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Bis 2025: Jahrelange Sperrung auf der AKN-Strecke bei Hamburg

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Von: Christian Einfeldt

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Die Strecke zwischen Hamburg und Kaltenkirchen soll modernisiert werden. Das bedeutet, dass sich Pendler vorerst auf Sperrungen einstellen müssen – bis Ende 2025.

Hamburg – Bequemer, zuverlässiger und schneller in Richtung Schleswig-Holstein: Die S21 soll eine moderne Verbindung zwischen Hamburg und Kaltenkirchen schaffen. Im Jahre 2025 soll erstmals der Betrieb der Linie aufgenommen werden – bis dahin bedarf es allerdings noch einiger Baumaßnahmen. Pendlerinnen und Pendler, die die AKN-Strecke nutzen, müssen zufolge einer Meldung von nahverkehrhamburg.de mit „massiven Behinderungen“ rechnen. Im Dezember 2022 starten die Bauarbeiten, die über mehrere Jahre hinweg das Hamburger Umland beschäftigen könnten.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche:755,2 km²
Bevölkerung:1,841 Millionen
Bürgermeister:Peter Tschentscher

Ab Januar 2023: Ersatzbusse stehen bereit – doch Vollsperrung der AKN-Strecke hält bis Ende 2025 an

Schon früh zeigt sich, dass die Baumaßnahmen Auswirkungen auf den Hamburger Nahverkehr haben werden. Im Dezember 2022 finden die ersten Arbeiten – hier entlang der Linie A1 – ihren Ursprung. Wenig später, zwischen dem 16. Januar 2023 und dem 19. August 2023, fahren dann zwischen den Abschnitten Burgwedel und Ellerau keine Züge mehr – ein siebenmonatiger Verzicht, der Pendlerinnen und Pendler ebenso trifft wie etwa aktuelle Sperrungen des HVV, die in den Herbstferien anberaumt werden.

Als Alternative sollen in wenigen Monaten Ersatzbusse bereitgestellt werden. Nach Fertigstellung des ersten Abschnittes sehen die Arbeiten eine Fortsetzung an den Haltestellen Hamburg-Eidelstedt und Burgwedel vor. Auch hier bedeuten die Modernisierungsmaßnahmen, dass der Verkehr vorerst still steht. Ein zehnmonatiger Stillstand des Verkehrs steht bevor: Zwischen dem 20. August 2023 und dem 20. Juni 2024 fährt auch hier kein Zug mehr.

Wie das Hamburger Abendblatt unter Berufung auf nahverkehrhamburg.de berichtet, haben die Baumaßnahmen wenig später auch auf der Strecke Quickborn und Ulzburg-Süd ähnliche Konsequenzen zur Folge. Der sieben Kilometer lange Abschnitt wird zwischen dem 30. Juni 2024 und dem 8. März 2025 nicht befahren werden.

AKN-Zug.
Nahverkehr in Hamburg und Umland: Der Ausbau der S21 hat jahrelange Sperrungen auf der AKN-Strecke zur Folge. (Symbolbild) © Chris Emil Janßen/Imago

S21 von Hamburg nach Kaltenkirchen: Betrieb soll am 14. Dezember 2025 aufgenommen werden

Damit nicht genug: eine weitere, wenn auch letzte Vollsperrung folgt. Die AKN-Strecke zwischen Ulzburg-Süd und Kaltenkirchen bleibt ganze neun Monate dicht – kein Zugverkehr zwischen dem 9. März und 29. November 2025. Für Pendlerinnen und Pendler ist es allmählich das Ende einer langen Odyssee: Ab dem 14. Dezember 2025 soll auf der Linie erstmals eine S-Bahn verkehren. Nach Informationen des Hamburger Abendblatts beschäftigen Gedanken, die AKN-Strecke zu modernisieren, Verantwortliche in Schleswig-Holstein und Hamburg schon seit über eine Dekade.

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Unterschiedliche Gründe sollten immer wieder den angestrebten Zeitplan zunichtemachen. Mal waren es vergessene Prüfungen zur Umweltverträglichkeit, ein anderes Mal abweichende Strategien und Unstimmigkeiten – ob man etwa eine zukünftige S-Bahn-Strecke durchgehend zweigleisig befahrbar machen möchte.

Die langen Bauphasen deuten bereits auf kostspielige Maßnahmen hin. Wie das Abendblatt berichtet, müssen an mehreren Haltestellen Bahnsteige erhöht oder verlängert werden, manche müssen abgesenkt werden und der Bahnhof in Eidelstedt muss zum Teil abgerissen und neu gebaut werden. Die S-Bahn Hamburg GmbH übernimmt Kosten in Höhe von 100 Millionen Euro. Zufolge des Hamburger Abendblatts steigt die Investitionshöhe infolge von infrastrukturelle Arbeiten um zusätzliche 120 Millionen an.

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