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E-Scooter-Anbieter schmeißt hin: „Bird“ rollt nicht mehr durch Hamburg

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Von: Steffen Maas

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Das Unternehmen „Bird“ beendet seine Geschäfte in Deutschland. Einer von fünf Anbietern für E-Scooter in Hamburg sieht zu viel Konkurrenz auf dem Markt.

Hamburg – Ein praktisches Stück Mikromobilität in der Großstadt Hamburg für viele, aber auch ein großes Ärgernis für andere: Doch egal, wie man es mit den E-Scootern hält, die elektrischen Stehroller sind aus der Hansestadt nicht mehr wegzudenken. Kurzfristig werden die E-Fahrzeuge aber zumindest weniger, denn der US-amerikanische Anbieter „Bird“ zieht sich aus nicht nur aus Hamburg, sondern gleich aus mehreren europäischen Ländern zurück.

Unternehmen:Bird
Hauptsitz:Florida, Miami, Vereinigte Staaten
Angebot:Mikromobilität
Ertrag:205 Millionen Dollar (2021)

Kein „Bird“ mehr in Hamburg: Unternehmen sieht zu viel E-Scooter-Konkurrenz

Grund dafür, so „Bird“ in einer Mitteilung auf dem Unternehmens-eigenen Blog, sei eine Fokussierung auf das Ziel, sich finanziell selbst tragen zu können. Nach einer Überprüfung der laufenden Geschäfte sei deutlich geworden, dass das nicht in allen Märkten möglich sei: Deutschland, Schweden und Norwegen verlässt „Bird“ deshalb ganz.

Bird E-Scooter in Bamberg Rückzug
Die Stehroller des US-amerikanischen E-Scooter-Anbieters „Bird“ bleiben stehen – und verschwinden bald ganz in Hamburg. Die Firma hat ihren Rückzug aus ganz Deutschland angekündigt. © Nicolas Armer/dpa

Ein Grund, der auch wohl für Hamburg gilt, ist laut Mitteilung: zu viel Konkurrenz. Das dortige Überangebot und die überfüllten Straßen würden es dem Unternehmen schwer machen, hier sichere und langfristige Investitionen zu tätigen. Alleine schuldig ist das Unternehmen mit Hauptsitz in Miami, Florida, aber seiner Meinung nach nicht: Die unsicheren rechtlichen Rahmenbedingungen würden die große Anzahl wechselnder Konkurrenten begünstigen.

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E-Scooter in Hamburg: Vier Anbieter verbleiben – Städtereinigung kümmert sich um Chaos

Drei Jahre lang konnten Hamburger im Stadtgebiet auf den elektrischen Stehrollern von „Bird“ herumdüsen. Jetzt ist also Schluss. Damit verabschiedet sich ein von den fünf Anbietern, die in der Hansestadt ihre Dienste anbieten. Es verbleiben:

Zuletzt wurde es nicht nur „Bird“ zuviel mit der E-Scooter-Masse in Hamburg: Der Hamburger Senat beauftragte in einem Pilotprojekt die Stadtreinigung damit, sich zumindest um grob verkehrsstörend abgestellte Elektroroller zu kümmern und sie umzuparken.

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