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Bei Polizeieinsatz in Hamburg – Dorfdealer verrät sich selbst

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Von: Sebastian Peters

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Mit hoher Geschwindigkeit überholten sie ein ziviles Einsatzfahrzeug der Polizei. Aufgrund dieser Fahrweise entschlossen ich die Beamten den Pkw zu stoppen.

Hamburg – In einer Kurve auf der Umgehungstrasse „An der alten Süderelbe“ bei Finkenwerder überholte der Fahrer eines Mercedes mit Stader Kennzeichen ein ziviles Fahrzeug der Polizei Hamburg. Das sogenannte „Provida-Fahrzeug“ war im Hamburger Westen unterwegs, um genau solche riskanten Fahrweisen auf Video aufzuzeichnen und die Fahrzeuge daraufhin zu kontrollieren. Genau dies passierte auch wenige Augenblicke später.

Polizeieinsatz bei Finkenwerder: Verkehrskontrolle mit Drogen-Erfolg für die Polizei Hamburg

Auf der Finkenwerder Straße entschlossen sich die Beamten, das Fahrzeug anzuhalten. Mit Blaulicht und einem „Bitte Folgen“-Schild wurde der Benz auf einem Gelände der TOTAL-Tankstelle gestoppt. Wir berichtet bereits in einem älteren Artikel über die „spezielle“ Kontrolle. Nun wurde aber bekannt, dass es keine „normale“ Kontrolle war. Am Ende landete eine Person sogar in Untersuchungshaft.

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Als die zivilen Polizisten am Montagabend, 28. März 2022, an den stehenden Mercedes CLS 350d herantraten, stieg ihnen sofort ein starker Marihuanageruch in die Nase. Allerdings wurden die Polizisten sofort aufgeklärt. „Ich bin der Kiffer“ soll der Beifahrer in Richtung der Beamten gesagt haben und übergab wenig später zwei Gripbeutel Marihuana. Aufgrund dieser überraschenden Aussagen begannen die Einsatzkräfte das gesamte Fahrzeug zu durchsuchen. Mit einem nennenswerten Erfolg für die Polizei.

Polizeieinsatz in Hamburg-Finkenwerder
Nach der Durchsuchung des Fahrzeuges haben die Beamten einige Drogen gefunden. (24Hamburg.de-Fotomontage) © Sebastian Peters/imago

Neben einem Elektroschocker, der in der Tasche einer Frau gefunden wurde, stellten die Polizisten auch einen Kubotan (eine Waffe zur Selbstverteidigung) bei einem Mann sicher. Damit aber noch lange nicht genug. Bei der weiteren Durchsuchung des Fahrzeuges sind die Beamten in der Mittelkonsole auf Steroide und Muskelpräparate gestoßen. Im Kofferraum fanden die Einsatzkräfte weitere Medikamente und zusätzlich noch Rauschgift.

Beim Öffnen der Motorhaube fällt dem Fahrer plötzlich Kokain aus der Tasche

Allerdings kommt es noch „besser“: Als der Fahrer des Fahrzeuges die Motorhaube öffnen sollte, vielen ihm 8 Gefäße (sogenannte Tränen) mit Kokain zu Boden. Als er dies bemerkte, wollte der Mann diese zertreten und somit mögliche Spuren vernichten. Dabei ist es zu einer Rangelei zwischen den Beamten und dem Fahrer gekommen. Allerdings verlor der Fahrer diesen „Kampf“ recht zügig und wurde mit Handschellen auf dem Boden gefesselt.

Als die Polizisten mit der Durchsuchung „fertig“ waren, wurde noch Hund „Luki“ des Zolls angefordert. Die Hündin wurde nach wenigen Minuten ebenfalls fündig. Im Kofferraum des Fahrzeuges hatte sie großes Interesse an einem selbst gebacken Kuchen. Auch dieser wurde sichergestellt.

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Die stundenlange Durchsuchung des Fahrzeuges hatte später zufolge, dass ein Bereitschaftsrichter einen Durchsuchungsbeschluss für eine Wohnung in Jork (Stade) veranlasste. Bei der Durchsuchung fanden weitere Einsatzkräfte größere Mengen Marihuana in einem Helmfach eines Motorrollers. In der Wohnung wurden außerdem noch 70 Gramm Kokain, 160 Gramm Kokain-Steine, fertige Joints und Pilze gefunden. Nun erwarten den Insassen des Fahrzeuges ein längeres Verfahren. Die Frau sitzt bereits in Untersuchungshaft. Das LKA 68 (Fachkommissariat Frontdeal) hat die Ermittlungen aufgenommen. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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