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Flüchtlinge aus der Ukraine: Hamburg und Norddeutschland bereiten sich vor

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Von: Kevin Goonewardena

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Wie viele Schutzsuchende aus der Ukraine in den kommenden Wochen in Deutschland eintreffen werden, weiß niemand. Vorbereitungen in Norddeutschland laufen aber bereits.

Hamburg – In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag passierte, was sich schon wochenlang abgezeichnet hatte - russische Truppen begannen mit ihrer Invasion des souveränen Staates Ukraine, in dem sie ihren Angriff auf dessen Territorium starteten. Auch wenn noch nicht klar ist, wie viele ukrainische Menschen in Deutschland Schutz vor dem russischen Krieg suchen werden, fangen die Kommunen in Norddeutschland an, sich auf einen Zustrom von Menschen aus der Ukraine vorzubereiten.

Name:Україна (Ukraine)
Fläche:603.700 km² (inklusive der Halbinsel Krim)
Bevölkerung:rund 41,5 Millionen
Souveräner Staat seit:1991

Hamburg beteiligt sich an Flüchtlingsaufnahme – CDU-Mann Thering: „Hier darf es jetzt keine Verzögerungen geben“

Hamburg werde sich nach Kräften bei der vom Bund zugesagten Unterstützung der osteuropäischen Länder bei der Aufnahme von Flüchtlingen beteiligen, so der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher. Tschentscher hatte bereits gestern mit Bezug auf den Angriffskrieg gesagt „Das ist ein schwarzer Tag für Europa.“

Auch der Vorsitzende der CDU-Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft, Dennis Thering, bekräftigte am Freitag die Solidarität Hamburgs mit der ukrainischen Bevölkerung. Er mahnte an, dass sich die Stadt auf die Aufnahme von Flüchtlingen vorbereiten solle. Dazu seien in allen der Hamburger Bezirke Flüchtlingsunterkünfte einzurichten, so der CDU-Politiker. „Hier darf es jetzt keine Verzögerungen geben“, zitiert das Abendblatt Thering zu den Vorbereitungen, der daran erinnerte ,dass man am Ende „an unseren Taten gemessen“, werde.

Meine Gedanken sind weiter bei den unschuldigen Ukrainerinnen und Ukrainern und ihrem unsagbaren Leid

Dennis Thering, CDU-Fraktionschef in Hamburg

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Flüchtlingsrat Niedersachsen „Bei uns stehen im Moment die Telefone nicht still“

Einige haben es bereits geschafft: Hier ruhen sich gerade aus der Ukraine Geflohene in einem zum Auffanglager umgestalteten Bahnhof in Polen aus. Viele andere rufen per Video um Hilfe und suchen noch einen Fluchtweg.
Einige haben es bereits geschafft: Hier ruhen sich gerade aus der Ukraine Geflohene in einem zum Auffanglager umgestalteten Bahnhof in Polen aus. Viele andere rufen per Video um Hilfe und suchen noch einen Fluchtweg. © Petr David Josek/dpa

Auch wenn es laut Bundesinnenministerin Nancy Faser aktuell noch keine Prognose über die Höhe der zu erwarteten Flüchtlinge gibt, bereitet sich der Flüchtlingsrat Niedersachsen schon auf die Ankunft von Schutzsuchenden vor. Dieser stehe bereits, so der Geschäftsführer Kai Weber gegenüber des NDR, mit zahlreichen Angehörigen in Kontakt, die eine Ausreise ihrer Familienangehörigen aus der Ukraine vorbereiten. „Bei uns stehen im Moment die Telefone nicht still“, sagte Weber und berichtet von Menschen, die um Rat fragen, wie es für ihre in der Ukraine lebenden Angehörigen möglich sei nach Deutschland auszureisen.

Auch Weber mahnte an, Erstaufnahmeeinrichtungen einzurichten und nicht nur den Familien die private Unterbringung zu überlassen. Niedersachsens Innenminister sagte gegenüber dem NDR, dass man sich vorbereiten werde. Zu diesem Zweck treffe er sich am heutigen Freitag mit Vertretern der Kommunen zu beraten.

Wir bereiten uns auf eine Aufnahme in Niedersachsen vor. Wir werden die Kapazitäten entsprechend voll optimal ausnutzen und erweitern

Boris Pistorius (SPD), Innenminister Niedersachsen

Kiels Oberbürgermeister Kämpfer will Unterkünfte aus Flüchtlingskrise reaktivieren

Auch Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) und seine schleswig-holsteinischen Amtskollegen, Landräte und die schleswig-holsteinische Innenministerin tauschten sich bereits über ein mögliches Vorgehen in Bezug auf ukrainische Flüchtlinge aus. Der Kieler Obermeister plädiert dafür, bestehende Notunterkünfte, die aufgrund der Flüchtlingskrise 2015 errichtet wurden, zu reaktivieren. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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