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Autos haben keine Chance: Hier entsteht Hamburgs sicherster Radweg

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Von: Kevin Goonewardena

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Der wohl sicherste Radweg der Stadt liegt in Harburg und ist fast fertig. Trapezsteine schützen Radfahrende hier vor LKW. Doch nicht mehr lange.

Hamburg – 14 sogenannte Fahrradrouten gibt es aktuell in Hamburg, weitere sind in Planung. Und auch darüber hinaus werden Fahrradwege in der Hansestadt immer weiter ausgebaut – bis Mitte 2023 sollen etwa an der Hamburger Reeperbahn Spuren für Radfahrende entstehen. Dafür werden Autospuren weichen müssen. Eine Maßnahme, die für den im Sommer nach einem Unfall auf der Reeperbahn verstorbenen Radfahrer leider zu spät kommt.

Die durchgehend ausgebauten Strecken erschließen Radfahrern den Weg immer ausgehend von der Hamburger Innenstadt beispielsweise nach Rissen (Route 1), Niendorf (Route 3), Duvenstedt (Route 5) Rahlstedt (Route 7) oder nach Bergedorf (Route 8 und 9); es gibt eine Innerer- und Äußerer Ring-Route.

Name:Veloroute 10
Verlauf:HafenCity - Veddel - Wilhelmsburg - Harburg - Neugraben
Länge:rund 25 Kilometer
Bauwerke an der Strecke (Auswahl):Neue Elbbrücken, Alte Süderelbebrücke, Bahnhof Harburg

Velorouten Hamburg: Zur Arbeit, zu Freunden, zur Freizeit – auf dem Rad Hamburg erleben

Die Velorouten führen Pendler zur Arbeit, zur Familie, Freunden und Bekannten. Menschen zu Freizeitaktivitäten, zum Einkaufen, in die Schule oder die Uni. Durch Grünanlagen, am Wasser vorbei und an zahlreichen Sehenswürdigkeiten – über Brücken, viel befahrene Straßen, durch Hafen- und Industriegebiete. In einem solchen, in Harburg, wurde deswegen jetzt ein rund ein Kilometer langes Teilstück des wohl sichersten Radweges Hamburg eröffnet. Als Teil der Veloroute 10 schützen hier sogar Betonpoller die Radfahrenden vor LKW.

Der sicherste Radweg Hamburgs in Harburg.
Massive Trapezsteine grenzen den Radweg im Harburger Binnenhafen von der Fahrbahn ab. Bei der Vielzahl der LKW, die dort verkehren, dürften die Barrieren den Radfahrenden endlich ein sicheres Gefühl geben. © Kevin Goonewardena

Veloroute 10: Über 25 Kilometer von der HafenCity bis nach Neugraben

25 Kilometer lang ist die Strecke, die von der HafenCity über die Veddel, Wilhelmsburg nach Harburg und weiter bis nach Neugraben führt. Die Radfahrer überqueren im Verlauf unter anderem die Süderelbe auf der Alten Harburger Elbbrücke von 1899, die ursprünglich für Fußgänger und Kutschen als Verbindung zwischen den damals noch preußischen Städten Wilhelmsburg und Harburg erbaut und später bis 1971 von den Straßenbahnlinien 11 und 12 genutzt wurde – die letzte Straßenbahn in Hamburg fuhr im Jahr 1977. Unweit eben jener Elbbrücken im Harburger Binnenhafen (Schellerdamm/Veritaskai) kommen Radfahrer jetzt nicht nur in den Genuss eines 4 Meter breiten Radwegs, sondern eines Sicherheitsgefühls, wie nirgendwo anders in der Stadt – und das ist auch bitter nötig.

Veloroute 10: Einmalige Barrieren schützen Radfahrer vor LKW-Verkehr

Massive rot-weiß lackierte Trapezsteine aus Beton trennen dort an mehreren Stellen den Radweg von der Straße. Die 40 Zentimeter hohen Betonsteine sind nicht zu übersehen – und dürften im Ernstfall auch dafür sorgen, dass Autos und LKW den Radfahrenden nicht zu nahe kommen. Von Letzterem gibt es im Harburger Hafengebiet reichlich. Doch die auffälligen und in Hamburg einmaligen Barrieren werden nicht für immer Radweg und Fahrbahn voneinander trennen. Das berichtet die Hamburger Morgenpost. Nach Angaben der Zeitung sollen die Trapezsteine schon bald durch massive Poller ersetzt werden.

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Harburger Binnenhafen: Trapezsteine an Veloroute 10 nur vorübergende Maßnahme

Wie die Zeitung weiter berichtet, bleiben im westlichen Teil des Harburger Binnenhafens die Trapezsteine noch zwei Jahre länger stehen. Den Grund liefert Bezirkssprecher Dennis Imhäuser gleich mit. Er erklärt gegenüber der Mopo: „Auf Höhe der Harburger Schlossstraße ist für das Jahr 2024 der Bau eines Kreisverkehrs geplant.“ Bis dahin bleiben die Trapezsteine dort liegen; damit der Radweg und die Fahrbahn sicher voneinander getrennt sind.

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