Verstoß gegen Corona-Auflagen

Polizei muss eingreifen: Hamburger Baumärkte öffnen im Corona-Lockdown

  • Joanna Abou Boutros
    vonJoanna Abou Boutros
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Gleich acht Hamburger Baumärkte öffnen trotz Corona-Lockdown! Das gibt Ärger mit der Polizei und zieht wohl hohe Strafen nach sich.

Hamburg – Gleich acht Baumärkte in Hamburg haben gegen die Corona-Auflagen in der Hansestadt verstoßen. Sie hatten am Wochenende einfach ihre Türen für den Kundenverkehr geöffnet: nicht nur zu den Gartencentern – sondern komplett. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, waren darunter das Bauhaus am Curslacker Neuen Deich und der Obi an der Kurt-A.-Körber-Chaussee.

Corona-Regeln: Gartencenter dürfen öffnen, Baumärkte bleiben geschlossen

Für alle Baumärkte in Hamburg gilt derzeit: Sie dürfen öffnen, allerdings nur begrenzt. Gartencenter sind unter strengen Hygieneauflagen für den Kundenverkehr zugänglich. Die Abteilungen im Inneren der Märkte, in denen Farbe, Werkzeug und Co. angeboten werden, dürfen nur von Gewerbekunden betreten werden. „Click & Collect“, also das Bestellen und Abholen von Artikeln im Markt, ist weiterhin für alle Bürger möglich. Allerdings läuft hierbei nicht immer alles glatt, wie ein Fall aus Wermelskirchen (NRW) zeigt, über den merkur.de* berichtet.

Stadt in Deutschland:Hamburg
Fläche: 755,2 km²
Einwohner:1,845 Millionen (30. Juni 2020)
Erster Bürgermeister:Peter Tschentscher

Die illegalen Öffnungen am Samstag hatten für die acht Hamburger Baumärkte Konsequenzen. In Absprache mit den jeweiligen Bezirksämtern hat die Hamburger Polizei durchgegriffen und die Märkte geschlossen. Eine Sprecherin der Wirtschaftsbehörde erklärte gegenüber dem Hamburger Abendblatt: „Das war widerrechtlich, die Polizei wird wohl Anzeigen gefertigt haben.“ Es gebe im Moment keine Bestrebung, die geltende Verordnung zu ändern.

Illegale Öffnung: Baumärkte in Hamburg haben ihre Türen für den Kundenverkehr entgegen der Corona-Regeln geöffnet. (24hamburg-Montage)

Die Schließung der Baumärkte ist Teil der Lockdown-Strategie in Hamburg. Nach einer kurzzeitigen Öffnung der Geschäfte zu Beginn des Jahres mussten die Märkte im März erneut schließen. Vor knapp einem Monat war der Inzidenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen über die Marke von 100 geklettert. Der Erste Bürgermeister der Stadt, Peter Tschentscher, zog daraufhin landesweit eine Corona-Notbremse.

Hamburger Senat: Dritte Welle der Corona-Pandemie eindämmen

Mit dem Beschluss des Hamburger Senats kurz vor Ostern soll die dritte Welle der Corona-Pandemie eingedämmt werden. In der Hansestadt gelten coronabedingt außerdem weiterhin Kontaktbeschränkungen. Die Maskenpflicht wurde ausgeweitet und muss nun auch im Auto eingehalten werden, wenn Personen aus verschiedenen Haushalten zusammen unterwegs sind.

Lockerungen der Maßnahmen sind in Hamburg aktuell nicht geplant. Zwar sind die Corona-Zahlen in der Stadt an der Elbe bereits rückläufig. Die Sieben-Tage-Inzidenz von 128,1 (Stand: 22. April 2021) ist allerdings weiterhin zu hoch. Der Wert müsste binnen sieben Tagen stabil unter der Marke von 100 liegen. (Ursprüngliches Symbolbild war fehlerhaft und wurde um 12:26 Uhr ausgetauscht) * 24hamburg.de und merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Bodo Schackow/dpa/picture alliance & Robert Michael/dpa/picture alliance

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