellungen, szenarienbasierte Lösungsmöglichen und die Ableitung von Maßnahmen“, sagte ein Polizeisprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Weitere Details könnten nicht Details genannt werden.

Stellt sich nun die Frage: Wie wahrscheinlich ist es, dass es in Hamburg 2022 zu einem Stromausfall kommt?

Behörde:Polizei Hamburg
Gründung:26. Mai 1814, Hamburg
Hauptsitz:Hamburg
Hamburg Aufsichtsbehörde:Behörde für Inneres und Sport der Stadt Hamburg

Blackout im Winter: Vorbereitungen der Polizei Hamburg auf Stromausfall laufen seit Sommer

Polizei-Kommissariate, das Polizeipräsidium sowie die Verkehrsdirektion, die Bereitschaftspolizei und die Akademie der Polizei Hamburg sind mit Notstromaggregaten für den Falle eines Blackouts ausgestattet. Gleiches gilt für die Feuer- und Rettungswachen in der Hansestadt Hamburg. Im September erklärte der Hamburger Senat auf AfD-Anfrage, dass eine Bestandsaufnahme zur Ersatzstromversorgung bei Polizei und Feuerwehr gemacht worden sei. Die Einrichtungen verfügten über so viel Dieselkraftstoff, die die Stromversorgung für 72 Stunden sichern könnte.

Zwei Polizisten nebeneinander und ein Schild mit der Aufschrift Stromausfall
Die Polizei Hamburg rüsten sich für einen Blackout. Seit Sommer laufen die Vorbereitungen. © Elias Bartl/Bihlmayerfotografie/imago (24hamburg.de Montage)

Von besonderer Bedeutung für die Versorgungssicherheit ist nach Angaben des Senats eine Tankstelle auf dem Polizeigelände im Stadtteil Alsterdorf. Bis auf die Erdtanks und ein Kartenterminal sei die Anlage von 2018 bis 2020 komplett saniert worden. Die Hamburger Innenbehörde schloss laut der dpa bereits im Februar 2020 einen Vertrag mit dem Tanklager-Betreiber Oiltanking Deutschland und dem Erdölbevorratungsverband (EBV).

Einrichtungen der kritischen Infrastruktur sollen laut Vereinbarung bevorzugt beliefert werden, im Falle einer „Stromausfallkatastrophe“. Die Behörde für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät Bürgern zu einer Checkliste mit notwendigen Vorräten für einen Stromausfall.

Senat Hamburg geht nicht von Blackout diesen Winter aus – Polizei Hamburg will trotzdem vorsorgen

Laut Senat sind genug Mineralölprodukte und Transportkapazitäten in Hamburg vorhanden. Umwelt- und Energiesenator Jens Kerstan (Grüne) hatte den Bürgern Ende August versichert, dass es keinen Blackout in Hamburg geben wird. Bürger müssten sich um die Versorgungssicherheit keine Sorgen machen. Die Polizei sieht die Versorgungssituation ein wenig kritischer, da sich nicht jedes Szenario ins Detail planen lasse. Die Bedenken sind berechtigt, denn Experten sind sich einig: Die Auswirkungen eines Blackouts wären fatal.

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Blackout im Winter 2022: Auswertungen zeigen, dass Versorgungssituation in Deutschland angespannt ist

Analysen der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW ergaben: In zwei kritischen Szenarien könnte es einige Stunden in Deutschland zu Versorgungsproblemen kommen. Alle drei untersuchten Szenarien ergaben, dass die Versorgungssituation im kommenden Winterhalbjahr angespannt ist. Die Sonderanalysen der Netzbetreiber kamen außerdem zu dem Ergebnis, dass die benötigte Last am europäischen Strommarkt nicht immer vollständig gedeckt werden kann.

Auch die Netzsicherheit ist in kalten Monaten unzureichend. Im Winter könnte es in einzelnen Regionen Deutschlands zu kontrollierten Abschaltungen der Stromversorgungen kommen, die in der Regel angekündigt werden. Betroffen sind Unternehmen und Privathaushalte.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) führten die Netzbetreiber Sonderanalysen zur Stromversorgungssituation im Winter 2022/23 durch. Ziel der Analysen war es zu überprüfen, ob kommenden Winter die Stromnachfrage in Deutschland insgesamt gedeckt und die Netzsicherheit zu jeder Stunde gewährleistet ist, schreibt 50hertz.com in einer Pressemitteilung.

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