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„Bekloppter“ Fahrstil: Kamera am Helm und 100 km/h – Motorradfahrer rast in den Tod

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Von: Sebastian Peters

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Tödlicher Motorradunfall in Hamburg. Ein 24-jähriger Biker kracht mit hoher Geschwidigkeit in ein PKW.
Tödlicher Motorradunfall in Hamburg: Ein 24-jähriger Biker kracht mit hoher Geschwindigkeit in ein PKW. © Dominick Waldeck

Nach schwerem Unfall in Hamburg: Motorradfahrer war mit Action-Kamera und zu hoher Geschwindigkeit unterwegs. Saseler Chaussee mehrere Stunden gesperrt.

Hamburg – Mit mehr als 100 km/h soll der 24-jährige Motorradfahrer, der am späten Mittwochabend, 29. September 2022, auf der Saseler Chaussee in Hamburg-Wellingsbüttel bei einem Unfall ums Leben kam, unterwegs gewesen sein.

Autofahrer, die den Mann bereits zuvor auf seinem Motorrad bei der Fahrt sahen, beschreiben seine Fahrweise als „bekloppt“. Die Spurenlage am Unfallort lässt vermuten, dass der junge Biker mit ungefähr 150 km/h auf der Hauptstraße unterwegs gewesen sein muss.

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Unfall in Hamburg: Augenzeugen beschrieben die Fahrweise als „bekloppt“ – 24-jähriger Biker stirbt noch vor Ort

Das entspricht dem Dreifachen der erlaubten Geschwindigkeit. Zwar versuchte der Motorradfahrer noch zu bremsen, als er den Volvo sah, allerdings krachte der Mann trotz 20 Meter langer Bremsspur mit ungefähr 100 km/h in das Fahrzeug. Der Motorradfahrer, der ohne Schutzkleidung und nur mit einem offenen Motorradhelm geschützt war, blieb leblos auf der Straße liegen. Ersthelfer beschrieben seine Verletzungen als „nicht mit dem Leben vereinbar“.

Trotz sofort eingeleiteter Reanimation verstarb der junge Mann noch an der Einsatzstelle. Die Insassen aus dem Volvo, der 47-jähriger Fahrer und seine 13-jährige Beifahrerin, erlitten einen Schock und wurden leicht verletzt. Ermittlungsarbeiten der Polizei Hamburg dauerten bis in die Nacht. Ein Sachverständiger setzte sogar eine Drohne ein, um das enorm große Trümmerfeld zu fotografieren.

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Durch den schweren Aufprall riss am Motorrad die Vordergabel ab
Durch den schweren Aufprall riss am Motorrad die Vordergabel ab © Dominick Waldeck

Bei der Spurensicherung fanden die Einsatzkräfte der Polizei auch eine Actioncam – mutmaßlich eine GoPro. Diese trug der Motorradfahrer an seinen Helm. Ob er seinen eigenen Tod mit der Kamera aufzeichnete, ist noch unklar. Die Polizei wertet zurzeit die Aufnahmen der Kamera aus. Wie genau es zum tödlichen Unfall kam, ist ebenfalls noch Gegenstand der Ermittlung.

Unfall in Hamburg: Polizei sichert Actionkamera – Unfallfahrer hat Todes-Crash vermutlich aufgezeichnet

Thilo Marxsen, Pressesprecher der Polizei Hamburg, erklärt: „Die Beamten prüfen nun auch, inwieweit überhöhte Geschwindigkeit und ein möglicher Fahrstreifwechsel des Kawasaki-Fahrers unmittelbar vor dem Zusammenstoß im Zusammenhang mit dem Unfall stehen könnten.“ Ebenfalls werden auch Zeugen gesucht, die etwas zum Unfallhergang sagen können.

„Zeugen, die Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Verkehrsunfall gemacht haben oder Hinweise auf die Fahrweise der beiden Beteiligten geben können, werden gebeten, sich beim Hinweistelefon der Polizei unter 040/4286-56789 oder einer Polizeidienststelle zu melden“, so der Polizei-Pressesprecher.

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