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BKA „friert“ Russen-Yacht Luna im Hamburger Hafen ein

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Von: Sebastian Peters

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Die Luna liegt in Hamburger Hafen
Die LUNA liegt in einem Trockendock bei Blohm + Voss im Hamburger Hafen. © Sebastian Peters

Die zweite „Russen-Yacht“ ist nun in Hamburg festgesetzt worden. Die Luna (400 Millionen Euro schwer) wurde durch das BKA eingefroren.

Hamburg – Jetzt also doch! Bereits vor wenigen Wochen hatte 24hamburg.de über die Luxus-Yacht „Luna“ (400 Millionen Euro) und seinen Eigner „Farkhad Akhmedow“ berichtet. „Damals“ stand der aus Aserbaidschan stämmige Mann noch nicht auf EU-Sanktionsliste.

Russen-Yacht „Luna“: BKA friert Luxus-Yacht ein – wenige Wochen zuvor war dies noch unklar

Auch das BKA wollte sich aufgrund von Datenschutzbestimmungen nicht zu möglichen laufenden Ermittlungen äußern. Nun tauchen aber vermehrte Medienberichte auch, dass die Luna nun „eingefroren“ wurde. Nach der Dilbar wäre das die zweite Luxus-Yacht, die den Hamburger Hafen zunächst nicht mehr verlassen darf.

Farkhad Akhmedow war bei Verhandlungen zur Beilegung der Streitigkeiten zwischen Russland und der Türkei beteiligt. Der Außenminister der Türken Mevlüt Çavuşoğlu bezeichnet Farkhad Akhmedow als diplomatischen Mittelsmann, „der eng mit Putin zusammengearbeitet hat und Putin gut kennt“. Aufgrund der Tatsache, dass Akhmedow „eng mit Putin zusammenarbeitet“, wunderte sich 24hamburg.de-Repoter bereits Wochen zuvor, warum die Luna nicht beschlagnahmt oder eingefroren wurde.

Farkhad Akhmedow: BKA ermittelt Akhmedow als Eigner der Luna

Nach mehreren Medienberichten, unter anderem von der Süddeutsche-Zeitung und von t-online, soll das BKA nun die Luxus-Yacht eingefroren, aber nicht beschlagnahmt haben. Der Eigner „Farkhad Akhmedow“ soll bereit seit dem 08. April auf der EU-Sanktionsliste stehen. Nach längeren Ermittlungsarbeiten konnte nun die Eigentumsverhältnisse endgültig geklärt werden. 

Zusammen mit der bereits festgesetzten Dilbar haben die beiden Luxusdampfer einen Wert von rund 1 Milliarde Euro. Nun bleiben die beiden wertvollen Yachten für ungewisse Zeit im Hafen. Beide Schiffe liegen am Mittwoch, 11. Mai 2022, bei Blohm + Voss.

Wichtig zu betonen sei, dass die Yacht „Luna“ eingefroren, aber nicht beschlagnahmt sei. Die Luna darf somit nicht mehr veräußert, belastet oder vermietet werden. Nach einem Bericht von t-online betont die Behörde, dass die Yacht nicht beschlagnahmt sei oder sichergestellt wurde. 

Die Solandge, auch eine Mega-Yacht, konnte noch rechtzeitig aus dem Hamburger Hafen fliehen. Kurz zuvor soll der Eigner Suleyman Abusaidovich Kerimov (56), ein russischer Oligarch, der auf der EU-Sanktionsliste steht, seine Mega-Yacht an einen Saudi-Prinzen verkauft haben.

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